Category Archives: MILVA MANNHEIM

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Untenrum

Saisoneröffnung im Segelverein 2017. Mangels neuer Vereinsmitglieder oder SchiffsneuzugĂ€nge am Steg gab es dieses Jahr keine Bootstaufe. Was unsere Takelmeisterei jedoch nicht davon abhielt, trotzdem mit Sektausschank auf die Neuerungen in den Tiefen unseres Vereinsdampfers anzustoßen: die neue FĂ€kalienpumpe. Ein Wunder der Technik, wenn man die bisherige Lösung fĂŒr die Entsorgungen der Vereinsmitglieder kennen und riechen gelernt hat. Die nichtsegelnden Neuinstallation der SVM wurde somit getauft auf den Namen ‘Kleines Arschloch’.

Untenrum hĂ€tte auch die kleine MILVA einiges zu bieten gehabt fĂŒrs diesjĂ€hrige Ansegeln. Muschelsuppe wurde gemunkelt, stattdessen wurden Steaks gegrillt und Flaschengeister entzĂŒndet.

Da der noch nicht ganz vergangene Winter, das Eis, die Vogelscheiße La Rossa statt mit allen Wassern gewaschen mit die WasserqualitĂ€t des Mannheimer Hafens bestĂ€tigenden Kleintierchen ganz schön zugesetzt hat, ist jetzt erst einmal eine kleine Wellnesskur von Nöten, damit sie auch morgen noch kraftvoll durch die Weltmeerchen singt.  So einem Jahr SĂŒĂŸwassergelage hĂ€lt offenbar auch kein Offshore-Antifoulinganstrich stand.

Ice Age 2017 | Mannheim Harbour

„If there’s more than one possible outcome of not getting your boat out of the water before onset of winter, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then someway it will end up that way.“

An example of applied Murphys Law. Personal circumstances and some kind of procrastination were leading to the fact that my little sailyacht MILVA18 – who definitely is not built for an expedition to Antarctica – had to stay all winter long in her berth. Due to very low water level already in beginning of December, there was no way to get her with 1,15m draught into the wharf for craning at level 0,5m. Surely, exactly this winter is supposed to become a tought one.

Any ideas to prevent her from damage are more than welcome.

 

The old can and the sea

Recently I voluntarily payed double prize for a bottle of dishwashing detergent of the same environment-friendly pretending Belgium based company just because of nicely designed bottle and a label attached that was saying ‘This bottle is produced from plastic waste found in the canals of Amsterdam before it could reach the North Sea’. The limited edition bottle is the eye catcher for the company’s Ocean Plastic Project and attracted me even more after having read the truth about the bio-degradable potential of different kinds of waste that is continuously thrown into the sea, check out the oceancrusaders.org article about Aluminiumcans in the ocean! What I did not know – waste_DKNorthseaCoast1hence not playing the environmentalist on board and rebuking my captain and friend for throwing beer cans into the North Sea – that these metal cans are not just oxidising quickly and decomposed after a short while lying on the sea ground, but taking around 200 years for that process! The reason is a plastic layer put onto the Aluminium to keep the beer from turning into a foul taste due to its metal turbidity character when canned. After that I hope my GFK boat will never sink, and That I can still use the content of the ocean-waste-recycled bottle for washing up onboard and from board with a quiet conscience.

MILVA & TECHNIK: Segelboot auf einem Trailer sichern

Weil das bei der ersten Fahrt mit der MILVA auf dem AnhĂ€nger (frisch aus der Werft) fast schiefgelaufen wĂ€re, hier ein weiteres Tutorial aus der Reihe Frau…verzeihung..MILVA und Technik: Wie sichert man ein kleines Segelboot mit Festkiel auf einem fĂŒr 100km/h zugelassenen BootsanhĂ€nger, sodass man auch bei gegebenen StraßenverhĂ€ltnissen die zugelassene Höchstgeschwindigkeit fahren kann und nicht mit 60 km/h auf der Bundesstraße herumgurkt und jeden zögernden Fahrer an Einfahrten verflucht – nur um nicht abrupt bremsen zu mĂŒssen, was die 800kg Schiff schrĂ€g ĂŒber einem ins Wanken bringen könnte. Das Wanken kann natĂŒrlich auch bei richtig gesichertem Schiffchen passieren, und das Schneckeln mit einer kilometerlangen Autoschlange hinter sich trainiert ungemein das Selbstbewusstsein, aber man könnte, wenn man so will, Risiken vermeiden und das mit dem Selbstbewusstsein zum Beispiel beim Verrichten der Notdurft mitten in der Schleuse in einen – mangels Platz fĂŒr ein Bordklo – Eimer ĂŒben. Nur so als Anregung fĂŒr Adrenalinjunkies.fixOnTrailer-24

Punkt 1: Wenn das Boot schon in der Werft mit Spanngurten auf dem AnhĂ€nger gesichert ist, keinesfalls einfach losfahren und dabei denken, das mit den lockeren Gurten gehört so, das Boot muss bisschen Freiraum zur Selbstverwirklichung haben wĂ€hrend der HĂ€ngerfahrt. NEIN! Das gehört so bei der Lagerung des Schiffs auf einem AnhĂ€nger, damit sich nichts verzieht. FĂŒr die Fahrt mĂŒssen die Spanngurte festgezurrt werden. Nach dem Prinzip des Aufbaus einer Slackline.

Was passiert, wenn man das nicht tut: nach der ersten Unebenheit verschiebt sich wĂ€hrend der Fahrt das Boot auf dem Trailer, und man wundert sich beim Blick in den RĂŒckspiegel, warum der Spanngurt, der vorher doch noch fest war, plötzlich so flattert.

Punkt 2: Wenn alles nur so auf OLYMPUS DIGITAL CAMERAdem Schiff herumliegt, Mast mehrfach auf Tragekreuz und Auflage mit Verbindung zu Ösen und Klampen am Schiff befestigen.

Punkt 3: Was auf lÀngeren Fahrten am Schiff herumflattern und Schaden nehmen könnte (Windex, Windmesser,  ans Heck klappernde Badeleiter) abmontieren.

fixingOnTrailer-6813Punkt 4: Fallen und Rollreffanlage gut um den Mast binden und/oder mit Frischhaltefolie(und dann Tape) sichern.

Punkt 5: Spanngurte anbringen, dabei Teppichreste oder Lappen an den Bootskanten als Schutz unterlegen. Spanngurtverschluss wenn möglich (Bug Spanngurt) auf der rechten Seite (in Land mit Rechtsfahrgebot) positionieren, um bei eventuellen Nachspannmanövern auf der Autobahn nicht auch noch in der Schußweite von Rasern zu hantieren.

Punkt 6: Spanngurte so fest wie möglich zurren und ĂŒberhĂ€ngenden Gurt mit Knoten/Folie/Tape sichern (siehe Punkt 1)

Punkt 7: steht der Mast mehr als einen Meter nach achtern ĂŒber, rotes FĂ€hnchen anbringen

Punkt 8: FĂŒr BrĂŒckendurchfahrten die Höhe des Boots samt Mast auf dem Trailer bestimmen. Die VA18 maß 3.40m und passte damit gerade so unter den BrĂŒcken um Kortgene in Zeeland (4m Durchfahrtshöhe)

Na dann allseits gute Fahrt, keinen Seitenwind und immer genĂŒgend Luft ĂŒberm AnhĂ€nger!

le skipper, c’est moi

N 51° 44.313′  E 003° 50.869′  |  Scharendijke, Brouwersdam, Grevelingen Meer @ 5 Beaufort Wind, Nord-Ost, 1m Wellenhöhe

Geschichte war noch nie meine StĂ€rke. Aber meine Aussagen glaubwĂŒrdig. Deshalb wurde ich im Französischkurs bis zu einer kurzen Lola rennt Rothaarrebellenphase auch Napoleon genannt. Klein. AufmĂŒpfig. FĂŒhrungsstark. Mir rutschte da mal ein ‘L’État, c’est moi’  raus, als Antwort auf irgendwas, das ich garantiert nicht verstanden habe im Konversationskurs – aber alle lachten. Das Niveau des Kurses ist fĂŒr meine Sprachbegabung eine Idee zu hoch. Ich rutschte da so rein, weil Lehrerin wie Mit-Francophile so unwiderstehlich waren, ich dank Stereo Total etwas französeln kann und das Thema des Schnupperabends ein von Anglizismen nur so Strotzendes war.

Da nimmt man das englische Wort und betont es französiiiisch, oder  assoziiert ‘L’État, c’est moi’ mit Napoleon und alle nicken. Bis einer Wochen spĂ€ter ins Zweifeln gerĂ€t, Wikipedia befragt und aus dem kleinen Napoleon Louisa Quatorze wird. Jetzt hat die an einem Siebzehnten Geborene Vierzehnte auch noch das FĂŒhren von Kleinfahrzeugen unter Segel in meerartigen GewĂ€ssern begonnen.

Einmal mit drei des Segelns unkundigen mittelalten Flamen auf einem frĂ€nkischen Wohnschiff, mehrmals mit des Segelns seit der Kindheit vertrauter, meist temperamentvoller argentinischer All-Female Crew auf einem sogenannten Weekender, der mit seinen 18 Fuß mal leicht bei Flaute an Dickschiffen vorbeizieht, oder aber bedrohlich bei Seegang schaukelt. Die Flamencrew hat gemacht, was La Capitana befohlen hat. Es war nur ein Tag, maximal drei WindstĂ€rken, der Dampfer 10 Meter lang und tonnenschwer, die Crew hatte Bier, nicht gefroren und keine Angst. VA18, Oosterschelde, 4BfAuf einem nah am Wasser gebauten 5,80m Schaukelschiff bei einem Meter Welle und fĂŒnf WindstĂ€rken, der Ungewissheit, ab wann bei wie hoher Welle eine Varianta 18 in ungĂŒnstiger Lage parallel zur Wellenrichtung umkippt, einer Argentinierin in beidseitiger Nicht-Muttersprache Sicherheit zu geben und Kommandozentrale spielen – der Skipper hat das letzte Wort, fĂŒr Diskussionen keine Zeit und bei Patenthalsen keine Geduld mehr – ist eine andere Geschichte. Vielleicht gibt mir das Buch Psychologie an Bord hilfreiche AufschlĂŒsse zum BĂ€ndigen temperamentvoller Crew und UnterdrĂŒcken der eigenen Hilflosigkeit 😉

MILVA KOCHSTUDIO

Chili Con Carne, Tacos, GuacamoleNoch bevor sich Heerscharen bei Aldi um den Thermomix Verschnitt kloppen konnten, wohl aus einer dem Hamburger Abendblatt geschuldeten Sinnkrise heraus, die “Ein Leben ohne Thermomix ist möglich, aber sinnlos” titulierte, ĂŒbte sich unsereins glĂŒcklich und zufrieden in freiluftköchelnder Nahrungszubereitung mit Utensilien, die in vier Weinkisten Platz redcurryfinden mussten und einem glutenfreien, rindfleischveganen ErnĂ€hrungsstil gerecht wurden. Man könnte es auch bezeichnen “Der Schlemmertörn”, und ich Varianta 18 BordkĂŒche, Curryzubereitungverstehe nicht, was daran sinnlos sein sollte,wenn man nicht die Zeit meint, die bei derartigem Kochen, im Wasser schwankend auf kleinstem Raum draufgeht, wĂ€hrend das RiesenungetĂŒm, in der aktuellen ZEIT auch genannt “Das iPhone aus Wuppertal” gewisse PĂŒriergerichte in einem Bruchteil der Zeit erledigt.

Wahrscheinlich ist das Kochen-2.0-GerĂ€t zu wesentlich mehr imstande als nur die simultan Ribeye on Cobbs BarbecuewĂ€rmende Zubereitung von PĂŒriertem.Erwarten wĂŒrde ich von einem WundergerĂ€t in derartiger Preiskategorie – das auch meine Vorwerk-affine Mutter in der KĂŒche stehen hĂ€tte, wĂ€re ihr Körper nicht schon lĂ€ngst von Unterirdischen Friedhofsarbeitern in der Sorgfalt eines Thermomixvorgangs zersetzt – auch das Entsaften von Spinat und Karotten und die Zubereitung einer FleischbrĂŒhe, wo ich doch gerne Klare BrĂŒhe mit Brocken drin esse.

Pasta met ZeekraalDoch selbst wenn: wie soll so ein Riesenklopper (der fĂŒr die sechsköpfige Familie meines Metzgers dann auch noch zu klein ist!) dem Leben einer Hobbyköchin Sinn verleihen, die nach drei Monaten in improvisierter KombĂŒse in die 20 Quadratmeter WohnkĂŒche zurĂŒckgekehrt die Eier in einen Topf Wasser legt, um dann festzustellen, dass man ja einen automatischen Eierkocher hat. Unnötigerweise.

BohnenpĂŒree Avocado WrapDas sinnlose Bordleben im Milva Kochstudio wurde unterstĂŒtzt durchTapasbar Varianta 18

  • zwei Campingkocher mit vier Töpfen und einer Pfanne
  • einem Stabmixer (Landstrom)gluten free pancakes
  • drei Schneide- und gleichzeitig als Teller verwendbare Holzbrettchen
  • ein Nudelsieb, ĂŒberflĂŒssig aufgrund des Trangia Nudelsiebdeckelsystems und dem verblĂŒffenden FÖRBLUFFAD Kochtopf des pseudoschwedischen Möbelaldis
  • zwei SuppenschĂŒsseln, Becher und SalatschĂŒssel aus kompostierbarem Bambusmaterial, Besteck und Pfannenwender

Gegen niederlĂ€ndisches Appelgebak, Bitterballen und Kibbelinge hat die thermomixlose KombĂŒse durchaus leckere Resultate hervorgebracht, sowie einschlĂ€gige Erfahrungen wie zum Beispiel die Erkenntnis, dass man KĂŒchenkrĂ€uter auch bei Lagerung auf einem Boot der Haltbarkeit und osmotischen VorgĂ€nge wegen besser nicht mit Salzwasser wĂ€ssern sollte;-)

saltWatering-1 buckwheat pesto

The time it takes to put on nail polish

One month. And it is not really that I am so stressed with work that i cannot even finish some cosmetics on my toes to let them look like as shiny rebel blue as my company car. nailpolish-8502

I do nothing. Nothing but sleeping, checking the weather, paying harbour fees, getting a hungry stomach filled, and starting to put on nail polish. Just to make use of the things I brought with my luggage for a 12 weeks vacation using a so-called work time account.

The word itself seems to be misleading, as I bought time from a yearly bonus added to my salary to just do not what the word is expressing: work.

milva18-8802Instead, I am literally hanging around on my 18 feet measuring sail yacht, as the size of this apparently fast racing ‘mini cruiser’ does not even allow a 1.60m person to stand inside (with the sprayhood attached, it almost does), but is giving indeed more comfort than a similar sized tent for two. Especially in the occasion of rain falling. In addition to that, staying in a harbour on a boat of that size in the Netherlands is much cheaper than staying on a camp site. The most expensive marina charged 15€ per night with free parking of my car outside, while the camping close to the harbour charged 41€ for a tent, two persons and a car.

Besides the partially used nail polish, i brought with me an Ukulele, a Guitarlele, the GarageBand app on my IPad for amateur music recordings, DVDs, a race bike, my Carver longboard, 7 novels to read plus the obligatory two bibles of Belgian-Dutch waterways -the Wateralmanak, two books about sailing and one to get a better understanding about the weather. According to my efficiency in putting on nail polish, now guess the equipment I could have left at home.