Die lieben Nachbarn und der arme Vermieter

Mal wieder ein netter Brief vom Vermieter heute eingegangen. Der arme Mann ist dauernd am 55- Cent-Sondermarken-für-höfliche-Mahnungen-Investieren , nur weil die Kommunikation im Haus nicht direkt erfolgen kann. Die Drückeberger sind einfach nicht in der Lage, ihren Ärger direkt zu äußern, einmal klingeln wäre alles, wir morden nicht.

Aber es gibt ja auch kaum Gründe sich zu beschweren, schließlich verwalten wir das Katzenpissklo – wie vor einiger Zeit angemahnt – längst ordentlich über geruchsrückhaltende Plastiktüten in den Restmüll (und nicht etwa über die Briefkästen der anderen Bewohner, höhö).
Und das Parkproblem könnte man auch derart lösen, indem man auf uns zukommt, wenn man Besuch erwartet, und uns bittet, unsere Zweitwagen, die eh meist on-the-road sind, als Zuvorkommen für den Besuch der anderen einfach mal schnell woanders zu parken. Naja, aber das ist halt hier leider nicht das kommunikativste Völkchen im Mehrfamilienhaus… die klauen nur gern Waschmittel.

Von der Hausverwaltung wurde unser 55-Cent-Investor informiert, dass ‘Sie den Gästeparkplatz als Ihren Kfz-Stellplatz nutzen und der Tiefgaragenstellplatz häufig leer bleibt.
– das war vielleicht zweimal höchstens…
Da es sich um einen Gästeparkplatz handelt, parken Sie bitte künftig Ihr Fahrzeug auf dem für Sie vorgesehenen Tiefgaragenstellplatz.
– Wie? Drei Fahrzeuge übereinander?
Weiterhin bitte ich Sie nochmals, den Inhalt des Katzenklos wie von der Hausverwaltung vorgeschlagen zu entsorgen (in Papier einwickeln), damit es, gerade in der warmen Jahreszeit, nicht zu einer unangenehmen Geruchsbelästigung kommt.
Na gut, eben nicht mehr in Plastiktüten sondern in Papier, atmungsaktive Verpackung für die Pisse und Zufriedenstellung der Nachbarn 😉

Ich könnte meinem Vermieter auch meine Emailadresse für weitere, kosteneffizientere Kommunikationswege anzubieten. Tu ich aber nicht. Ist mir zu doof. Das wird gebloggt. Seelenstriptease. Jetzt und hier.