Quennifer

dogs, fressen - einfach nur fressen, Pepino's Blog, TEXT

heißt die 12jährige Hündin mit dem Zöpfchen auf dem Kopf.
“Hündinnen sind immer besser als Rüden”, so das Herrchen von Quennifer beim Anblick von Pepino, der nach einem freudigen Kopfstoß auf die Bobtailhündin gleich das Interesse verloren hat.

Quennifer, die eigentlich ‘Dream of Paradise – Power of Love’ heißt, auf indianisch “chowankalabomchaka” (oder so ähnlich…)und auf türkisch Çeylem, ist benannt nach der Frau von König Artus und der Geliebten des Ritters Lancelot. Und falsch geschrieben – Wuscheltier mit rosa Zöpfchen schreibt sich Guinevere oder Gwenhwyvar.

Herrchen heißt anscheinend Gerald, zumindest nannte ihn die Gassigehgesellschafterin so, die sich bei dieser Begegnung daran erinnerte, dass wir uns das letzte Mal am Tag vor dem Jederhundrennen getroffen hatten und erkundigte sich über den Verlauf. Was dann Gerald entsprechend kommentierte. Quennifer horcht auf ihren Indianer. Und der ist auch einer. Ein Stadtindianer. Gerald huscht mit the power of love in einem weiß gemusterten Kapuzengewand aus Wolle durch die Gassen, seine Hündin reagiert auf jede Kopfbewegung und sieht auch so aus wie er.

Das ist bei Hunden und ihren Besitzern ja öfters so und schon vor 20 Jahren von der Werbebranche aufgegriffen worden

(Quelle: Lürzers Archive) .

Die Sitzung, das Protokoll und die Witze

bermudafunk, plapperlaplapp, TEXT

Lese gerade das Protokoll einer verpassten Sitzung der Gesamtredaktion einer kulturellen Institution, bei der ich seit bald drei Jahren verpasse aktiv etwas beizutragen. Und jetzt verpasse ich auch noch die Witze! Es wird Zeit für eine Veränderung!

Kurzes Feedback zum Verlauf der Sitzung
In der Pause wurden Witze erzählt. Wer zugehört hat, möchte, dass das wiederholt wird. Alle sind soweit mit dem Verlauf der Sitzung einverstanden.
X erzählt zum Abschluss einen Witz.
Die Sitzung endet kurz nach 21:00 Uhr.

Sitzungsprotokoll b.funk.

Die Ex des Ex der Ex

die liebe Verwandtschaft, plapperlaplapp, TEXT

Nicht dass mich die Liebschaften irgendwelcher Richter in Spanien besonders interessieren würden, aber bei diesem Artikel in der Rubrik Panorama der Frankfurter Rundschau vom vergangenen Freitag konnte ich nicht anders als weiterlesen. Wegen dem kopfzerbrechenden ersten Satz, der mich zum Zweifel an meinen geistigen Fähigkeiten veranlasste.

Santiago Pedraz war bekannt, jetzt ist er berühmt, weil seine neue Freundin die Ex des Ex der Ex von Julio Iglesias ist.

ANSTECKENDER RUHM, Martins Dahms, Frankfurter Rundschau 8.10.2021

Der Spannungsbogen gelungen und ich beruhigt, dass ich nach der Lektüre des Kommentars zu den Kriterien, wie man es in der spanischen Klatschpresse auf die Titelseite schafft, doch in der Lage bin, das Gelesene wiederzugeben.

Gar nicht so schwer. Viel einfacher jedenfalls als mit 17 Spektrum der Wissenschaft zu lesen sich dumm fühlen. Jedenfalls bedeutetet das mit der Ex des Ex der Ex einfach, dass die Neue vom Richter mal mit einem Adligen liiert war, welcher zwei Ehen vorher mit der ersten Frau von Julio Iglesias verheiratet war. Und letztere ‘Ex’ hat nach der Scheidung vom Sänger von Welt ganz zufällig eine Karriere im Boulevardblatt ¡Hola! verfolgt, eben jenem Blatt, dessen Titelseite jetzt der Richter mit seiner Neuen ziert.

Wenn man nach derartigen Verstrickungen ginge, müsste ich eigentlich auch nicht mehr Blog schreiben oder “the L-Word Beziehungsdiagramme” malen um die Zusammenhänge der Glamourwelt zu verstehen.
So hat meine Angetraute in den Neunzigern in der Disko “La City” in Buenos Aires sowohl Gabriela Sabatini im Damenklo als auch Diego Armando Maradona (nicht im Damenklo) getroffen. Und wo meine Schwiegermutter sowohl entfernt mit Martha Argerich und weniger entfernt mit dem früheren argentinischen Präsidenten Bartholomé Mitre verwandt ist, dessen Nachkommen die Tageszeitung La Nacíon verlegen, dürfte man ja schon mal eine entsprechende Publikation erwarten. Muss ja nicht auf der Titelseite sein.

Anmerkung: da fällt mir gerade noch ein, dass ich 1999 mit der damaligen Volontärin der Bildzeitung, zuständig für die Hausfrauentipps, in Hamburg vor der Herbertstraße auf unsere neugierige Herrenbegleitung wartete. Vielleicht ist aus dieser Journalistenanwärterin heute auch was geworden und sie erinnert sich an mich und braucht ein bisschen Stoff. Habe schon einmal Birgit Prinz in einer Disko gesehen und verwende fleißig den Glamourfilter in den sozialen Medien.

Auf einem Acker saß ein Kacker

dogs, Pepino's Blog, video

Nur, dass der Acker, auf dem unser Kacker heute saß, kein Acker war, sondern eine sehr gepflegte Windhunderennbahn bei einem Jederhundrennen vor mehr als hundert Zuschauern. Was hatten wir heute wieder Spaß, Pepino! Eigentlich dachte ich, das Leberfrikassee von gestern sei bei deinem Austritt heute morgen um 10 gleich nach der Anmeldung schon vollständig entsorgt. Stattdessen hat dich die Wettkampfatmosphäre beim Windhund-Rennverein total aus dem Konzept gebracht, die dreistündige Wartezeit bis zu deinem großen ersten Lauf tat ihr übriges. Die Verarsche mit den Pappkameraden genannt ‘Hase’ hast du schon in der Warteschlange durchschaut. Und was sollte eigentlich der Unsinn, Rudeltiere zu vereinzeln? Gibt’s da eine Sendung mit der Maus dazu, die das erklärt?

Giving a shit about the dog race

english, Pepino's Blog, video

Not rarely we are thinking that our dog does not have the life with us that he would deserve. So, every once in a while, we are trying something new to have him spending his excess energy. Today, we went to a dog race, hosted by the only greyhound racing club in our area. But instead of doing what more than one hundred other dogs were doing (that is, running behind a fake rabbit which is being pulled by a machine around the race track), when it was his turn, Pepino followed his nose, sensed some mice in the bushes surrounding the race track, and – once left free – ran in the opposite direction of the race track. No way for me waiting at the finish line of the race track to catch him. Once he spotted his owner, he turned around, temporarily vanished behind some bushes, returned back on the race track, jumped over the traction compound into the middle of the race track. All on one’s lonesome, Señor Pepino trotted confusedly around the space, put himself in a squat position and rewarded the spectators with doing a poo.

The entertainer spectating the dog race (Windhund-Rennverein Kurpfalz e.V.)

Today, our dog gave a vivid counterexample on the meaning of the idiom “to give a shit” – to care about something. He may have cared for all the other dogs that stupidly ran their hearts out just for a fake hare, consisting of some flittering frazzles of fabric. Just to make their owners happy to later stand on a podium and get some lousy goodies. And he cared for his own fulfillment. Catching a mouse. And before that he needed to give a shit in the center of the event.
Pepino did not make his owner happy. He made his owner run behind him. Having all the audience gaze at her with her spoilt scraggy dog. People including their dogs were already on the edge, since at the very beginning of the race, the fake hare machine stopped working and this caused certainly one hour of delay. Everybody understood. Don’t fool Pepino with fake rabbits. It’s not nice to fool with mother nature.