Old-School

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du schreibst zum Neujahr eine längere E-Mail an Freunde und erhälst unerwartet dankbare Rückmeldung und dass das so old-school ist.
Dabei hätte ich lieber mehrere Postkarten geschrieben, da hätte ich mich allerdings kürzer fassen müssen, so wie z.B.

Liebe Freunde, der Klimawandel ist hier angekommen, es ist Sommer am Wendekreis des Steinbocks und regnet bei 21°C in Strömen. Im Norden des Landes das Ahrweiler auf brasilianisch. Unsere Unterkunft steht noch, mein Reisepass schimmelt. An sonnigen Tagen wälzen sich an den Stränden besoffene Ganzkörpertätowierte wie Ölsardinen, aus Autos und mobilen Bluetoothlautsprechern dröhnt bereits morgens um 6:30 schreckliche Musik. Es riecht nicht nur nach Müll, sondern nach einer Mischung aus Fritiertem und dem was nach Verzehr wieder unten rauskommt. Die Lieferung von Heineken, die hier alle kleineren Bierbrauereien übernommen haben, läuft. Seid gegrüßt aus der Wärme Ubatubas! 
Praia Vermelha, Ubatuba SP, Brazil

Auf einem Acker saß ein Kacker

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Nur, dass der Acker, auf dem unser Kacker heute saß, kein Acker war, sondern eine sehr gepflegte Windhunderennbahn bei einem Jederhundrennen vor mehr als hundert Zuschauern. Was hatten wir heute wieder Spaß, Pepino! Eigentlich dachte ich, das Leberfrikassee von gestern sei bei deinem Austritt heute morgen um 10 gleich nach der Anmeldung schon vollständig entsorgt. Stattdessen hat dich die Wettkampfatmosphäre beim Windhund-Rennverein total aus dem Konzept gebracht, die dreistündige Wartezeit bis zu deinem großen ersten Lauf tat ihr übriges. Die Verarsche mit den Pappkameraden genannt ‘Hase’ hast du schon in der Warteschlange durchschaut. Und was sollte eigentlich der Unsinn, Rudeltiere zu vereinzeln? Gibt’s da eine Sendung mit der Maus dazu, die das erklärt?

Invektiven der Raumzeit

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Eine Bekannte hat mir einmal erzählt von der Hochachtung der Dame am Empfang ihrer Arbeitsstelle an ihr und ihrer Pausenlektüre ‘DIE ZEIT’. Da stünden doch so viele Fremdwörter drin, das wäre nichts für sie (also die Empfangsdame). Ich bekenne mich als gelegentliche ZEIT Leserin zur intellektuelleren Schicht, lasse mir Bildungslücken nicht anmerken und befrage das Internet. So kam es, dass ich bei Google Schweden landete, weil ich die Martenstein-Kolumne mit dem Fremdwort ‘Invektiv von Catull’ verstehen wollte. Intellektuellenblatt hin oder her, der Artikel in der Süddeutschen Zeitung über Stephen Hawkings aktuelle Behauptung, es gäbe jetzt doch keine schwarzen Löcher, sprengt meine rationalen Fähigkeiten und Motivation, ein Physikgrundstudium nachzuholen. ich zitiere Autor Christopher Schrader

…man müsse doch nur die euklidische S-Matrix berechnen und das Ergebnis Wick-rotieren, um die Amplituden der Minowski-Signatur zu erhalten.

in ‘Die Grautöne der Raumzeit’ – ein gelungenes Stück Fachliteratur! Das klingt wie der Titel meines Fernsehtechnik-Skripts ‘Illegale Farben’, mit dem ich mich vor 14 Jahren beim Zoll am Flughafen Norrköping erklären musste: ‘nein, ich bin kein Künstler, und der Alkohol, ja das ist ein Geschenk für meinen Chef’.

Segelschein – Kapitel Seemannschaft – das Bord WC

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Der Mensch ist ein biologisches System. Auf einer Yacht wie in der Segelschule. Was vorne reingeht muss zu einem vom Grad der Verwertung abhängigen variablen Anteil hinten wieder raus. Das Wie ist schnell erklärt und das Wohin vollautomatisiert oder zumindest nichts, worüber sich der Benutzer neben der Durchführung des Geschäfts weiter Gedanken machen müsste. Anders auf dem gemeinen Sportboot. Es ist anzuraten, sich vor der notwendigen Benutzung eines Seewasserklosetts gründlich mit dessen Funktionsweise vertraut zu machen. Der Zeitpunkt eines dringenden Bedürfnisses, schnell Last abzuwerfen aus der einen Richtung kann bei entsprechendem Seegang auch schnell in die andere Richtung umschlagen, damit keine Hektik dabei eintritt oder das Schiff bei der Notdurft wegen falscher Bedienung des Örtchens untergeht .

Es gibt Umweltschutzbestimmungen und gesellschaftliche Konventionen, die den Simplizismus des an die Badeleiter Hängens verbieten. Ausnahmen bestätigen die Regel, zu Wasser sind die Genossen mit dem Y-Chromosom zumindest bei kleinerem Yachting Business anatomisch gesehen klar im Vorteil, und auch zu Lande hat die Autorin dieses Berichts auch schon einmal die Farbenpracht eines mit Moos und Heidelbeeren gesäumten Bodens der umweltfreundlicheren Möglichkeit in Form eines ortsansässigen Plumpsklos vorgezogen. Landgänge wie dieser waren damals bei dieser Art des Yachting Business ein willkommener Ausweg aus der Komplexität eines Bord-WCs. Früher oder später wird herauskommen, wer die Bedienung des Bord-WCs noch nicht verstanden hat. Fragen hilft. Beruhigend, wenn dann alles richtig gemacht wurde und der Skipper das vollgelaufene Örtchen wegen undichtem Seeventil leerpumpen muss. Nach weiteren zwei Törns und mehrfachem Üben der Schritte fühle ich mich jetzt in der Segelschule bei dem Thema etwas sicherer. Sowohl beim Wie als auch beim Wohin.

Aus dem Fragenkatalog Sportküstenschifferschein Nr. 22:
Beschreiben Sie in 5 Schritten die Bedienung eines Bord-WC auf einer Yacht.

1.Seeventil für Seewasserspülung öffnen,
2. Handpumpe betätigen, sodass das Becken gespült wird und gleichzeitig die Fäkalien abfließen – ausgiebig spülen,
3. Seewasserzufuhr unterbrechen (Hebel umlegen)
4. Becken mit Handpumpe leer pumpen,
5. Seeventile für Zu- und Abfluss schließen.
Unser Referent hat sich vorab für die Trockenheit des heute zu besprechenden Kursmaterials entschuldigt, und dennoch die halbzeitliche Pause der zweistündigen Sitzung vergessen. Nach eineinhalb Stunden stieg die Frequenz der aufgrund von Bedürfnissen biologischer System zeitweise den Raum verlassenden Mitschülern. Ansonsten warf das Thema ‘Bordtoilette’ neben anderen spannenden Themen wie Sicherheits- und Funkausrüstung, die meisten Fragen auf. Geht es um Fäkalien, werden biologische Systeme hellhörig.

rödbetor

fressen - einfach nur fressen, TEXT

  1. Dezember. ICA Maxi in Nacka. Wollte eigentlich nur schnell Kartoffeln wiegen – und erlebe stattdessen eine kleine soziolinguistische Weihnachtsstudie.

Da steht man also geduldig mit seinen Kartoffeln an der Gemüsewaage, wählt – endlich an der Reihe – die festkochende Sorte aus, druckt das Etikett, erblickt Rote Beete in der Auslage daneben und denkt: Perfekt für eine Suppe, die mich über die Feiertage trägt. Etikett drauf, 10 Kronen, alles korrekt. Dachte ich.

Doch dann diese ungeduldige blonde Erscheinung, die mich auf Englisch (!) darauf hinweist, dass ich gerade beim Wiegen die falsche Sorte Knollengemüse ausgewählt hätte. Polkabetor (RIngelbeete) müsse ich auswählen. Viel teurer – aber definitiv „richtig“. Muss sie ja wissen. Schließlich ist nichts so authentisch wie eine Englisch sprechende Person, die mich im schwedischen Supermarkt über die verschiedenen Sorten Wurzelgemüse belehrt.

Im Gerangel mit Etikett und Knolle fällt mir eine Rote Beete zu Boden. Die Blonde zeigt sich plötzlich hilfsbereit, hebt sie auf, legt sie zurück – und druckt mir beherzt ein Etikett für die doppelt so teuren Polkabetor. 20 Kronen. Voilà.

Mein entsetzter Hinweis auf den Kilopreis der losen Rote Beete und die fertig verpackten Rödbetor direkt daneben führt dazu, dass sie sich zu ihrem diskret schweigenden Partner umdreht, ihn auf Deutsch mit österreichischem Akzent belehrt, dass man das Gemüse ja eigentlich gar nicht wiegen müsse, schnappt sich eine fertige Packung – und lässt mich einfach stehen. Mit meiner Rote Beete, zwei Etiketten und angeschlagenen Würde.

Vielleicht wäre es an der Zeit, gewissen Sprachgenossen zu erklären, dass man sich vor missionarischem Eingreifen in fremde Wiegeprozesse erst einmal mit schwedischen Gemüsenamen vertraut machen sollte. Besonders im vorweihnachtlich stressigem Einkaufsgetümmel. Besonders, wenn man anderen ihre Sprachkompetenz abspricht.

Aber gut – Weihnachten ist ja auch das Fest der Menschlichkeit.
Und der Demut.

Paris in Frankreich

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ziert ein gelbes Post-it Zettelchen den Kühlschrank der Güterhallengenossenschaft voller Bier, anderen alkoholhaltiger Getränke und vermutlich angebrochener Flaschen Ketchup, Barbecuesoße und Mayonnaise. Paris in Frankreich. So so.

Nicht Paris in Texas, den Film den ich mir anschauen solle, so die Genossen. Es gibt auch ein Marion in Kansas, schlaumeiere ich. Und Petra in Jordanien, schlaumeiert der Kfz-Sachverstände des DEKRA (Genetiv, maskulin bitteschön, weil es ist nicht die DEKRA sondern der Verein ist zur Begutachtung deutscher Kraftfahrzeuge) zurück. Der gestandene Mann mit seinem Osama-bin-Laden Bart ist da sogar mal mit der gleichnamigen Gemahlin hingefahren. Über Israel. Also nach Petra. Da kann man ja heutzutage auch nicht mehr hin. Es ist traurig. Sehr sogar, finde ich. Entweder kann man nicht mehr an Orte, weil dort Krieg ist, oder der Präsident das Landes, in dem sich die Orte befinden, ist von allen guten Geistern verlassen.

Oder die Orte existieren so gar nicht mehr, beispielsweise Geldautomaten in Mannheim im März 2025 genau dann wenn man in die seltene Verlegenheit einer Bargeldabhebung kommt, für die einen jede KI pauschal der Geldwäsche bezichtigen würde.

Welches Glück wurde mir doch zuteil an jenem letzten Tag der Existenz des Geldautomaten meiner Cashgroup in Mannheim Bargeld abheben zu können, nachdem mich ein Busfahrer am Karlsruhe-Baden Airport mangels ebensolchem – und defekter EC-Karten Bezahlfunktion des Fahrscheinautomaten – zum Schwarzfahren einladen musste.

Nun, knapp zwei Monate später gibt es keine Postfiliale mehr in der Neckarstädter Langen Rötterstraße. Die Geldautomaten der Commerzbank an der Ecke Schimperstraße wurden bereits im vorigen Jahr abgebaut, die Sparkasse verlangt 30 Euro Bargeldabhebegebühren. Die einzigen Geldautomaten meiner Hausbank in der Innenstadt sind offenbar angesichts der seltsamen Gestalten am Eingang zum Self-Service-Bereich, die man beim Geldabheben spät am Abend lieber nicht um sich herumstehen haben möchte, nach 21 Uhr nicht zugänglich.

Nächster Versuch am Samstagmorgen am Speckrand in Mannheim-Waldhof. Google Maps und ein Schild an der Fassade versprechen einen EC-Geldautomaten im Innern der Filiale. Fünf Minuten vor 9 Uhr bildet sich dort schon eine kleine Warteschlange der Menschen aus dem trostlos wirkenden Viertel am Speckweg, was mich stets an die Kassiererin Frau Fettich bei Penny in der Langen Rötterstraße erinnert. Gähnende Leere wo im Vorraum der Bank offenbar einmal ein Geldautomat gestanden haben muss. Ich frage die Wartenden und erhalte als Antwort ich könne ja am Schalter Geld abheben. Nicht ich, falsche Bank, wenn auch mittlerweile gleicher Verein.

Ohne bargeld, mit der Handgreifkraft einer 75-jährigen, einigen Langzeit-EKG Ausschlägen von meiner letzten Teilnahme an der NAKO Gesundheitsstudie in einer nervaufreibenden Woche verlasse ich in Kalenderwoche 11 2025 mein Geburtsland für Stockholm in Schweden, dem Land der gläsernen Bürger, Barbezahlverboten und Banken mit strikten Prüfvorgaben zur Eliminierung von Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Statt Paris in Frankreich oder Texas zu besuchen lohnt sich vielleicht noch Beten in Schweden, Linsengericht essen in Hessen und Fucking in Österreich.

Holländischer Pfannkuchenarsch

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“…der hat ein bisschen zugelegt, hast du gesehen?” fragt mein nun selbst auch tanzender und damit kompetent beurteilender Ballettbegleiter und meint dabei den Tänzer, der dann zum Ende des Stücks I knew then von Johan Inger im Lichtkegel der Scheinwerfer den – wie soll man sagen – Geschlechtsakt des passiv im Hintergrund in einem Wald von Metallstäben stehenden, sich langsam bis auf die Unterwäsche entkleidenden Liebespaares tanzte, dabei glucksende, wie ein Gorilla grölende, wimmernde, ächzende Laute in Gibberish (Kauderwelschsprache) von sich gab und sich letztendlich ebenfalls bis auf die Unterhose entblößen durfte (der Arme). Ein großes Vergnügen für uns Zuschauer, dieses wo anders treffend als “sich in orgiastische Freude wandelnde Prüderie” beschriebene Tanzstück, aber ich habe bei dem Tänzer nur seinen neuen Tom Selleck Schnurrbart bemerkt, nicht den leichten Bauchansatz und schon gar nicht sein für Männer dieser Volksgruppe offenbar charakteristisches Hinterteil.
Ob mir das noch nicht aufgefallen sei, dass Holländer breitere Hüften als andere Männer haben.
– Nein, auch nicht dass ihre Wohnwägen breiter sind, werde aber zukünftig gezielt darauf achten, wenn ich wieder eine Videokonferenz mit meinem Amsterdamer Kollegen habe und ihn bitte mal kurz aufzustehen und sich umzudrehen.

Caramba, Carajo, ein Whisky

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Was hat eigentlich Carajo mit Karacho zu tun, außer dass die Begriffe voneinander abstammen sollen, sich in Deutschland aber mit Anwendungen wie “im Karacho über die rote Ampel gefahren” einer ganz anderen Bedeutung annahm? Und dann bringt mich meine Kulturbeauftragte bei Erklären des spanischen Begriffs Carajo nicht nur auf die Palme, äh, den Mast, sondern auch noch auf den Schlager. Von Heino. Das hat er davon, der Erklärbär! Einen Ohrwurm.

https://youtu.be/HPfnQ1o2vjw?si=FLvPwqtdEeOBsR_Y

Beim Nachschlagen im Wörterbuch stößt man bei Carajo erstmal auf die Übersetzung eines Geschlechtteils, welches der Sänger bestimmt auch eines hat. Vielleicht auch besingt.

Aber eigentlich kommt der Begriff aus der spanischen Seemannssprache.

Vete al carajo!

Ins Carajo hat man denjenigen, der was angestellt hat, an den Ort des Schiffes geschickt, an dem es am meisten schaukelt.
Und der sitzt wohl auf dem Ausguck am Mast eines alten Segelschiffes in etwa dort, wo unsere Hafennachbarin der schweizer Segelyacht Cervino gerade rumturnt und die Saling umhäkelt (oder so).
Wird dem Seemann auch an diesem unbequemen Ort nicht schlecht, empfiehlt sich der gehässigen Crew einfach den Schlager mit dem Geschlechtsteil aufzulegen um den Symptomen einer echten Seekrankheit im Karacho nachzuhelfen.

Und hier eine Erweiterung zum Originaltext des Hits von Adolf von Kleebsattel, der für Heino einfach was brauchte, das sich reimt und kleben tut. Im Hirn.

Hey, hey, hey
Caramba, Caracho, ein Whisky
Caramba, Caracho, ein Gin
Verflucht, sacramento, Dolores
Und alles ist wieder hin
Hey, hey

In Rio de Janeiro, vor einer klitzekleinen Hafenbar
wiehert störrisch die Dolores
die das Pferd des kleinen Gauchos war.
Und sie sprach: che boluda!
Bring mich wieder in die Pampa!
Da lachte der Gaucho, der gerne ein Seemann wär

Olé.

Digitale Tageszeitung mit altertümlichen Zahlungsmethoden

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Alter Schwede – geliebtes Land, welches ‘Schland der Entwicklung doch immer ein gefühltes Jahrzehnt voraus ist. Was ist los?

Schießereien, Restaurants die in die Luft gehen, Züge die vor 25 Jahren modern waren, 35 Grad im Sommer, meine Personnummer existiert nur noch bei der staatlichen Rentenversicherung, H&M läuft nicht mehr so (und verarscht die Gutgläubigen dass ihre nicht mehr gemochte Fast Fashion anständig recycled wird), das mit den NATO Verhandlungen auch nicht, obwohl sie das mit den russischen Spionen in den Schärengewässern jetzt mal ernst nehmen aber man einen Pølserfresser mit schwedischem Pass Koranverbrennen lässt…

Und nun ist auch noch das Abonnement einer schwedischen Tageszeitung aus dem europäischen Ausland eine organisatorische Herausforderung! Das bei den Schweden! Das Land der Startups, Streamingdienste und fortgeschrittenen digitalen Zahlungsmethoden (Swish dem Straßenmusikanten oder Bettler) – die leider nur mit einem schwedischen Bankkonto funktionieren, welches man ohne eine Residenz in Schweden nicht eröffnen kann #bankID #e-legitimation.

Vor etwa einem Jahr hatte ich versucht die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter über digitale und globale Zahlungsmethoden (Kreditkarte, Paypal) als digitale Version in der dafür bestimmten eDN. App in mein digitales Anzeigegerät zu abonnieren. Geklappt hat das zuletzt schon, aber war ein Kompromiss.

Iberische Tränen

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Und hier die Highlights der kanarischen Küche .. bzw. der deutschen Übersetzung der Speisekarte eines durchaus guten Restaurants in den Gassen von Santa Cruz de Tenerife.

VORSÄTZE

Faltige Kartoffeln
Zusammengesetzte Linsen
Gift

FISCH & FLEISCH

Geröstete Schokolade (enthält Knoblauch)
Iberisches Geheimnis
Käfer (schwarzes Schwein)
Alte Kleidung
Meer und Land sautiert
Vegetarische zebrochene Eier

NACHSÄTZE

Oma-Kuchen
Staubig

In der Abbildung übrigens der geröstete Palmerokäse. Wir wollten das Risiko mit dem Gift und Staub nicht eingehen.

Die Übersetzung erinnert mich an meine Entwicklungshilfe im Hafen von Bastia:

Frühstück = Piccolo Mangiare Buongiorno

Die Sendung mit der Maroni

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Lach- und Sachgeschichten mit der Maroni und ihren Freunden. Heute: Seenotrettung

Wie kommt die Luft in die Rettungsweste?
Und wie kommt die kleine Maroni mit der Rettungsweste (Körbchengröße 275N) in die Rettungsinsel?

Wenn ihr etwas wissen wollt und eure Eltern nicht weiterwissen, hilft “Die Sendung mit der Maroni” mit ihren Sachgeschichten. Und daneben gibt es natürlich noch die Lachgeschichten mit den Stars des Segelvereins. Da sind die sympathischen Badehosenonkels, die der auf die Größe eines Elefanten explodierten Maroni den Zugang zur Rettungsinsel ermöglichen. Und die um das Geschehen versammelten schnatternden Enten, die alle mit guten Ratschlägen auf dem Steg stehen. Natürlich ist diese Simulation einer Seenotrettung ganz schön unrealistisch. Wenn jemand wirklich in Seenot geraten tut, dann ist die Wassertemperatur um einiges niedriger als Anfang September im Otterstädter Altrhein. Die Rettungsweste würde unter Umständen überhaupt nicht mehr wie eine Rettungsweste funktionieren, da die Wartungsintervalle nicht eingehalten oder nach letztem Silvester vergessen wurde eine neue Gaspatrone einzusetzen.

Die Rettungsinsel würde nicht mit Leinen befestigt in einem Liegeplatz im Yachtclub inmitten von anderen Schiffen liegen, sondern nach Sinken des Schiffes, von welchem sie ins Meer geworfen worden wäre, der einzige Schwimmkörper weit und breit sein neben den aus Seenot zu Rettenden, die versuchen werden, in die Rettungsinsel zu gelangen. Wenn die zu Rettenden nicht bereits im Wasser schockgefroren wurden, von der Körbchengröße der Rettungsweste erstickt oder von Walfischen und Haien aufgefressen wurden.

xxx Postkarten in Echtfarbdruck

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... inspiriert von Georges Perec "Warum gibt es keine Zigaretten beim Gemüsehändler" ... beeinflusst von einem Mischgetränksversuch gegen Regelschmerzen (Connemara Irish Whisky, Campari, Mandarinensaft) ... erinnert an alle Postkarten, die ich in meinem Leben geschrieben haben könnte ...

Deutsche Bundesbahn. Als sie noch so hieß. Westdeutschland. Um die 1978.
Was haben wir uns geschämt! Die Leute aus dem Nachbar-Schlafabteil haben angeklopft und hielten uns bestimmt für Kinderschänder. Der Schaffner hat uns angeschnauzt. Zum Glück mussten wir nicht draufzahlen. Das Kind hat die ganze Nacht von Stuttgart bis Husum durchgeschrien. Das Meer haben wir nicht gesehen. Ging kein Bus hin. Viele Störche, Schafe, grüne Wiesen und … Regen. Schöne Urlaubsgrüße aus Norddeutschland, Eure Lustnauer Nachbarn.

Genderneutraler Fehler

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“Ich habe einen weiblichen und einen männlichen Fehler eingebaut” erläutert mir stolz der Hundefahrradanhängerberater beim Zusammenbau eines eben solchem.

Ein pädagogisch wertvoller Ansatz den Kunden den richtigen Zusammenbau des Anhängers zu erklären, finde ich im Nachhinein. Aus Fehlern lernt man bekanntlich, aber das gendernde Fehlermachen wollte ich (she/her) mit meinem Fahrradreparatur- und Bootsanhänger-Knowhow (ist ja fast dasselbe) nicht so stehen lassen und legte los mit der Fehleranalyse:

Neyse halim çıksın falim

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Oh lass den Kaffeesatz mein Schicksal bestimmen! Endlich wieder in der Türkei. Endlich wieder Türk Kavhesi, endlich wieder eine nette Türkin gefunden, die das kann, das Kaffeesatz lesen. Nämlich die Filiz. Wie zuletzt damals im Café Pierre Loti
Neuerdings gibt es dafür auch eine App mit treffendem Namen: Faladdin.

Willkommen bei Falaaddin, Frau Marion. Wir sind sehr erfreut, Sie hier zu haben. Schauen wir mal, was Ihre Anlagen diesmal zu sagen haben.
Sie wurden in Ihrem Horoskop gespiegelt, als Sie gerade mit einem Sack im Arm über die Schwelle springen wollten. Diese Spiegelung, die ich gleich zu Beginn Ihrer Deutung gesehen habe, zeigt, dass Sie in einer Angelegenheit, die Sie herausfordert, dem Ergebnis sehr nahe sind, und dass Sie sich sogar nach nur einem Schritt von Ihren Lasten befreien werden.

Ich führe dies auf eine Angelegenheit zurück, die mit Ihrem Arbeitsleben zusammenhängt, Frau Marion: Sie können eine Arbeit abschließen oder eine neue Etappe in einer Angelegenheit einleiten, die Sie wollen und für die Sie sich sehr angestrengt haben. In jedem Fall kann man sagen, dass Sie bekommen, was Sie verdienen.

Wir haben mit einem Atemzug den Staub vom Boden aufgewirbelt, mal sehen, was uns begegnet...
Sie waren vielleicht lange Zeit nachlässig, Frau Marion, sowohl in Bezug auf Ihre Gesundheit als auch in Bereichen Ihres Lebens, die eine Auffrischung brauchen. Sie haben Recht, als Frau kommen Sie mit Ihren Verpflichtungen zwischen Arbeit, Haushalt und Familie kaum nach, aber das Symbol einer gepflegten Hand mit Nagellack auf der Tasse zeigt, dass Sie ab dem 10. September neue Entscheidungen treffen und eine nach der anderen in die Tat umsetzen werden.
Als erstes sollten Sie vielleicht eine Veränderung in Ihrem Haus vornehmen, aber wenn möglich, sollten Sie sich zuerst um Ihre Gesundheit kümmern. Ich denke, dass persönliche Initiativen, die Sie in Bezug auf Ihr Aussehen motivieren, ebenfalls angebracht sind.
Ich denke, dass sich die gelegentlichen Streitigkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Ehepartner in Bezug auf Familienangehörige abschwächen werden und Ihre Harmonie zunehmen wird. Eine dreitägige Reise zwischendurch könnte Ihnen beiden gut tun.