Do fahrt ma driwwer!

die lieben nachbarn

Sollt mal wieder Zug fahren. Oder Straba. In Monnem…
@Monnemer Witzlieferantin: Hast ne Streckenempfehlung?
Nun zum Witz..

Zwei Mannheimer sitzen im Zug. Auf einmal springt der Zug aus den Gleisen, fährt eine Böschung runter, um einen Baum herum, an einem Fluß entlang und wieder auf die Gleise zurück.

1.Mannheimer: Hear – sagemool, warum sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?

2.Mannheimer: Kää Ahnung, vielleicht sollt ma mol de Schaffner frooge?

Beide gehen zum Schaffner.

1.Mannheimer: Du sagemool, Kaddeabreisser, warum sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?

Schaffner: Da kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen. Wir sollten uns beim Zugführer erkundigen!

Alle drei gehen zum Zugführer.

1.Mannheimer: Du sagemool, Zuchfierer, warum
sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?

Zugführer: Hear do stand en Pälzer uff de Gleise!

2.Mannemer: Ja unn? Do fahrt ma driwwer!

Zugführer: Wollt isch ja . Awwer do is de bleede Pälzer von de Gleis runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum…

IQ Test

company talk

Mein engagierter Einarbeiterich probiert alles, um meine Kompetenzen in der neuen Abteilung zu evaluieren. Und kündigte schon bei meinem ersten indiskreten Verplappern an, dass es aus dem Wald rausschallt wie’s reinschallt. Ich hätte es wissen müssen. Denn – ich habe durch meine häufig missverstandene Art, auf dummes Geschwätz dummes Geschwätz zurückzuliefern, den Guten aufgrund seines Wohnsitzes diskriminiert. Dabei wohnt er gar nicht in Bielefeld! Schlimmer. Sein Wohnsitz: Paderborn. Gören-Kommentar: totale Pampa! – Pampa!? Der gute Mann unterbittet sich so eine Bezeichnung seiner werten Heimat! Und ich soll mal nicht glauben, dass man mir meine schwäbische Herkunft (gar Schwäbische Alb?) nicht anhöre. Das tut man sehr wohl. Da könne ich mir noch was einbilden auf meine Hamburg- und allgemein Hochdeutschland-Aufenthalte. Wenn etwas Pampa sei, dann das! Meine Heimat. Ländle! (da lacht er).

Schickt mir der Gute heute eine E-Post mit Betreff Denksportaufgabe, stellt einen Begriff in den Raum, den ich nicht kenne, und schreibt dann “die Lösung findest du in den nachfolgenden Sätzen”.
Mein altbekanntes Problem. Der Kollege hat mich nach zwei Tagen durchschaut. Ich bin so primitiv! Nicht lesen – überfliegen. Nicht denken – googlen.
Nix finden und Sache vertagen. Man muss Prioritäten setzten. Zähne ausbeißen später. Kann ich den Schlawiner immer noch nach dem Wochenende fragen, warum sich ein paar Zeilenumbrüche und ein schöner Gruß neuestens als ‘ein paar Sätze’ schimpft.
Der ganzen Blogg findet ihr ein paar Sätze weiter oben. Ich bin so dumm!

Fährt Ulle [Schdeffens] ?

die lieben nachbarn

Irgendwie ist heute echt mal so ein Blog-Tag. Dauernd passieren Sachen, die man glatt mal so bloggen könnte. Erst die schwedische Exception. Wo mir dann aber hinterher eingefallen ist, dass ich meine IDE auch mit -nl sv Startparametern gestartet habe, und damit wohl das einzige, was internationalisiert ist in diesem Spitzentool die Open-Source-Plug-ins sind, die in dieser tolle Sprache loggen können.

Dann erzählt mein doch bald ehemaliger Liebling-Kollege (alias der wahre Held der Arbeit, nicht nur ein solcher, wie er sonst andere auch sogenannte Freunde der Nacht nennt, wenn in Hinter- wie in Vordergrund die Exceptions nur so runterrattern), dass gestern auf ProSieben in der Boris-Becker-Sendung der Boris mit dem Ulle radgefahren ist. Jetzt hab ich aber ja keinen Fernseher. Und wenn ich einen hätte, würde ich nicht ProSieben kucken. Leider ist mir damit doch glatt etwas entgangen, das prima zu meiner persönlichen Belustigung beigetragen hätte.

Zu meiner Schande wusste ich gar nicht, dass der, der so komisch redet, wie die um Heidelberg zu meiner letztjährigen Verwunderung eigentlich alle reden, auch noch eine Sendung macht. Bin ja sowas von uninformiert! Weiß nur, dass der Boris sich mit einer verlobt hat, die auch schonmal was mit dem Tommi Haas hatte.

Sendung hin oder her. Jedenfalls is der Boris mit dem Ulle radgefahren und ich habs verpasst! Und Liebling-Kollege fragt sich nun, ob Ulle ein Schdeffens-Rad fährt. Er glaubte das gesehen zu haben. Denn Lieblingkollege wollte
sich auch fast ein Stevens-Rad (also [Schdeffens], wie er das schön ausspricht) besorgen, dann hab ich ihm zum dem noch schöner und besser ausgestattetem Centurion Fitnessbike geraten, aber weil weder Schdeffens noch Centurion zeitnah liefern konnten, hat
er schließlich ein [Schdaiger] Rad gekauft. Wofür ich ihn erst ausgelacht habe, (Miss-Wichtig fährt Rotwild und hat Angst vor Wildschweinen), das Rad aber aufm Bild eigentlich sehr dezent schön aussah. (@Merge-Mälscher!* – das gute Stück wurde mir noch nicht in Echt vorgeführt! Nachholen!)

Nun denn, jedenfalls fragen wir uns jetzt beide: Fährt Ulle jetzt [Schdeffens]?.

Teil Zwei. Mir fällt kein passenderer Übergang ein.
Frau Nachbarin (Ü72 mit überstandenen Gallenstein OPs) putzte heute bei offener Wohnungstür. Wohl um mich abzufangen. Und mir mitzuteilen, dass sie mein mehrmaliges Um-den-Block-Kurven im Sinne meiner Parkplatzsuche vom Fenster aus beobachtet habe.

Was sie aber nicht hat sehen können, war folgende hundsgemeine Aktion von einer ollen Tante in einem hässlichen Auto: beim Einfahren in die enge Straße gibt mir eine Parkende ein Zeichen, dass sie jetzt losfahre und der Parkplatz frei wird. Entgegen kommt die Tante und fährt auf den Behindertenparkplatz weiter vorne. Zwischenzeitlich wende ich meinen schwedischen Firmenpanzer, um ordnungsgemäß in Fahrtrichtung zu parken.
Die nette Ausparkende parkt aus, entgegen kommt nun aber ein weiteres Auto, das durch die Straße will.
Währenddessen hat auch die Tante festgestellt, dass sie doch nicht so behindert ist wie sie parkt und hat diesen Parkplatz wieder verlassen. Ich fahre rückwärts, um das entgegenkommende Auto durchzulassen, und stehe schließlich in der Bucht gegenüberliegend zur Tante. Als das entgegenkommende Auto vorbeigekommen war, fährt die Tante vor mir los, hinein in den explizit für mich reservierten Parkplatz! Geht’s noch!?

Zurück zur Frau Nachbarin. “Haben Sie schon unseren schönen renovierten Innenhof gesehen? Frau… oder Fräulein … “ will sie außerdem noch erfahren. “Marion” – entgegne ich. Wollte sie nicht annehmen. Ich soll jetzt sagen Frau oder Fräulein. Da fiel nichts mehr ein. Hätte vielleicht sagen sollen: also wenn schon, dann bitte Frollein!. Bin kein Fräulein. Bin ein Frollein! (andere nennen mich auch Luder, aber das bin ich genausowenig eins, wie ein Fräulein).

Nachbarin W. will außerdem wissen, warum die junge Dame unter uns schon so eine schöne Wäscheleine an der gestern neu montierten Wäscheaufhängevorrichtung an den Balkongeländern habe und wir anderen nicht. Ob ich denn wisse, wann das der Herr Vermieter bei uns machen würde. Ich teile ihr mit, dass das die Frau unter ihr wohl selbst gemacht hat und ich fest davon ausgehe, dass das auch sonst jeder selbst macht. Aber dann sehe das doch nicht einheitlich aus, so Frau W., andere Farben, total chaotisch, ginge doch nicht. Ich finde das schön, entgegne ich. “Sie sind auch
noch jung”
, so die Nachbarin. Wenn ich mal so alt bin wie Sie will ich aber immer noch eine bunte Wohnung haben, erwidere ich. “Ja ha… werden Sie erst einmal so alt wie ich,” so Ü72.
Dies galt nun als guter Anlass dafür, mich erneut darauf hinzuweisen, dass sie zwar weiß, dass ich für die Kehrwoche seit ich hier lebe noch keinen Finger krumm gemacht habe, aber ich auch gar nichts
machen brauche, denn das mache sie gerne, sonst sei ihr so langweilig. Und mir mit meiner ganzen Radfahrerei, Wohnungseinrichterei, denn sie beobachtet das auch alles sehr genau vom Fenster, sei ja garantiert nicht langweilig. Sie sei aber auch sehr sportlich für ihr Alter. Sie habe eine Fünf-Kilo-Hantel. Trainiert jeden Tag, weil sie keine Schwabbel-Oberarme haben will wie die anderen Alten. Ich entgege “Was soll denn ich da sagen!?” und zeige ihr mein selbes Problem auf dem Zielfoto meines ersten Triathlons.
Fernseher in den Keller tragen helfe, so sie. Aber wie soll ich einen Fernseher in der Keller tragen, ohne Fernseher. (Übergang zu Boris oben geschafft.. is aber unnötig jetzt) Im übrigen habe ich auch nicht das Bedürfnis, meinen alten 30kg Monitor selbständig in den Keller zu tragen. Mein Kreuz. Vielleicht macht die Ü72 das ja auch? Muss se mal fragen. Wozu hat man Nachbarn!? Die Alten sind einfach noch härter im nehmen. Die machen keine Radrennen und Triathlons und so’n Kram. Die tragen Fernseher in ihre Keller! Oder schnappen meinen Parkplatz. Deutschland – deine Jugend!

* (Name aus Gründen der abs. Anonymität v.d. Red. geändert)

muss doch javaentwicklerin bleiben…

company talk

So einen Tag vor meinem Wechsel in die Welt einer 70er-Jahre-Sprache:
Heute beglückte mich eine schwedische Exception 🙂 Schöne neue Welt internationalisierter Entwicklungsumgebungen … hach! 🙂

javax.xml.transform.TransformerException: Okänt fel i XPath.
at com.sun.org.apache.xpath.internal.XPath.execute(XPath.java:296)
at com.sun.org.apache.xpath.internal.jaxp.XPathImpl.eval(XPathImpl.java:213)
at com.sun.org.apache.xpath.internal.jaxp.XPathImpl.evaluate(XPathImpl.java:275)

Hornisgrinde

Velo

Fahrradparadies Hornisgrinde. Sogar an Verpflegungseinrichtungen an der Strecke wurde gedacht:

Flaschenhalter am Wegrand 🙂 Dieser Titel bezieht sich selbstverständlich nur auf das Bild “links”. Denn die letzte, und somit auch die Flasche, stand ja hinter der Knipse.
der Castelli-Arsch doofe frisur
Auch Knackärsche waren auf dem Weg nach oben unterwegs … und Leutz die ihre Frisur mal wieder total blöd finden.
Da haben sich meine lieben Schätzelchens mal wieder eine sehr schöne Tour ausgedacht! 🙂


Gibt es romantischere Stellen als den Parkplatz vor Lidl?
p.s.: @goldige: da sieht man ja gar nix. den balken kann ich wech lassen, oder?

Bin ich süß?

leibesertüchtigung

Das war nun heute also mein erster Triathlon. Nette Sache an und für sich. Bisschen 500m plantschen, 21km radeln und dann noch 5km spazieren gehen, danach gediegen Kaffee & Kuchen. Heute mal nicht nur Rentnersuppe in den Bad Emser Thermen, sondern Ganzkörperkondometragende in der Lahn, die hinterher halbnackt im Regen einen Buckel hochfahren (oder auch mal schieben), das ganze wieder runterschlittern, um danach sich laufend mit annahenden Wadenkrämpfen Cola ins Gesicht und übers schnieke Triathlonanzügchen kippen (also ich jedenfalls).

Das hat bei mir auch alles prima geklappt. Brav hinten eingereiht, dann erst mal ans rechte Ufer geschwommen, damit der Rückweg ans linke Ufer nicht zu kurz ist, zuletzt nur noch Brustbeinschlägen ausweichend mit übelstem Kraulstil (komisch, warum die Brustschwimmer schneller sind) an Land geplätschert, überkompliziert aus der Schale geworfen, Laufschuhe nochmal zugedeckt, könnten ja nass werden. Wie im Triathlonwechselzonenkurs gelernt meine schlammigen Füßchen erstmal mit meiner Wasserflasche von möglichen Sandkörnchen befreit. Versucht mit einem nassen zugeschlammten Handtuch meine Füsse abzutrocknen. Ging irgendwie nicht. Also mit nassen Füßen in trockene Socken rein. Ging auch nicht wirklich. Dasselbe Problem mit meinen Radhandschuhen. Warum zieh ich die überhaupt an? Gibts hier irgendwo einen Spiegel? Meine Frisur…

Radelnd am Berg ein Dutzend Wechselzonenprofis überholt, vor der Laufwechselzone nochmal so richtig Gas gegeben, damit das Laufen danach auch eine schöne Qual wird. Auf dem Weg in die Laufwechselzone gedacht, dass in Stöckelschuhen noch einfacher wäre zu laufen, als in meinen Klapper-Radschuhen. Fast übers eigene Rad gestolpert, mich geärgert dass des Nachbarn Rad auf meinen heiligen Wechselzonenplatz gefallen ist und erst mal nächstgelegensten Baum zum Anlehnen meines Heiligtums genommen. Mit nassen, durchgespülten Socken gings dann aber leichter in die Laufschuhe. Die Cola war gut aber kam mir zur Hälfte wieder hoch und landete auf meinem schnieken ich-bin-wichtig-Triathlon-Einteiler. Schnelle Jungs ziehen übereilig an mir vorbei und gehen nach einem Kilometer. Da wurde mein Zustand endlich stabiler. Ein Mann in Marathonläuferstatur zieht an mir vorbei, kurze Zeit später zwei ältere Herren, die mir aber Mut zureden, der sei sowieso viel zu schnell. Nach dem dritten Kilometer halten mir Frauen vom Org-Team Haargummis. Fasse nach meiner zerzausten is-nix-mehr-Frisur, aber bekomme die Dinger aufn Arm. Zwecks der Rundenzählung. Den letzten Kilometer hüpft eine fesche Schwedin hinter und neben mir her, als hätte sie gerade mit einer Leichtigkeit unsere gemeinsame Kaffeefahrt gewonnen. Ruft “nur noch ein Kilometer”, während ich denke, “geht nich schneller, und hoffentlich seh ich auf’m Zielfoto nicht ganz so fett aus”.
Nun hat die Gute ( 01:13:49h ) höflichst eine halbe Ewigkeit auf die dritte von hinten wie von vorne gewartet (oder: 16. von 20. Klingt schlimmer;-) 01:35:31 (00:14:39-00:54:07-00:26:45)), dass wir mit unserer Blitzduscherei doch glatt die Siegerehrung verpasst haben. Als Gewinn gabs ein Handtuch. Und einen Kommentar wegen dem Duschen.
Die trockenen Erdnusskekse und die noch trockeneren Kanelbullar gingen trotzdem runter wie nix. Also mit Kaffee und so.

Der Tag konnte auch nicht besser enden, als mit drei Teenagern, die mich beim Autoausräumen fragen:
Guten Abend, geht’s Ihnen gut? Und fast ohne meine Antwort abzuwarten weiter fragen:
Bin ich süß?
Nach genauerem Betrachten des jungen Schönlings, erwidere ich ein Ja, irgendwie schon, doch. Wills der andere Schönling nun erwartungsgemäß aber auch wissen: Sagen Sie, bin ich auch süß? Darf jetzt wohl nix Falsches sagen, kommts mir. Ja, auch. Vielleicht fast noch süßer. Nun wollts das Moppelchen, Dritter im Bunde, aber auch wissen. Hätte lügen müssen. Süßer Schönling No.1 rettet mich schließlich mit einem Sie sind aber auch süß! aus dem Schlamassel. Rotwerd… mit meinem Rotwild 😉