Das Würfelspiel und die Rabattständer

Tiffy, Tülgül und Hase haben mich gestern besucht, sie haben sich spontan bei mir zum Abendessen eingeladen. Das ging sogar so weit, dass Tiffy das Bier selbst mitbrachte sowie Tülgül und Hase sogar die Absicht gehabt haben mussten, mit Blumen hier aufzutauchen, hätte der Blumenladen Samstag abend um halb acht auch noch für Frauen von Welt aufgehabt. Schlechte Ausrede eigentlich, bisschen von der offiziellen Bepflanzung um den Wasserturm hätte mir vollkommen gereicht. Das wäre eine Geste gewesen 😉

Das Essen scheint mir wieder prächtig gelungen zu sein, Tülgül musste noch fünf Zentimeter aus der Tube Harissa(1500-1900 Scoville)darunter mischen, damit es genießbar war.

Dennoch verbrachten wir noch eine herrliche Zeit miteinander, die nicht zuletzt Tülgüls konstruktivem Rahmenprogramm zu verdanken war. Zuletzt saß Tiffy in Unterhose da und weigerte sich vehement
    1) ihr Oberteil auszuziehen
oder auf die Alternativstrafen einzugehen wie
    2) Griechischer Wein singen
    3) schreien.
Dabei war sie es, die die “Falscher-Wurf -> Null-Punkte-Regel” von Tülgüls tollem Würfelspiel als zu langweilig erachtete und die Zusatzstrafe “was ausziehen” einführte. Selig jene die genügend sog. Accessoires an sich trugen. Im Verlauf des Spiels brachte ich ein vorher ungeahntes Verständnis für Frauen mit aufgeklebten Fingernägeln auf. Auch Hase wirkte wesentlich entspannter, als sie zwei Haargummis und eine Spange in ihren Haaren entdeckte.

Warum der Abend so enden musste, dass wir unsere FKK-Camping-erfahrene Tiffy fast nicht wieder erkannten? Ich weiß es nicht. An interessanten Alternativgesprächshemen, die vielleicht auch das Würfelspiel überflüssig gemacht hätten, mangelte es jedenfalls nicht.

So fragten wir uns, ob Tülgüls durchgängies gstar-Outfit etwa von einem Rabattständer stammte, dessen Existenz obligatorisch auf Tülgüls Einkaufsbummeln zu sein schien, wo hierzulande das “eine Tüte Obst um 50 Cent mit demonstrativem Look, for these fruits here I paid 4 Lira and now you want 5 Lira from me!? herunterhandeln” unüblich ist. Waren die Accessoires die Tülgül an diesem Abend nach und nach ablegte, etwa auch voneinem Rabattständer?

Mir hingegen wurde unterstellt, während des Würfelspielverlaufs heimlich im Bad ein Unterhemd angezogen zu haben, dabei hing dort nur eine Schwimmütze rum. Schwimmütze ??? Das heißt Badekappe klärt mich (stets bemüht ihr schwäbisch zur Laufzeit auf hochdeutsch zu übersetzen: Badkapp Schwimmütze) die aus dialektfreiem Sachsen-Anhalt stammende Tiffy auf.

Tiffy hätte sich mal heimlich im Bad die sogenannte Badekappe samt Schwimmbrille aufsetzen sollen! Das hätten wir anderen am Würfelspiel Beteiligten garantiert nicht bemerkt und sie wäre damit ihrem auf totales Unverständnis stoßendem Drama mit dem Ausziehen ihres letzten Oberteils entkommen.

Tiffy sang zum Abschluss Mein kleiner grüner Kaktus steht draußen am Balkon Hollari Hollari Hollaro und ging dann heim, während wir anderen dann noch bisschen …ähem… kuckten. Sagte nicht letztens Frau Jahnke (die mit dem G-Punkt Autogramm auf Trudes damaligem Gips) in der Feuerwache: “Frau Kebekus kuckt Pornos zur Entspannung, ich um mich zu erinnern.”

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One thought on “Das Würfelspiel und die Rabattständer”

  1. Früher reichte eine in Drehung gebrachte Flasche oder es wurde gezupft(Zählen und bei einer 7 in der oder durch 7 teilbare Zahl heisst es “zupf” und es wird in dann in anderer Richtung weitergezählt)Wer dann bei Fehlern Schnaps trinken muss, kann frühzeitig ausscheiden *grins*

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