Urlaubs-Log

Irgendwann müssen diese hartnäckigen Schwedenurlauber, denen die allgegenwärtigen Vorurteile “In Schweden regnet’s immer” bisher nie was anhaben konnten, auch mal Pech haben.

Dieses Mal war der Urlaub rein wettermäßig ein Satz mit x. Das erste Mal.Bei anfangs freundlichem Sonnenschein nahm uns unser Gastgeber mit in den dunklen Wald bei Uppsala. Zu einem kleinen Fest seines Folkmusik/Folkdans – Vereins.

Vorstellen könnte man sich das so:
Abendsonne, Knäckebrot und saufende Schweden, die traditionelle Lieder geigen bzw. dazu um so einen ollen Baum tanzen. Das wäre zumindest ein gelungenes Vorurteil passend zu den Bratwurst-Deutschen.

Gekommen ist es anders:
Nachmittägliche Unterhaltung durch einen traditionellen Vieheintriebs-Gesangskurs. Idylle am offenen Kamin in der Hütte bei – abgesehen von Lättöl, Leichtbier – alkoholfreien Getränken und mitgebrachtem leckeren Essen. Traditionelle Musik und Tanz von stocknüchternen Schweden (Volksmusiker trinken nicht) bei an die Scheiben plätscherndem Regen. 23 Uhr, schwitzende Tänzer, sieben Grad Celcius, Regen. “Wir gehen jetzt baden. Unten am See. Da kennen die nichts. Wir in Outdoor-Multifunktionsjacke frierend mit Schnupfen und Husten danebenstehend. Cool. Sie sagen man wird gesund davon.

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