Nicht geeignet für Fussballfans

sei die Installation von Serge Le Goff im Tübinger Sudhaus. Sagt er selbst. Weil richtige Fans – die wollen keine Reizüberflutung aus deutscher Liveberichterstattung, SWR2-Opern-Singsang und französischem Radiokommentar – als Hintergrundbeschallung; und das Spiel gedreht, gespiegelt und überblendet anschauen. Die wollen keine Farben sehen, sondern Tore. So wurde unser geplanter Biergarten-Hej-Hej-Sverige-Fußballabend zur Hälfte zum Kunst-Event. Nach unbequemen Gartenstühlen in aufblasbaren Fußballsesseln. Und die Irritation über das spiegelverkehrte Bild, auf welches Tor denn nun meine Mannschaft schießen muss, hat meine Prioritäten an diesem Abend auf die Fotografie verlagert. Woraufhin das Tor von Ljungberg nur noch beiläufig im Farbenrausch erschien.
Installation Übersättigung - Serge le Goff