Heute abend unten im Flur, will mir gerade mein Rennrad auf die Schulter wuchten und nach erfolgreicher Radl-Session wieder in die Wohnung hochtragen – meint meine Nachbarin, deren Freund ich soeben den Platz hinter meinem Auto auf dem Besucherparkplatz für sein edles Motorrad angeboten hatte, Wie??? Warum trägst du denn dein Fahrrad in die Wohnung? Also, dass man ne Harley in die Küche stellt, das mag ja noch durchgehen, aber dein Fahrrad… ts.. ts.
Naja, finde das Ding, auch wenn schon sieben Jahre alt und das kleinste und billigste, dass es damals gab, nunmal schön anzusehen in der Wohnung – aber, um mich nochmal zu vergewissern, dass ich richtig gehört hab, eine Harley in der Küche, wo gibt’s denn sowas. Da ist mein neun-Kilo-Rad schon leichter in die Wohnung zu bringen. Ja ja, meinte Typ von Nachbarin, bei manchen dient das dann so als Raumteiler zwischen Küche und Esszimmer.Wow, das hat Stil, da kann man sich dann zum essen draufsetzen und so.. is escht krass, Alder…
Month: June 2005
Meine Gurke
plapperlaplappNicht dass das falsch verstanden wird – ich möchte hier kein Bild von meiner Oberweite veröffentlichen, sondern von meiner Gurke. Meiner ersten Gurke, die ich vor einer halben Stunde voller Stolz

o auf die Anzüchterfolge des Gurkenpflänzchens bei meinen Eltern
o auf meine ungewöhnlich sanfte Fahrweise beim Transport des Pflänzchens vom einen Balkon 200 Kilometer zum anderen Balkon
geernet und mit dem Gedanken “ich scheiß auf die Hollandgurken von Aldi” genüsslich verspeist habe.
Neues aus dem Mehrfamilienhaus
die lieben nachbarnDie alte Plantschkuh ist ausgezogen. Ganz spontan wohl, da kommt man nichtsahnend aus dem Urlaub zurück, hat den Restärger verdaut über die Beleidigungen, die sie uns vor dem Urlaub einfach mal so an den Kopf geworfen hat – und – jetzt ist sie weg. Einfach weg. Man hört noch von Nachbars – die ganz Coolen, die hier noch wohnen – dass auch sie grundlos mit unsittlichen Begriffen benannt wurden, Schabracke von unten musste wohl nochmal Frust abbauen an den unschuldigen Mietern über die hellhörigen Rohre und Wände in diesem Haus.
Und nun sind wir alle gespannt auf die Neuen. Ob sie vielleicht das Wachsen meiner Tomaten und Gurken auf dem Balkon stört. Vielleicht stören sie auch die Blätter, die ggf. herunterfallen könnten. Oder noch schlimmer – Gehirnerschütterung weil Tomate auf den Kopf gefallen. Aber wehe, die steigen mit der Leiter hoch und klauen mir mein Balkongemüse, das mir Papa mit Liebe angesetzt hat.
Urlaubs-Log
plapperlaplappIrgendwann müssen diese hartnäckigen Schwedenurlauber, denen die allgegenwärtigen Vorurteile “In Schweden regnet’s immer” bisher nie was anhaben konnten, auch mal Pech haben.
Dieses Mal war der Urlaub rein wettermäßig ein Satz mit x. Das erste Mal.Bei anfangs freundlichem Sonnenschein nahm uns unser Gastgeber mit in den dunklen Wald bei Uppsala. Zu einem kleinen Fest seines Folkmusik/Folkdans – Vereins.
Vorstellen könnte man sich das so:
Abendsonne, Knäckebrot und saufende Schweden, die traditionelle Lieder geigen bzw. dazu um so einen ollen Baum tanzen. Das wäre zumindest ein gelungenes Vorurteil passend zu den Bratwurst-Deutschen.
Gekommen ist es anders:
Nachmittägliche Unterhaltung durch einen traditionellen Vieheintriebs-Gesangskurs. Idylle am offenen Kamin in der Hütte bei – abgesehen von Lättöl, Leichtbier – alkoholfreien Getränken und mitgebrachtem leckeren Essen. Traditionelle Musik und Tanz von stocknüchternen Schweden (Volksmusiker trinken nicht) bei an die Scheiben plätscherndem Regen. 23 Uhr, schwitzende Tänzer, sieben Grad Celcius, Regen. “Wir gehen jetzt baden. Unten am See. Da kennen die nichts. Wir in Outdoor-Multifunktionsjacke frierend mit Schnupfen und Husten danebenstehend. Cool. Sie sagen man wird gesund davon.