Hüttenromanik auf der Greina

leibesertüchtigung, reisen, TEXT, travel

Fünf Wanderfreundinnen und ein Zahnarzt machten sich auf in die Schweiz für vier Tage entspanntes Wandern und Hüttenromantik in der Greina. Es war sehr schön!

Tag 1: Aufstieg zur Terri-Hütte. Die gute Nachricht: Suppe, Salat, Spaghetti Carbonara und Schoggi-Kokos-Kuchen zum Abendmahl. Die schlechte: Auch zu Gast: 53 Schulkinder kurz vor dem Stimmbruch.
Die Heranwachsenden bekamen keinen Kaffee Terri (mit Schnaps und Sahne) und hatten noch eine Nachtwanderung auf dem Programm. Dass man doch nix sieht war nicht sein Problem, grinste einer der Lehrer auf meine mitleidige Frage.


Tag 2: Lapplandfeeling und ein Wikinger auf der angepeilten Hütte.
Die möglichen Hüttenwirte wurden von unserer Wanderleiterin als ‘jung und lustig mit netter Frau’
oder als ‘anders’ angekündigt. Wir sollen uns überraschen lassen und uns dann selbst ein Bild davon machen.
Unser Hüttenwirtpaar war dann ‘anders’: eine zierliche, liebenswürdig aussehende Frau und ihr Beschützertyp, der alle anstehende Arbeit für sie erledigte. Ofen einheizen, Steinbock kochen, Tische abwischen. Er trug eine mit Flammen bedruckte Schlabberhose und ein Muscleshirt mit Steinbock-Druck, zur Hervorhebung der vielfältigen Tätowierungen. Auf einem Bild im Keller posierte derselbe mit einem Schwert und Schottenrock.
Auf dem Weg zu unserem Schlafgemach deutete ich unserem Zahnarzt an, dass wir als Hüttenmelodie heute abend wohl AC/DC zu hören bekommen.
Dass er schließlich im Lager des Schwarzwaldclubs Wanderglück mit adretten Damen mit rosa Kulturtäschchen und deren Herren untergebracht wurde, während wir fünf Freundinnen der Berglandschaft ein Schmuckkästchen von Matrazenlager zugewiesen bekamen, hatte mit meiner Aussage aber nichts zu tun und empfand ich als diskriminierend. Er schnarchte nicht, doch beim Betreten seines Schlafgemachs soll es angebliche mächtig gepupst und geschnarcht haben.
Zum Abendessen gab es Steinbock. Wir glaubten unserer Hüttenwirtin. Ich bereitete mich schon seelisch und moralisch auf den Verzehr meines Sternzeichens vor. Die Suppe wurde aufgetischt, die Nudeln folgten, und der Steinbock. Es sah aus wie Schweinebraten. Es schmeckte wie Schweinebraten. Unsere vegetarische Wanderleiterin behauptete, die Soße schmecke auch ziemlich nach Steinbock, sie habe sowas schon einmal probiert.
Unser Wikinger fragte, ob es schmeckt. Seine Frau grinste uns an und beantwortete unsere Frage mit ‘Habt ihr das wirklich geglaubt?’

Tag 3: Unsere Alpintour. Die mit den blau-weißen Wegmarkierungen. Es konnte nur noch besser kommen. Es regnete. Auf Punkt 10 Uhr bestellte unsere Reiseveranstalterin einen Steinbock auf den Laufsteg am Berg. Er kam. Die Jurie vom Fach bewertete ihn als schön. Er sah aus wie ich. Sternzeichen Steinbock. Ich war ständig die letzte im Auf- und Abmarsch. Eigenbrötler. Ehrgeizig. Bekam schon Panik, als ich am Gletscher meine Leihwanderstöcke nicht zusammengeschraubt bekam, während die anderen bereits ihr Grödel (in unserer Intellektuellengruppe auch Knödel genannt) anschnallten.
Den Gletscher wird es in dreißig Jahren voraussichtlich nicht mehr geben. Ich fand ihn besser als das Eissportzentrum Herzogenried in Mannheim. Und flog nach verfrühtem Abschnallen der Grödel-Knödel spontan auf die Fresse.
Für das rauhe Alpenklima wurden wir schließlich in der Hütte Medel entschädigt. Es gab wieder den von mir täglich heißersehnten -Kaffee mit viel Schnaps und Sahne, dazu frischgebackenen Apfelkuchen mit Sonnenuntergangsblick am Panoramafenster. Und man sprach schwäbisch. Den Dialekt hatte ich richtig geortet. Zukunftsregio Neckar-Alb. Ich bin ja auch weg.

Tag 4: Der Abstieg über 900 Meter – ein Eldorado für unsere Knie. Ich war letzte. Es lag nicht am Fotografieren und auch nicht am Sternzeichen. Ich versprach dem Zahnarzt den Orthopädenbesuch. Denn Tigerbalm ist ja schon bei Pferden Doping.

3 Runden

leibesertüchtigung

wasserski st.leoner see

Heute – zum Saisonabschluss – nach unendlich vielen Versuchen – ist es der Gøre doch endlich gelungen, die vom Ginndr befohlenen zwei Runden auf dem Wakeboard stehen zu bleiben, mit drei zu toppen. Den ganzen Tag werde ich lächeln. Nicht wundern. Ist deswegen. Life is doch good!

das Erfolgsboard…denn wo eins draufsteht … (mann, bin ich eingebildet…);-)

Beweg deinen Samtarsch her!

leibesertüchtigung

Im Val d’Argent kostet eine Tarte d’Oignons, ein Stück Zwiebelkuchen, sechs Euro. Eine kleine Cola dazu Zweifuffzig. Wundert uns das? Im Tal des Geldes? Nein. Wären bei zwei Personen dix-sept Euros, wie die Tussnelda von Bedienung dann in süßer Freundlichkeit von uns verlangte, nachdem sie (auf Tiffys charmanten Zuruf > siehe Titel) endlich mal wieder ihren Allerwertesten aus der dunklen Kneipe in die herrliche Abendsonne im elsässischen Weindorf zu bewegen vermochte. Irgendwie passte das gar nicht, die etwas von überschüssigem Fett schwabbelnde Frau im schwarzen Samtkostüm in die sonnige Abendstimmung im Vogesen-Dorf.
Eigentlich wollten wir Flammkuchen essen. Eigentlich hätten wir länger in Gérardmer bleiben sollen und dies zusammen mit Highdelbär und Vereinskumpanen tun sollen. Aus dem Flammkuchentraum wurde ein lieblos auf den Teller gepflantschter Zwiebelkuchen, den uns die Hündin des Hauses – groß, schwarz, nennen wir sie ‘Köte’ -wohl noch fast vom Teller gefressen hätte, wären da nicht Muttergefühle in ihr beim Anblick von Tiffys Hündin (nicht-drauftreten-sonst-tot) Jonna erwacht.
Für trinkgeldlose 17 Euro war also der Streichelzoo mit Hundehinternbeschnuppern mitinbegriffen.

Zweiter Teil. Keine Samtärsche. Polyamid-Elastan-Ärsche. Frisch eingefahren in die Vogesen. Am vergangenen Wochenende. Voilà – les héroïques du triathlon de Gérardmer:
Supporter Tiffy
Weltbester Support: Tiffy! Denn wer steht sonst nach einer durchfrorenen Nacht um 6 Uhr auf und dackelt um 7 Uhr mit mir zum Start???

Triathlon XL 1,9-93-21 km
Die Goldige | 7:03:35h
40:20-4:14:24-2:01:50
Michel | 6:27:45h
39:10-3:51:01-1:49:19
Triathlon DO 1,5-40-10,5km Triathlon Découverte 0,5-20-5,6km
</td
Highdelbär | 2:56:13h
27:21-1:37:19-47:27
et l’escargot: Schnecksche | 1:25:09h
13:14-37:46-30:04

Gérardmer 2008
www.triathlongerardmer.com

Rechenaufgabe

leibesertüchtigung

A-M, Clara und Marion machen mit beim Heidelbergman. Sie starten in einem 3-er Team und haben dafür eigene Trikots besorgt, die sie mit ihrem Teamlogo haben bedrucken lassen.
Clara hat die drei T-Shirts besorgt zu je 8,00 EUR. Marion hat die T-Shirts zur Druckerei gebracht und den Druck bezahlt. Je T-Shirt kostete ein Aufdruck 4,00 EUR.
Welchen Betrag schulden sich A-M, Clara und Marion gegenseitig, d.h. wieviel muss jede ihren Teamkolleginnen bezahlen, damit die Gesamtkosten T-Shirt und T-Shirt-Druck gleichmäßig verteilt sind?

Bonusaufgabe:
Clara hat ihren Anteil der Startgebühr, 16 EUR, noch nicht an A-M bezahlt. Zusätzlich hat Clara A-M mit dem Kauf eines Sweatshirts beauftragt, das x EUR kostet. Wer muss jetzt wem wieviel bezahlen?

Calzone

leibesertüchtigung

Mannheim Marathon, 9.5.2008. Mein lieber Freund ‘Lance’ und sein Kollege waren dabei. Ich hab wieder mal total versagt mit meiner Möchtegernfotoausrüstung. Vielleicht sollte ich mir für den nächsten Dämmermarathon doch mal einen Blitz zulegen. ‘Lance’ dachte bei Kilometer 17 schon an seine Vorhaben nach Kilometer 42 und rief: “Calzone. Vapiano. Mangiare.” Ich rief mit schlechtem pd pd pd pd… Rrrrrucola hinterher. Und mit 1/30 Belichtungszeit wird das halt dann nicht ganz so das tollste Bild… grummel…
igor Mannheim Marathon  
Dennoch: Bravo, ‘Lance’! War schön dich nochmal live in Mannheim zu erleben. Und danke für deine Nachricht auf meiner Mobilbox im Ziel!

Weltkissenschlachttag

leibesertüchtigung

Da kam mir doch online eine group-message hereingeflattert mit einer richtig coolen Ankündigung. Am Samstag haben wir wohl was verpasst – aber das lässt sich noch nachholen: Am 2.Mai 2009 ist um 15Uhr in Heidelberg auf der Neckarwiese Kissenschlacht. Und ich will hin! Wer kommt mit?


Am 4. April ist Welt-Kissenschlachten-Tag. In jeder großen Stadt findet Kissenschlacht statt.
Leider haben wir diese Tatsache verpasst und Heidelberg ist nicht in der Liste.
Aber – nichts ist verloren!
Let’s do it! Am 2. Mai, um 15 Uhr, auf der Neckarwiese – eine grandiose Kissenschlacht!
Das ist kein Flash-Mob für ein paar Minuten, es wird einfach nur eine Kissenschlacht zum Spaßhaben.
Die Regeln sind (ohne geht es leider nicht):
– je mehr Leute davon wissen, desto besser
– ein weiches (Feder- für mehr Spaß) Kissen mitbringen
– leicht schlagen, da mehrere Leute auf einmal miteinander kämpfen
– niemanden schlagen, der ohne Kissen oder mit Kamera ist
– Brille abnehmen
– es ist kostenlos und für alle – Kinder, Studenten, Schüler, Erwachsene
– für den Begin den Signal – 2x Pfiff, genau um 15 Uhr, abwarten.
Wir brauchen keine Erlaubnis von der Stadt, es muss spontan und leicht aussehen, und die Medien benachrichtigen werden wir auch nicht (eventuell doch, aber nur an dem Tag).
Kissenschlacht in Heidelberg in Twitter
Welt-Kissenschlacht-Tag-Webseite: http://www.pillowfightday.com

+ Soft pillows only!
+ Swing lightly, many people will be swinging at once.
+ Do not swing at people without pillows or with cameras.
+ Remove glasses beforehand!
+ The event is free and appropriate for all ages.
+ Wait until the signal to begin.
+ This event is more fun with feathers

Richtig rotzen

leibesertüchtigung

Heute war Leibesertüchtigungstag. Mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder zurück.
Die länger als drei Stunden und eine ständig laufende Nase haben mir nicht gereicht, um richtig rotzen zu lernen. Dabei wollte ich das. Richtig, anständig, umweltfreundlich, papiertaschentüchersparend r-o-t-z-e-n. Meine Papiertaschentücher waren nicht greifbar irgendwo in meiner Radhose verschwunden und absteigen wollte ich nicht. Männer können sowas. Meine Fahrradkumpels rotzen. Je nach Windlage hab ich davon zwar schon mal was ins Gesicht bekommen vom letztjährigen Sieger des Rund-um-den-Wasserturm Rennens (Sollte ich darauf stolz sein?), aber ansonsten erscheint mir das eine saubere Sache, überschüssigen Schleim, der sich bei ausdauersportlicher Belastung aufstaut, loszuwerden. Wenn man das kann. Vorausgesetzt. Nicht nur Radfahrer rotzen. Auch laufende Chefs können das. Hab ich letzten Mittwoch bei unserer Mittagspausenrunde festgestellt. Das war total elegant und sauber.

Als wir letztes Jahr mal auf dem Radweg weggeschmissene Tempotaschentücher sahen, bemerkte mein Begleiter, dass hier vor uns eine Frau gefahren sein muss. Nur die putzen sich bei Radfahren die Nase mit Papiertaschentücher.
Das mit dem Rausrotzen sei auch ganz einfach, erklärte er. Genügend Rotz ansammeln, ein Nasenloch zuhalten, und mit viel Druck, möglichst nicht nach vorne, rauspusten.

Letzten Samstag hatte ich beim Joggen Schleim im Hals. Ich wollte mal einfach anfangen. Und spucken. Kann ich mehr Druck aufbauen. Dachte ich. Es kam eine Windböe. Ich weiß nicht, wo das hin ist, jedenfalls nicht ins Gras nebenan.

Wie gut das heute mit dem rotzen geklappt hat, will ich hier nicht weiter ausführen. Ich bleibe wohl bei den Papiertaschentüchern. Fahrradhandschuhen. Radhosen.

Herz-Schmerz-Blog

leibesertüchtigung

Liebe Freunde und Erduldenden Greenyoghurts tragisch-komischer Herzschmerzgeschichtchen: ich habe nichts.

Allerhöchstens einen psychotherapeutisch anzugehenden Knall, obwohl das mein Herr Allgemeinmediziner mit den tollen Himalaya-Bildern von sich selbst an der Eiswand hängend im Behandlungszimmer, den ich auch gerne Dr.Fuentes aufgrund seiner bereits im Wartezimmer veranschlagten Angebote zur Eigenbluttherapie und Aufbauspritzen (auch für Sportler!) nenne, vielleicht nicht so krass auszudrücken vermochte, als ich soeben zur Anhörung meiner Blut- und Belastungs-EKG-Werte geladen war.

Besser ginge es eigentlich nicht. Was ich da in Hals- oder Bronchien verspüre ist keine entzündliche Geschichte, und meine sich immer mal wieder anders anfühlenden Herzschmerzen mit panischen Schweißausbrüchen sind EKG-technisch überhaupt nicht zu erklären, außer dass meine Grundlagenausdauer nach monatelangem ich-hab-ja-so-Angst-es-geht-aufs-Herz Nichtstun so oder so da sei, aber ich mich vielleicht mal ohne irgendeinen Leistungsdruck aus Spass sportlich betätigen soll. Die Trixi Breitbein mit ihren 19 Minuten beim Königstuhlrekord krieg ich eh nie, auch wenn ich jetzt noch 8 Kilo abmagere, meine Brötchen verdiene ich anders und der Gigathlon ist in bequemer Teambesetzung sowieso eine nicht weiter ernstzunehmende Trimm-Dich-Veranstaltung 😉

Alla guut – trinke mr oina, die Reste Princess-Torte gehen bei den ach so tollen Blutwerten nach dem Motto supersize me immer noch rein (ist doch egal, wenn meine während der vergangenen zwei Jahren passgenau gekauften Jeans gerade alles andere als über meine Hüften gehen….:-(, die z.T. Ausschlag verursachenden Nahrungsergänzungsmittel können mir nun doch gestohlen bleiben und die Sporttasche für mein morgendliches Gymnastik- oder Schwimmprogramm ist schon im Auto 🙂

Kleine Erfrischung gefällig?

leibesertüchtigung

Winterzeit – Schwimmtrainingszeit. Was ein Triathlet werden will tummelt sich Winterabende lang in den heimischen Hallenbädern, bucht scheißteure Privatstunden bei War-mal-in-Haiwaiis und beherrscht danach trotzdem nur das wilde Arme-Rumfuchteln mit Brustbeinschlag.
So rein zur Motivation hat mir eine Kollegin noch ein Filmchen geschickt mit dem warnenden Hinweis, dass ich Herzmuskelentzündungshypochonder das da aber bitteschön mal nicht nachmache.

Zur weiteren Motivation: Lektion 1 meines bald anzugehen geplanten Schwimmseminars:
der Schwimmstart.