Tag vor der Koloskopie

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Gedanken…
* Essen ist was Tolles
* Mir ist kalt
* HUNGER!
* Soso, und du warst heute morgen also fett brunchen. Schön.(…Anruf von koloskopisch bereits erfahrener Schwester…)
* Ach, mit Quark meinst du die Software. Dachte schon… (wieder ans Essen)
* Hätt’ jetzt Lust auf Chips
* Achso, das geht dann also erst gegen abend alles richtig ab
* Das wird ne Scheiß-Nacht

Gaumenfreuden heute:
* 3 Liter trinkfertiges Abführmittel. Geschmacksrichtung Orange-Passionsfrucht.
* 1 Liter trinkfertiges Abführmittel. Geschmacksrichtung Orange-Passionsfrucht mit Apfelsaft gemischt. Irgendwie besser.
* Espresso mit Honig
* Chaitee ohne Milch

Tanten-Alarm

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Es ist verblüffend, wie ein dreizehn Monate alter Spross die Aufmerksamkeit sämtlicher Heidelberg-Touristen auf sich ziehen kann. Tanten-Alarm, so nannte die Frau Mama dieses Phänomen.
Den Erzählungen meiner Familie über mein Verhalten zufolge, hätte ich mir das garantiert nicht gefallen lassen, was der kleine Leo strahlend über sich ergehen ließ. Zurückgespuckt hätte ich, jawohl! Geschrien, dass denn Omis und Opis das Trommelfell platzt und der Laden mit den riesigen Mobiltelefonen im Schaufenster, Senio – Fachhandel für Senioren – richtig gut Geschäft mit Hörgeräten gemacht hätte.
Begrabscht haben sie ihn. Junggemüse fühlt sich halt besser an. Ohne die Mama vorher zu fragen. Hach, ist der süüüüß. Wie heißt er, Theo? Hahaha… Witzig.

Open Source auf dem iPod

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Langsam war mir das doch zu dumm mit dieser iTunes-Abhängigkeit. Traurig genug, dass man Musik- und Videodateien nur über iTunes auf den iPod bekommt und diese nie wieder mit demselben Tool in logischer Verzeichnis- und Dateistruktur wieder runter.

Anapod erwarb ich als hoffnungsvolle Software zur schnellen Rettung meiner nicht anderweitig, strukturiert gesicherten MP3 Dateien auf dem iPod. Anapod tat, was es versprach, doch der Explorer stürzte dabei mehrmals ab, und mein iPod spielte ab sofort nur noch 30-60Sekunden aller meiner Musikstücke, die nicht gerade im iTunes Store als .m4p oder .m4a erworben wurden. iPod zerschießen kann ich eigentlich auch alleine. Ohne dafür 20 Dollar zu bezahlen. Vom iPod-mach-mich-platt-Knopf
in iTunes eh nicht mehr verschont, hab ich nun also doch Open-Source in meinen iPod-Bootloader gepatched – ROCKBOX – habe bequem einen Ordner ‘Mucke’ im Dateisystem angelegt, meine bisher mit iTunes nicht abspielbaren .ogg Dateien rübergezogen und kann endlich wieder Musik in voller Länge hören.
rockbox

Achtziger

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Das waren noch Zeiten. Ganz coole Musikvideos wurden da gemacht. Die Menschen hatten die wildesten Frisuren und ich sah auf den alten Fotos so gesehen gar nicht so schlimm aus, wie ich das jetzt, zwei Jahrzehnte später, empfinde.
Man sehe sich beispielsweise Eva Dahlgren’s Jag klär av mig naken Videoclip an, just bei YouTube entdeckt. Wie der Typ im kackbraunen Anzug, luftgitarrespielend rumhampelt, sie ung och stolt vom nackt ausziehen singt und sich dabei nur ihrer widerlichen Schuhe entledigt. Das waren die Achtziger. In Schweden. Als Abba-Mode wieder out war und Benny und Björn sich anderweitig orientierten. Klinga mina klockar.
Neunziger Jahre… Bättre, Eva, mycket bättre!

Salzgrotte

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Gestern mal Wellnessprogramm. Totes-Meer-Salzgrotte. Habe gelesen, dass man sich da in Bad Schönborn so wo reinsetzen kann und sich danach fühlt wie nach drei Tagen an der See. Ich fühlte mich jünger. Kurzzeitig. Irgendwie auch komisch, wenn man in albernen, über die Schuhe gestülpten blauen Müllsäcken, mit zehn Rentnern in einem mit Salz vollgestreuten, aus salzigen Wänden und Styropor-Stalaktiten bestehenden Raum in Liegestühlen liegt, sich versucht auf den Salzgehalt der Luft zu konzentrieren und die ganzheitliche Entspannung zu spüren, dabei aber rechts von mir ein Walross schnauft, zu meiner Linken eine alte Dame ihren Hustenreiz versucht unter Kontrolle zu bekommen und gegen Ende der 45-minütigen Veranstaltung ein Schnarchen aus der gegenüberliegenden Liegestühlen erschallt. Aber doch. Es war gut. Und wirklich billiger als drei Tage an der See.

Gino, Frau Koch und meine rabiate Frisur

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Gino hat meine Haarpracht heute wieder für schlappe 100EUR rausgeschneckt.So ist das, wenn man einmal von Friseur Klier zugerichtet wurde und dann zum kompetenteren Friseurgeschäft wechselt…

Heute treffe ich Frau Koch zum ersten Mal nicht nur beim Terminholen, sondern auch zur gleichzeitigen Haarbehandlung bei Gino. Was ein Zufall! Frau Koch hat letztes Jahr geheiratet. Seither heißt sie erst Koch. Treffender Name, denn Frau Koch gibt mir in der Kantine das Essen aus oder begrüßt mich immer freudestrahlend mit lobenden Sprüchen zu meiner zerzausten Frisur oder unserem gemeinsamen Friseurgeschäft, während sie einen Wagen mit Kaffeegeschirr rabiat durch die Büroflure schiebt.

Frau Koch ist eine sehr fröhliche Person mit immer demselben Gesprächsstoff. Manche mag das zwar nerven, aber man hat ja sonst so wenig zu lachen, also warum nicht wenigstens einmal am Tag lachen mit Frau Koch!?

Bei unseren Begegnungen erfahre ich seit ca. 2 Jahren, dass sie schon lange (bei ihr ist lange vier Wochen, bei mir 12…) nicht mehr bei Gino war, bald wieder zu Gino geht, oder dass Gino an ihrem Hochzeitstag keine Zeit hatte und deshalb Tiziana ihre Hochzeitsfrisur gemacht habe.

Heute aber hatte Gino Zeit. Für uns beide. Und Frau Koch hat sich nur zum 60.Geburtstag ihres Vaters die Haare hinfönen lassen. Eigentlich, so Gino, war sie ja schon letzte Woche zum Pony-Schneiden bei ihm. Heute kam sie mehr oder weniger nur, um sich eine Angela-Merkel-Fönfrisur machen zu lassen. Als die Fortsetzung meiner Frisur anstand, verabschiedete sich Frau Koch mit dem Befehl an Gino, mir eine rabiate Frisur zu schneiden. Dafür hatte Gino Zeit.
Nur fürs Übersetzen des italienischen Teils des Gigathlon-Lieds hatte Gino dann doch keine Zeit mehr. Der Mistkerl;-) Ich könne wann anders kommen, wenn er mehr Zeit hat. Warum bin ich jetzt eigentlich zum Friseur? Wer der wenigen Leser, die hier vermutlich nur per Suchmaschine mit Suchbegriffen wie ‘Sag deinen Brüsten’ oder ‘Nachbars Schlafzimmer’landen, kann mir das übersetzen und mir die Arbeit einer Internet-Recherche samt meiner über eine Pizzabäcker-Speisekarte nicht hinausragenden Italienischkenntnissen ersparen?

sembra tutto cosi facile
inesauribile
invece nel giro di un attimo
svanisce la mia energia
il mio corpo è in declino
al di fuori di ogni intensità
chiudo gli occhi per recuperare
il sogno mio
e ricominciare a vivere

Gestern beim Mannheimer Hafen-Pop

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Matteo war auch da. Matteo ist der erste lesbische Italiener, den wir je getroffen haben. Ich habe mir richtig Mühe gegeben mit meinem Italienisch. Spaghetti Pomodoro, Pizza Prosciutto. Come stai? Sta bene. Come ti chiamo wollte er wissen. Mi chiamo Marion und sowas. Matteo sagte, er habe deutsch studiert in Mailand. Er konnte zu gut deutsch für vier Jahre Studium. Und war schon mal in Ulm nach einer Polizeikontrolle auf dem Revier, weil er der Polizei einen Witz mit dem Arschloch und der Schlange erzählt hat. In Sizilien würde er auch so mit der Polizei reden und die seien nicht so empfindlich. Mafia und so. Matteo kann auch kochen, ich habe geklagt, dass bisher kein italienisches Restaurant Spaghetti Aglio Oglio Peperoncino besser gemacht als ich selbst mit dem Wundergewürz von Edeka. Er könne kochen, ich soll ihm italienisch kochen, er kocht mir deutsch. Schnitzel. Schnitzel kocht er für mich. Prima.
Aber eigentlich gab es Interessanteres als Matteo beim Hafen-Pop. 2raumwohnung. Umwerfend!

Hätte ich schon Alkohol getrunken wäre ich gerne mit den anderen Mädels auf der Bühne getanzt. Hätte ich noch mehr Alkohol getrunken wäre sicherlich auch die ‘Miss Freie Liebe’ Aktion interessant gewesen. Miss Freie Liebe war dann Marina. Marina durfte zwei Minuten lang hemmungslos mit dem Schlagzeuger knutschen. Während dieser noch nebenher trommelte. Wie romantisch. Vor 30000 Leuten. Ja. So war das. Gestern.

Sprechende T-Shirts

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Seine Meinung über ein T-Shirt kundzutun mag zwar verpönt sein, aber irgendwie sieht man da ab und zu ganz originelle Schöpfungen.
Das Gegenstück zu dem eher für TrägerInnen geeignetem Shirt mit dem Aufdruck “Ich habe auch Augen”
gesehen an einem Typen:
“Sag deinen Brüsten, sie sollen aufhören meine Augen anzustarren.”

Heiße Ticker und rosa Hemden

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Aufklärungsrunde für compañero de trabajo, welcher dachte, dass ich blocke (den G8 Gipfel beispielsweise). Dabei blogge ich. Das ist ja prinzipiell erst einmal harmlos. Der andere aufklärende Kollege erklärt Weblogs, RSS Feeds und Reader, und schließlich, dass er gewisse News-Seiten regelmäßig besucht. Darunter den Heise Ticker. compañero de trabajo wird hellhörig… heiße Ticker… o là là! Das traut der sich zuzugeben… daraufhin muss man natürlich mit anderen Themen kompensieren. Männer in rosa Hemden beispielsweise. Und welche Männer sowas anziehen und welche nicht. Richtige ziehen sowas angeblich also nicht an. Sagen sie. Die Männer. Ich wünsche mir mehr Männer in rosa Hemden. Jawohl!

Geld zurück Aktion

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Ich bin ja dauernd erkältet… *grummel*. Und natürlich habe ich im März bei der Danone Actimel Wetterfest Aktion mitgemacht. Bin Schwabe. Da stand, gibt Geld zurück wenn nicht zufrieden. 16 Fläschchen Actimel gekauft. Jeden Tag eins getrunken. Und dennoch nicht fit geworden. Außerdem war das Zeug zu süß. Und zwei Wochen später war ich wieder erkältet 😦 Dann war ich ne Weile gesund. Und habe meine 16 Fläschchen ersetzt bekommen.

Und jetzt bin ich wieder erkältet. Und trink das Zeug vom Aldi;-) Weil ich unbelehrbar bin. Und trotz süßem Danone-Gesöff an Darmbakterien glaube… oder so…

Der Hirte schnitzelt sich eine Flöte

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… damit ging einer der zahlreichen Lacher durchs Publikum… heute abend bei Etta Scollo im Kulturfenster Heidelberg. schnitzelt.. wie süß… Naja, Etta Scollo ist ja auch irgendwie – süß.

etta scollo

Leider vermögen meine Bilder nicht diese unglaubliche Atmosphäre widerzugeben, die dort herrschte.
So war ich also mit den Sprachkenntnissen der Speisekarte einer Pizzeria in einem italienischen Konzert. Insalata verde, bruschetta, frutti di mare.
War auch gar nicht schlimm, die Stimme, die Ausstrahlung, die Musik reichte… wow!

etta scollo

Und sie kommt wieder! im August 🙂

Das Pflänzchen

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Andere machen Kinder… ich Pflanzen. Mein erstes Erfolgserlebnis:

Chilli-Pflanze

Und dieses Pflänzchen ist nicht, was ihr denkt – um das mal klarzustellen. Ich rauche nicht. Ich liege nur gerne im Gras. Die Polizei wird nicht hier aufkreuzen. Es sei denn, sie hätten mich heute erkannt… wie ich ganz verträumt über eine nichtssagende rote Ampel gefahren bin. Die Vollbremsung beim Überqueren war zwecklos, nur zur Gewissensberuhigung… ich wollte ja anhalten, aber die Bremse war zu langsam. Da war ja auch nichts, weswegen man hätte halten sollen. Keine Kreuzung, keine Fußgänger. Nichts. Nur, an der nächsten Ampel, dieses Polizeiauto drei Fahrzeuge hinter mir im Rückspiegel…
Was sage ich? Aprilscherz? Nicht mein Auto, sorry. Führerschein und Perso – naja, die sind in der anderen Tasche und die ist daheim, reicht Ihnen auch mein Stadtbüchereiausweis? Ich habe heute nur Caro getrunken und mein Chilli-Pflänzchen gegossen… Ampel endlich grün. Weitere Ampel gerade noch bei gelb überquert. Und – haha – Polizei abgehängt. Kleines Täuschungsmanöver über Nebenstraßen … man weiß ja nie…