Auftakeln

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Unter Auftakeln versteht man das Anbringen des Riggs 
(Mast, Spieren, stehendes und laufendes Gut)

Auftakeln ist mir aus meiner wasserfreien schwäbischen Kindheit bekannt durch die Beurteilung meiner Mutter anderer weiblicher Personen, z.B. “was isch des denn da für a uffdackelte Kuh?!” Direkt ins Hochdeutsche habe ich diesen Begriff immer mit ‘Aufgedackelt‘ übersetzt und damit eher ein derbes schwäbisches Schimpfwort, den ‘Dackel‘ assoziiert, wobei mir aber die Parallele zu der Hunderasse (die beurteilten Personen waren ihrer Ansicht nach fein gemacht, geschminkt, zeitgemäße Haarstyling) nie ganz verständlich war. Jahre später habe ich dieses Wort aus Belehrung eines besseren (rausgeschneckt) nicht mehr in den Mund genommen. Heute wird mir plötzlich alles klar.

Dies war der erste Beitrag aus der Reihe: Schwäbin lernt deutsch.

die freche geschickte Kurzhaarfrisur und die Farbigkeit der Kleidung

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Was “unsere Mutti” als weibliche Frauenbeauftragte zu meinem neuen Outfit zu sagen hat …

die Welt auf schwäbisch – Folge 5.
“ich sprech heute mal als weibliche Frauenbeauftragte (…) und vor allem sprech ich zu meinen weiblichen Frauengenossinnen, weil mir langsam uffstößt, mit was für grausige Farba sich die Fraua hier im Verein langsam oziehet…”

Günther, dr Feger von Ditzinga

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Passend zu meinem spontanen Witzeinfall heute nach Aufforderung unseres Projektleiters einen zu erzählen, beim Warten auf das System:

Kommt eine schwangere Frau zum Bäcker und sagt ‘ich krieg a Brot’. Sagt der Bäcker: ‘Sacha gibts!’

worüber ich nur die Kollegen mit Schwabenherz zum Lachen brachte, nun passend eine Talkrunde zum Thema – von meinem Lieblingsunterhalter dodokay bei YouTube: Könnet Schwaba au mal lacha oder bloß langweilig Häusle baua?

Christvesper Dußlingen 2003

die lieben nachbarn, plapperlaplapp, TEXT

Eindrücke …
Allgemeines “Wer-kennt-wen”-Spiel wie jedes Jahr, den suchenden Blicken (inkl. der meinen) nach zu urteilen. (“Wer send Sie denn, i kenn Sie doch” – Ich bin die Marion und habe bei Ihnen vor einigen Jahren mal Briefe ausgetragen)
Ein Mann drei Reihen vor mir steht auf, geht zu einem Bekannten, der eine Reihe vor mir sitzt und teilt ihm mit “Bloß dass du’s woisch, der Boom isch zahlt”.(=Damit du es weißt, der Baum ist bezahlt.(Also keine Sorgen an Weihnachten, der Christbaum wurde rechtsmäßig erworben;-).
Der verfeindete Nachbar meiner Eltern setzt sich in die selbe Reihe wie ich, allerdings mit fünf Metern Abstand.
Und das Durchschnittsalter des Sängerkranzes wird auch immer höher. Ich warte ja noch auf den Heilig Abend, an dem der Sängerkranz nicht mit von der Partie ist…aber das wäre wohl die Katastrophe schlechthin.