Your connecting flights will all be reached…

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Warum bieten Airlines Flüge mit einer Umsteigezeit von 30 Minuten an, wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass man den Anschlussflug überhaupt erreicht? So geschehen heute. Flug von Bukarest (EU, Nicht-Schengen) über Wien (Schengen) nach Frankfurt. Gebucht habe ich diese Verbindung vor einem Monat, Flex-Tarif, 596 Euro. Direktflug ab Frankfurt, Rückflug über Wien. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt dass man dafür locker nach New York kommt. Es war die günstigste und schnellste Verbindung, die ich zu diesem Zeitpunkt buchen konnte. Billiger nur Alternativen mit Umsteigen (und Übernachten) in Paris oder Amsterdam. Und dadurch dann auch nicht billiger.

Bekommt man eine solche Verbindung angeboten, kann doch davon ausgegangen werden, dass die Fluggesellschaften schon anstreben, dass Passagiere die gebuchten Anschlussflüge erreichen. Dachte ich.

Der Flug aus Bucharest landete pünktlich um 8:40 auf einer Außenposition in Wien. Um 8:40 war Boarding in Wien für meinen Anschlussflug nach Frankfurt. In meiner Naivität erwartete ich einen Spezialbus, der mich direkt zum Anschlussfluges bringt. Wie man das manchmal in Frankfurt sieht. Nur, Rumänien war da 1985 nicht dabei, als ein paar Europapolitiker in dem luxemburgischen Städtchen Schengen einen (finde ich) Super-Deal landeten, der 1995 effektiv umgesetzt wurde. Wenn man nur im Schengen-Raum unterwegs ist, vergisst man das zu schätzen und spürt den großartigen Vorteil dieses Abkommens erst, wenn man beim Umsteigen durch Pass- und Sicherheitskontrollen muss und daraufhin seinen Flug verpasst.

Die Reise von Bucharest nach Mannheim von Tür zu Tür dauerte heute neun Stunden. Sehr interessant auch, wenn man in der Priority Boarding Schlange, vermutlich wegen meines Hippie-Outfits, von eleganter gekleideter Dame mit exponierten, hässlichen Beinen darauf angesprochen wird, was man denn in dieser Schlange zu suchen habe, ob man denn (so wie Sie aussehen) Business Class reise … Schade, dass die Gute dann noch 70 Minuten in ihrer Business Class auf das Abheben des Fliegers warten musste. Da wäre sie bestimmt lieber länger in der Lounge geblieben. Leider gab es da heute morgen nur Rührei, keine Rinderbouillon, keine Sachertorte.

Die erste sprachlich unvorbereitete Reise meines Lebens. Nach Budapest, Ungarn. Für eine Kundenschulung mit englischem Unterrichtsmaterial, die ich auf deutsch zu halten beauftragt wurde. Für Ungarn, die meine Muttersprache besser beherrschen als ich meine erstgelernte Fremdsprache englisch. Ich schäme mich in Grund und Boden dafür, dass ich weder ein “Guten Tag” noch “Danke” oder – wie ich das mal für Tschechien mittels kostenloser Hörbeispiele von Pimsleur gelernt habe – “prominte- nä rosumin česky, rosumite anglitzky” hervorbringe. Respektlos – soviel Zeit hätte sein sollen. Nachdem die Dame an der Supermarktkasse erst freundlich mein Lächeln erwidert, dann die Sicherheitsschranke bei meinem Trolley ein Piepen auslöst und mich schließlich eine englischsprechende Kundin hinter mir aus dem Schlamassel rettet, winkt mich die Busfahrerin zum kostenlosen Mitfahren durch, bevor ich eine Fahrt die vielleicht 300 Forint kostet mit einem 10000 Ft Schein bezahle. Davon abgesehen wusste ich bis heute morgen nicht, dass in Ungarn der Euro noch nicht eingeführt wurde (Umrechnungskurs um die 300). In der internationalen Hotelbar erwarte ich aus dem spanischen abgeleitet etwas mit Rindfleisch unter einem “Burrito Carnitas” und erhalte wider der Erwartung einen ‘veganischen’ (wie meine argentinische Freundin immer belächelt) Burrito. In Carnitas steckt doch Fleisch drin! Ich verstehe die Sprachenlogik nicht mehr. Z’ai jian! 再见

Sprachlich hilflos

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Herr Olof, Flippi, Jeanette-Claudette und Rudi Carell

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Was diese vier benamten gemeinsam und Grund haben, in meinem Blog erwähnt zu werden? Das sind meine “Anteile”. Anteile meiner Persönlichkeit. Hat mein Coach heute aus mir herausgekitzelt in einer Art Rollenspiel, um mir mein Verhalten bei der Priorisierung meiner Aufgaben zu verdeutlichen. Oder so. Ich mach nämlich manche Sachen lieber als andere. Und vergesse dabei auch mal was und werde wieder daran erinnert. Dann eskaliert alles und ich hab Stress.

Seit heute kann ich den ganzen Ablenkern, Ermahnern, Freigeistern und Moderatoren in meinem berufsalltäglichen Schlamassel Namen und Eigenschaften geben. Irgendwie kam mir die Rudi Carell Show dabei in den Sinn.

Rudi ist der Mediator zwischen all jenen Anteilen und bittet sie entsprechend auf seine Showbühne. Herr Olof heißt eigentlich mein Plüschelch im Auto aber ist jetzt der Anteil meiner Persönlichkeit, die mich bei einer Aufgabe total in den Flow versetzt und mir dabei den Spaß an der Arbeit macht. Er steht in der Sonne, macht eine Armbewegung wie ein Torero mit dem roten Tuch und sagt Olé! Dann gibt es da etwas Strenges, Nerviges mit einer bestimmten Frauenstimme, in etwa der Stimme, die ich in meinem Navigationssystem kürzloch abgeschaltet habe – Jeanette-Claudette. J-C ist die Darstellerin der Mathematiklehrerin in der Mannheimer Choreographie des “Kleinen Prinzenund erinnert mich mit einem “das ging früher doch auch” und “jetzt konzentier dich, dann schaffst du das” daran, das Zielvereinbarungsformular auszufüllen oder mich an Aufgaben zu wagen, bei denen ich noch kein wirkliches Ende oder eine Strategie vor Augen habe. Flippi spielt Ukulele oder Gitarrlele und ist der sozialkompetente Anteil in mir. Kaum begegnet mir Serkan, der Putzmann oder wünscht ein Kollege eine Longboardkaufempfehlung steigt Flippi mit einem Flamenco Riff ein und lässt alles andere links liegen. Flippi sieht aus wie die grüne Kugel in o.g. Balletaufführung und erinnert auch an das Männchen aus der Werbung für schwedische Kopfschmerztabletten.

Und da muß jetzt Rudi Carell ran. Und verhindern, dass die Jungs und Mädels meiner Persönlichkeitsanteile nicht wie sie grad lustig sind auf die Showbühne stürzen. Sondern alles geregelt seinen Lauf nimmt. Und dann könnte ich vielleicht meine Aufgabenpriorisierung besser in den Griff bekommen.

Serkan und der Erdogan

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Sein eifriges Kopfnicken, einhergehend mit einem breiten Grinsen war mir schon bei der ersten Begegnung sympathisch.
Ich kehrte gerade braungebrannt, vom Salzwasser blondiert, zurück aus einem Surfurlaub auf den Kanaren und hielt diesen jungen Burschen, der mir entweder in den unterirdischen Gängen des vierstöckigen Bürogebäudes in dem sich mein Arbeitsplatz befindet, oder beim Leeren unserer Papierkörbe in den Büros begegnet, für einen lanzarotischen Surflehrer. Wenn ich auch gerade von einer blonden Französin des Wellenreitens gelehrt wurde, so war dieser schlaksige, große Mann mit den schwarzen, mittellangen Lockenhaaren, denen schon die eine oder andere graue Strähne entspringt, wildem Bartwuchs und dem braungebrannten Gesicht, das sich bei jedem Freudestrahlen in viele Lachfalten zog, das Bild eines Menschen, der sein halbes Leben im Salzwasser zugebracht hat und seine positive Ausstrahlung daraus zog. ich verspüre seitHer Lust, diesen Menschen zu fotografieren.
meinen schwulen Freunden nicht von ihm zu erzählen wäre ein großes Versäumnis.

Aber jetzt hat er auch noch eine Frau, erfahre ich heute, als ihn seine türkische Kollegin in Bezug auf unser Gesprächsthema Occupy Gezi park, türkischer frühling, auch noch als Erdogan-Anhänger verpetzt. ‘Der will doch Arabien!’ Scherzt sie, ‘und – trägt deine Frau Kopftuch?’ Serkan schaut beschämt, aber selbst wenn sein deutsch besser ist als mein türkisch, bin ich mir nicht sicher, ob er seine der deutschen Sprache versiertere Kollegin überhaupt verstanden hat. Jedenfalls zeigt sich Serkan immer hocherfreut wenn ich mit meinem Speisekartentürkisch daherrede – Merhaba, Nasılnsız? üç Mal ın İstanbul gewesen. Worauf Serkan dann imer was auf türkisch erwidert und fragt Wann gehst du Urlaub? Wır gehn beıde susamme!
Mein Istanbuler Freund Mustafa hat mir vor Jahren einmal seine Bedenken zum aktuellen Regierungschef seines Landes geäußert, aus einem modernen Staat, der strikt die Trennung von Religion und Staat bis dato vollzog, soll ein muslimischer Staat werden. Was denn als nächstes folge, nach dem Rauchverbot in den Kneipen, um sich bei der EU einzuschleimen. Etwa ein Alkoholverbot?!
Etwas Positives habe der Erdogan aber trotzdem bewegt in der Türkischen Republik. Die Reformierung des Krankenversicherung.
So Serkans Kollegin, während Serkan unintressiert mein Longboard im Flur ausprobiert. Und dann haben wieder beide ihre Hände im Putzwasser. Nicht Salzwasser.

Business trip #4 – Lessons learned

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prefer the standard room to the business room
Just in this case of hotel it’s the smaller but cosier room, and it’s got a bathtub – at the lower rate (saves your customer money)

take tea candles (and matches, if you don’t smoke) with you ( preferably those which do not trigger the fire alarm! But my experience with fire alarms is that candle lights don’t do harm, while frying German Leberkäs does ) so that the evening in the bathtub gets romantic even without inviting your colleagues of the different sex.

antiStressBad antiStressBadesalz

Get tipsy in the evening (red wine if you want to sleep more, or french coffee, for less than four hours of sleep)
Makes you, your colleagues and clients more conversational, and if you are even in a foreign country, you’ll unrestraintly speak Dutch without ever having learned it. Plus, the solitary languishing in the bathtub feels like a candlelight dinner of two.

have a bottle of water
Drinking a liter of water after having gotten tipsy makes your presentation at the client the next morning at 8 a.m. bearable

S/M yogis: Take your yantra mat with you
Some people can only relax after a long working day when suffering pain.

get you a new hair coloring prior to the business trip
You should really balance reasons for or against a new hair color before you start your trip to the customer and using innocent hotel towels. Will you meet the dress code agreed with your client? Does the hair color fit to your outfit? Or to the corporate identity? Timing might also have a certain relevance. In my specific case, I knew before that it will be looking good, it was even necessary, because my one and a half week old ‘poppy red’ was already fading, my clients logo type has the same color, Belgium seems in general being a very open-minded country, plus we arrived in the week of carnival and it turned out that the IT-manager recently dressed up as a woman with a wig in the same poppy red. The hotel i’ve been staying however will probably ask for my planned hair color prior to confirming my next reservation. ( p.s. i looked different to this freak)

Jetzt Karriere machen: als Referent/in zum Pilzesuchen

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Heute morgen in meiner Inbox: Ein namhaftes – sagen wir mal Logistik – Unternehmen sucht eine/n sogenannte/n “Referent/in zum Kistenpacken“. Ein durchaus ernstzunehmendes Stellenangebot, das zumindest dazu verlockt, die Ausschreibung mal durchzulesen, was so ein Referent zum Kistenpacken (vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit) so macht. Google zeigt die Stellenausschreibungen an. Der Link führt jedoch auf die gewöhnliche Jobportalseite – ohne die Kistenpackreferentenstellenanzeige. Für den Referenten zum Pilzesuchen hat die IT-Abteilung die Stellenbeschreibung noch nicht aus dem Internet eliminieren können. Leider nichts für mich, ich bekomme Würgereiz beim anstandsmäßigem Verzehr von Pilzen und auch keine fließenden Pilzkenntnisse. Falls eine Referentin für schwedischen Joghurtimport gesucht wird, hätte ich Interesse. War ANONYMOUS aktiv? Ich finde das jedenfalls ziemlich lustig.

Best of … 'Out of office' Auto-Reply

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Hallole and thank you for your email. I am currently out of office with no access to my email inbox. I’ll be back on Monday, September, 14th.
If you have any urgent issues, please contact facility management or just go to the bathroom. Anything that cannot be solved in either way, cannot have been truly urgent.
If you need any other assistance regarding my work, please contact …
Keep on rockin’!

Tee-Diät

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Meine letzte Thermoskannenfüllung heute abend im Büro. Hab einen (schwarzen) Becher davon getrunken und dachte… hmmm… der Tee war auch schon besser – schmeckt irgendwie wie Wasser…
Und stelle fest: es war Wasser.

Zur Erklärung: ich hänge desöfteren mein in der Kanne nach Alpen-Kuhglocken klingendes Teesieb mit offenem Tee in die Kanne. Meinte die eine Kollegin gestern, als ich mit der Kanne und Sieb drin Wasser holen gehen wollte, und die andere Kollegin sich schon an ihr bevorstehendes Alpenwochenende erinnert fühlte: Ach, das ist Marion, die Kuh.