Heute abend unten im Flur, will mir gerade mein Rennrad auf die Schulter wuchten und nach erfolgreicher Radl-Session wieder in die Wohnung hochtragen – meint meine Nachbarin, deren Freund ich soeben den Platz hinter meinem Auto auf dem Besucherparkplatz für sein edles Motorrad angeboten hatte, Wie??? Warum trägst du denn dein Fahrrad in die Wohnung? Also, dass man ne Harley in die Küche stellt, das mag ja noch durchgehen, aber dein Fahrrad… ts.. ts.
Naja, finde das Ding, auch wenn schon sieben Jahre alt und das kleinste und billigste, dass es damals gab, nunmal schön anzusehen in der Wohnung – aber, um mich nochmal zu vergewissern, dass ich richtig gehört hab, eine Harley in der Küche, wo gibt’s denn sowas. Da ist mein neun-Kilo-Rad schon leichter in die Wohnung zu bringen. Ja ja, meinte Typ von Nachbarin, bei manchen dient das dann so als Raumteiler zwischen Küche und Esszimmer.Wow, das hat Stil, da kann man sich dann zum essen draufsetzen und so.. is escht krass, Alder…
plapperlaplapp
Meine Gurke
plapperlaplappNicht dass das falsch verstanden wird – ich möchte hier kein Bild von meiner Oberweite veröffentlichen, sondern von meiner Gurke. Meiner ersten Gurke, die ich vor einer halben Stunde voller Stolz

o auf die Anzüchterfolge des Gurkenpflänzchens bei meinen Eltern
o auf meine ungewöhnlich sanfte Fahrweise beim Transport des Pflänzchens vom einen Balkon 200 Kilometer zum anderen Balkon
geernet und mit dem Gedanken “ich scheiß auf die Hollandgurken von Aldi” genüsslich verspeist habe.
Urlaubs-Log
plapperlaplappIrgendwann müssen diese hartnäckigen Schwedenurlauber, denen die allgegenwärtigen Vorurteile “In Schweden regnet’s immer” bisher nie was anhaben konnten, auch mal Pech haben.
Dieses Mal war der Urlaub rein wettermäßig ein Satz mit x. Das erste Mal.Bei anfangs freundlichem Sonnenschein nahm uns unser Gastgeber mit in den dunklen Wald bei Uppsala. Zu einem kleinen Fest seines Folkmusik/Folkdans – Vereins.
Vorstellen könnte man sich das so:
Abendsonne, Knäckebrot und saufende Schweden, die traditionelle Lieder geigen bzw. dazu um so einen ollen Baum tanzen. Das wäre zumindest ein gelungenes Vorurteil passend zu den Bratwurst-Deutschen.
Gekommen ist es anders:
Nachmittägliche Unterhaltung durch einen traditionellen Vieheintriebs-Gesangskurs. Idylle am offenen Kamin in der Hütte bei – abgesehen von Lättöl, Leichtbier – alkoholfreien Getränken und mitgebrachtem leckeren Essen. Traditionelle Musik und Tanz von stocknüchternen Schweden (Volksmusiker trinken nicht) bei an die Scheiben plätscherndem Regen. 23 Uhr, schwitzende Tänzer, sieben Grad Celcius, Regen. “Wir gehen jetzt baden. Unten am See. Da kennen die nichts. Wir in Outdoor-Multifunktionsjacke frierend mit Schnupfen und Husten danebenstehend. Cool. Sie sagen man wird gesund davon.
Interpretation der aktuellen Blogstatistik
plapperlaplappdie Suchbegriffe vom April und Mai 2005 sind fett:
Person mit Kurzhaarfrisur, Ikea Urlaubsanspruch und Kinderallergie sucht besoffenen Bert, mit dem sie sich im Bensheimer Neubaugebiet der Frage richtig einparken-wie? stellen kann, und in der Porsche Fabrik das bulgarische Martenitza Fest feiern will. Muss sich vorher aber erst noch mit dem Thema wie ärgere ich meinen Nachbarn befassen und den Kurs türkisch for runaways belegen, um sich bei Mediamarkt Heppenheim als Trainee Mediamarkt bewerben zu können.
Die Person steht auf Gaby Dohm und Langhaarfrisuren bei Männern, und hat mit dem veganen Vegetarier im Gewächscontainer während dem Haare färben und moderne Armbändchen knüpfen Armsex .
Heute auf der Autobahn
plapperlaplappOma in Golf I Cabrio schleppt Opa in antikem Mercedes ab. Zu süüüüüüüß.
Verkehrsmeldung
plapperlaplappBitte fahren Sie vorsichtig, sechs Jungbullen auf der A soundso.
Kann man jetzt interpretieren wie man will 😉
Mein Auto
plapperlaplappNochmal im urbandictionary gestöbert und Auskunft über mein Auto bekommen:
Volvo
(n.) A small, swedish house with a panzer engine on the front and “HOWS MY DRIVING? 555-FUCK-YOU” stickers on the back.
throw as many bricks as you want at this volvo-you won’t dent it.
Im Gegensatz zu so manchem neuen Opel hat mich mein kleines, schwarzes Ferienhaus seit 3800 km noch nicht im Stich gelassen. Sehr zu bemängeln sind allerdings der deutsche Sprecher und die deutsche Sprecherin beim Navigationssystem. ER ist dermaßen penetrant (willst Fresse voll?), SIE schon ziemlich etepetete, dass es meinem Schwarzfahrer, dem Ikea-Elch auf der Rückbank, auch fast schlecht wird. Die kann nicht mal richtig deutsch und sacht “Sie erreichen das Ziel” , wo ich schon fast in Nachbars Garten stehe. Die Gaby von Mercedes kann das besser: bei der hat man das Ziel erreicht. Aus diesem Grund läuft das Navi eben auf nederlandsk, und an det end von de wech slagen wir rechts av, nech!?
the urban dictionary
english, iBlogg, plapperlaplapp, TEXTHabe gerade über die voreingestellten Bookmarks für Suchmaschinen in meinem Firefox Browser urbandictionary.com gefunden und den Suchbegriff Mannheim eingetragen.
mannheim
the CRUNKEST ghetto-est place on earth yo
you kno dey big ballas in mannheim or mannheim is fuckin ghetto as hell young.
Ich fürchte, der Autor war noch nie in Ludwigshafen – oder Kaiserslautern 😉 Mannheim ist doch SCHÖN 🙂 mal abgesehen von den Ami-Baracken …und wenn großen kleinen Gästen im Eiscafe nicht gerade Schnee-Eulen vorenthalten werden.
Für unsere kleinen Gäste
plapperlaplapp…damit hab ich mich doch heute im traditionsreichen Mannheimer Eiscafé Fontanella wirklich angesprochen gefühlt. Und wollte – hach! Wie süüüß… eine sogenannte Schnee-Eule bestellen. Die Schnee-Eule für die kleinen Gäste. Jawohl. Für mich, mit den eins dreiundsechszig Metern, weswegen mich manch netter Kollege doch auch mal Schlumpf oder Pumuckl (wegen den Haaren) nennt.
Die Bedienung zickte rum, das geht aber leider nicht… Schon beleidigt – Pfefferminz-Latte bestellt, und so, dass es alle hören, mein Bedauern, keine Schnee-Eule zu bekommen, kundgetan. Gibt’s da jetzt ‘n Gesetz für? Den “Kleine-Gäste-Eisbecher” bekommt man nicht, für den Seniorenteller bin ich wohl auch zu jung… Wenn ich jetzt ‘n Kind hätte, könnte ich die olle Schnee-Eule fürs Kind bestellen und dann selbst aufessen. Ok ok, das Kind würde dann weinen, man ist ja auch nicht so, dann eben zwei Schnee-Eulen bestellen und sagen, das Kind isst gerne Eis in Massen.
Aber ohne Kind – Steuerklasse I, höhere Sozialbeiträge, und nicht mal ne Schnee-Eule bekommt man. Fällt das jetzt unters Anti-Diskriminierungsgesetz?
Mund auf – Augen zu
plapperlaplappWill ich doch meine Mutter von der guten Leysieffer Macadamia Nuss Schokolade probieren lassen und sage Mund auf – Augen zu. Was passiert:
Augen weit aufgesperrt und Zunge herausgestreckt. Toll.
Erst verloren, dann verklemmt
plapperlaplappverloren 0:6 | 1:6 | 1:6 | 3:6 tennis session 14 jahre später. ball kommt. spatzerl fliegt auf die fresse von der wucht.
verklemmt zu dumm zum ausm auto steigen: fahrerin draußen. klack. tür rastet ein. patschfinger drin.
es reicht wohl nicht, dass der rechte zeigefinger schon vor sieben jahren im pürierstab war.
Danke für die Blumen
plapperlaplappDerart wird man heutzutage von einem Volvo-Händler bei Wagenabholung beglückt 🙂

Sehr zuvorkommend auch die Einstellung des Navis auf Männerstimme für die Frau von Welt. Nur dass dies mein Konzept völlig übern Haufen geworfen hat. Navigationssysteme haben doch sonst eine weibliche Stimme und die heißt Gaby. Gaby erzählt rechts fahren, während man schon zu früh rechts abbiegt. Gaby wies mich bisher höflich darauf hin, dass ich doch bitteschön bei der nächsten Möglichkeit wenden soll. Jetzt Männerstimme. Die nicht mal nach Ikea-Werbung klingt. Sowas doofes. Und überhaupt ist Gabriel ein viel zu schöner Name für dieses penetrante Gehabe, wenn ich mich gerade vom eigentlichen Ziel wieder entferne. Ich brauche einen Namen. Einen Männernamen. Bitte. Oder es wird wieder auf Gaby umgestellt. Und schwedisch.
Zu Empfehlen: Nulldiät in Reykjavik
plapperlaplapp…leichter wird es nirgends sein als in der IN-Metropole slechthin.
Denn, wer gibt son gerne 10 EUR fürn Hamburger aus oder 20 für ne Pizza Parma.Dennoch, man kann bei riktiger Restaurantwahl in Reykjavik für 110 EUR auch exzellent essen. Frisse, gute Fiss sum Beisspiel. In manchen Restaurant jedenfalls.

Ein rauhes Land ist das, nicht nur von den Preisen. Und wundern braucht sich unsereins irgendwie auch nicht darüber, dass man sich – nach ein paar Minuten im Badeanzug bei 5°C mit der Kamera am Beckenrand von 40°C warmem Wasser entlanghussend – ne Erkältung ins Land importiert hat…
Aber wir sehen das jetzt alles sehr optimistiss, denn diese wundersöne Land übertrifft selbsst den Sstress auf der Pausalreise und die ärgerliche Einsicht, dass man nie wieder Bustouren buchen sollte. Sließlich habe wir Führersein und hätten auch mit Geländewage fahren könne, zumindes solange, bis Wind uns in Graben mit Lava-Sotter blase, wenn wir junge Leut aus Deutsland nach Prinzip Frei Fahrt für frei Bürger
su snell fahre bei Windsstärke 15.
МАРТЕНИЦА
plapperlaplappЧестита Баба Марта! Зраве, Щастие и Късмет!
Chestita Baba Marta! Health, Happiness and Good Luck!

Die Bulgaren pflegen gerne Traditionen und Gründe zu feiern gibt es viele. Heute ist Martenitza, eine Tradition, sich rot-weiße Armbändchen zu schenken und sich gegenseitig Glück (weiß) und Gesundheit (rot) zu wünschen. Die Armbändchen werden solange getragen, bis man den ersten Storch sichtet, also der Frühling im Lande eingekehrt ist.
So ganz allgemein sind mir die Bulgaren auch irgendwie sympathisch. Sie sind anders: schütteln mit dem Kopf und meinen “Ja”, wenns was zu feiern gibt mangelt’s nie an Wein und Rakia (bulg. Schnaps), fällt ein Feiertag auf einen Donnerstag, dann wird der darauffolgende Freitag landesweit als Samstag erklärt und als Ausgleich am übernächsten Samstag dann landesweit gearbeitet. Da der Urlaubsanspruch vor Jahren noch 14 Tage/Jahr und heutzutage 21 ist, kann man solche Sitten allerdings allzugut verstehen.
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