Jever, Jägermeister und die Franzosen

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Les garcons et moi va à Paris. Aujourd’hui. Und der Glückliche, dort zu Besuchende (ein Franzose), wünscht sich als Präsent aus Deutschland Jever und Jägermeister.
Meine Französisch-Kompetenz hat in den letzten Jahren massiv nachgelassen, doch ich bin lernwillig und möchte das Französisch aus dem wahren Leben lernen.
Und frage also: Was heißt eigentlich Säufer auf Französisch?
La réponse: les Francais. Franzosen.

Stöckles-Lauf…

leibesertüchtigung

… alias Nordic Walking – meine Lieblingssportart zum drüber lustig machen, hö hö;-)
Habe gerade eigentlich nur im iTunes Store den Suchbegriff ‘Nordic’ eingegeben, um nach neuer skandinavischer Musik zu suchen, und lande bei einem
Hörbuch, aus welchem ich doch gerne mal zitiere:
ClipTip: Nordic Walking – Aktives Lernen und Üben unterwegs

Nordic Walking macht schön. Wenn du es richtig machst, so wie wir das hier üben wollen, ist es extrem effektiv. Man muss nur wissen wie, und man muss bereit sein, neue Bewegunsabläufe einzuüben, und sich ein bisschen anzustrengen. Wenn du ein bis zweimal in der Woche trainierst, wirst du schnell merken, wie sehr sich dein Körper verändert, wie du Körperfett verlierst, und sich deine Muskeln definieren ohne dabei übermäßig Masse aufzubauen. Das ist vor allem für Frauen wichtig, die durch den Sport zum Beispiel keine dicken Waden bekommen möchten, wie das beim Joggen schnell passieren kann. Beim Nordic Walking bekommen die Beine eine wunderschöne Form, ohne massiv zu werden. Genauso wird der Oberkörper trainiert – und das ist die gute Nachricht für Männer: Beim Nordic Walking bauen sich eben auch die Brust und Armmuskeln auf, was beim Joggen nicht der Fall ist.

Was hat die Frau nur gegen die Jogger? Da muss man ja Angst bekommen, das einem die Stöcklesläufer nicht mal im Wald die Stöcke über die Rübe hauen. Weil wir Radler und Jogger dicke Waden haben. Oder so.

Betüddelt

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Diagnose: Coloskopie in Narkose.
Zudröhn-Gedönz: Propofol und Ultiva
Vorsätze:
. Nein, ich bin kein Angsthase (sag aber genau das zu dem netten Anästesisten).
. merke mir genau, was ich sage, wenn ich wieder aufwache (könnte ja bloggbar sein).
. bitte die Ärzte, mir zu sagen, was ich fürn Scheiß erzähle, falls ich während der Narkose Scheiß erzähle.

Souvenir:
12:11 Uhr – begrüße meinen Internisten mit Handschlag. Beteure dem netten Anästesisten, dass ich noch nichts merke. Oder ja… doch…
12:12 Uhr – war heute nicht.
wiedererwacht – muss wohl irgendwas Belangsloses gesagt haben. So in der Art, wo bin ich, wo gehen wir hin und überhaupt, was kann ich für eure Welt. Nein, ich weiß es nicht mehr. Habe wohl meine Hose angezogen. Könnte allerdings auch sein, dass das in der anästesistischen Nachbetreuung für 34,97EUR inbegriffen war.
12:44 Uhr – Ruheraum. Hach, bin ich betüddelt. Wusste nicht, ob die Dottores wirklich meinen Darm gespiegelt hatten oder nicht. Ein Gefühl, besser als jenes, das man nach einem Wildmannli-Cafi im Wildmannli , bestehend aus bisschen Café, viel Pflümli(Pflaumenschnaps) und viel Grand Marnier verspürt.

Tag vor der Koloskopie

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Gedanken…
* Essen ist was Tolles
* Mir ist kalt
* HUNGER!
* Soso, und du warst heute morgen also fett brunchen. Schön.(…Anruf von koloskopisch bereits erfahrener Schwester…)
* Ach, mit Quark meinst du die Software. Dachte schon… (wieder ans Essen)
* Hätt’ jetzt Lust auf Chips
* Achso, das geht dann also erst gegen abend alles richtig ab
* Das wird ne Scheiß-Nacht

Gaumenfreuden heute:
* 3 Liter trinkfertiges Abführmittel. Geschmacksrichtung Orange-Passionsfrucht.
* 1 Liter trinkfertiges Abführmittel. Geschmacksrichtung Orange-Passionsfrucht mit Apfelsaft gemischt. Irgendwie besser.
* Espresso mit Honig
* Chaitee ohne Milch

Müsliriegel

fressen - einfach nur fressen

Das steht bei mir am Wochenende natürlich schon auf der Agenda, lachte mein Herr Projektleiter, als ich die Nachricht über die Verfügbarkeit von Backoblaten bei Aldi im Büro weiterkommunizierte und zum Müsliriegel-Selbst-Backen anregte. Für alle, die das jetzt auch schon für dieses Wochenende auf ihrer Agenda haben, weil home-made Müsliriegel gerade einfach IN ist, aber das Rezept dazu fehlt (z.B. Schwesterherz und Die-das-Badnerlied-nicht-kann) – Voilà!

Zutaten
125g Haselnüsse (je zur Hälfte gemahlen und gehackt)
125g Mandeln(gehackt)
300g Trockenobst, aufgeteilt in 4x75g verschiedener Sorten, z.B. Aprikosen, Apfelringe, Cranberries, Kokosstücke, Rosinen, Feigen
100g Haferflocken
70g Maltodextrin
70g (Vollkorn)Mehl
60g Cornflakes
1 TL Kokosflocken (wenn nicht schon Kokosstücke beim Trockenobst)
je 1/2 TL Zimt und Muskat
4 Eier
40g Zucker
3 EL Honig
1 Päckchen Vanillezucker
6 große, rechteckige Backoblaten

Nüsse, Flocken, Mehl, Maltodextrin und Gewürze mischen. Trockenfrüchte fein würfeln und dazugeben. Eier und Zucker in einem weiteren Gefäß cremig schlagen, mit Honig und Vanillezucker vermengen. Die Ei-Zuckermasse unter die trockenen Zutaten heben und alles gründlich vermengen. Müslimasse etwa einen Zentimeter dick auf drei Backoblaten oder gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Tipp: Bedeckt man die Masse mit Frischhaltefolie, kann man sie gut mit dem Nudelholz auswalzen (Folie vor dem Backen wieder entfernen!). Die restlichen Oblaten oben auf die Masse drücken. Bei 180 Grad 20 Minuten backen. Abkühlen lassen und in Riegel oder Dreiecke schneiden.

[Quelle: tour magazin juni 2007]

Tanten-Alarm

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Es ist verblüffend, wie ein dreizehn Monate alter Spross die Aufmerksamkeit sämtlicher Heidelberg-Touristen auf sich ziehen kann. Tanten-Alarm, so nannte die Frau Mama dieses Phänomen.
Den Erzählungen meiner Familie über mein Verhalten zufolge, hätte ich mir das garantiert nicht gefallen lassen, was der kleine Leo strahlend über sich ergehen ließ. Zurückgespuckt hätte ich, jawohl! Geschrien, dass denn Omis und Opis das Trommelfell platzt und der Laden mit den riesigen Mobiltelefonen im Schaufenster, Senio – Fachhandel für Senioren – richtig gut Geschäft mit Hörgeräten gemacht hätte.
Begrabscht haben sie ihn. Junggemüse fühlt sich halt besser an. Ohne die Mama vorher zu fragen. Hach, ist der süüüüß. Wie heißt er, Theo? Hahaha… Witzig.

Open Source auf dem iPod

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Langsam war mir das doch zu dumm mit dieser iTunes-Abhängigkeit. Traurig genug, dass man Musik- und Videodateien nur über iTunes auf den iPod bekommt und diese nie wieder mit demselben Tool in logischer Verzeichnis- und Dateistruktur wieder runter.

Anapod erwarb ich als hoffnungsvolle Software zur schnellen Rettung meiner nicht anderweitig, strukturiert gesicherten MP3 Dateien auf dem iPod. Anapod tat, was es versprach, doch der Explorer stürzte dabei mehrmals ab, und mein iPod spielte ab sofort nur noch 30-60Sekunden aller meiner Musikstücke, die nicht gerade im iTunes Store als .m4p oder .m4a erworben wurden. iPod zerschießen kann ich eigentlich auch alleine. Ohne dafür 20 Dollar zu bezahlen. Vom iPod-mach-mich-platt-Knopf
in iTunes eh nicht mehr verschont, hab ich nun also doch Open-Source in meinen iPod-Bootloader gepatched – ROCKBOX – habe bequem einen Ordner ‘Mucke’ im Dateisystem angelegt, meine bisher mit iTunes nicht abspielbaren .ogg Dateien rübergezogen und kann endlich wieder Musik in voller Länge hören.
rockbox

Achtziger

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Das waren noch Zeiten. Ganz coole Musikvideos wurden da gemacht. Die Menschen hatten die wildesten Frisuren und ich sah auf den alten Fotos so gesehen gar nicht so schlimm aus, wie ich das jetzt, zwei Jahrzehnte später, empfinde.
Man sehe sich beispielsweise Eva Dahlgren’s Jag klär av mig naken Videoclip an, just bei YouTube entdeckt. Wie der Typ im kackbraunen Anzug, luftgitarrespielend rumhampelt, sie ung och stolt vom nackt ausziehen singt und sich dabei nur ihrer widerlichen Schuhe entledigt. Das waren die Achtziger. In Schweden. Als Abba-Mode wieder out war und Benny und Björn sich anderweitig orientierten. Klinga mina klockar.
Neunziger Jahre… Bättre, Eva, mycket bättre!

Salzgrotte

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Gestern mal Wellnessprogramm. Totes-Meer-Salzgrotte. Habe gelesen, dass man sich da in Bad Schönborn so wo reinsetzen kann und sich danach fühlt wie nach drei Tagen an der See. Ich fühlte mich jünger. Kurzzeitig. Irgendwie auch komisch, wenn man in albernen, über die Schuhe gestülpten blauen Müllsäcken, mit zehn Rentnern in einem mit Salz vollgestreuten, aus salzigen Wänden und Styropor-Stalaktiten bestehenden Raum in Liegestühlen liegt, sich versucht auf den Salzgehalt der Luft zu konzentrieren und die ganzheitliche Entspannung zu spüren, dabei aber rechts von mir ein Walross schnauft, zu meiner Linken eine alte Dame ihren Hustenreiz versucht unter Kontrolle zu bekommen und gegen Ende der 45-minütigen Veranstaltung ein Schnarchen aus der gegenüberliegenden Liegestühlen erschallt. Aber doch. Es war gut. Und wirklich billiger als drei Tage an der See.

Radmode

Velo

Gestern einen richtigen Schleimer im Speyerer Eiscafé sitzen sehen. Mit kackbraunem Rad-Outfit. Und hellblauem Rad. Passte farblich alles schon irgendwie. Mitte 40, Möchtegern-wie-Linus-aussehen-klappt aber nich, protzige Laufräder von einer Noname-Marke. So braungebrannt wie das Trikot, aber verdächtige Solariumfarbe. Auf dem Tacho garantiert nur 2km: Wohnung->Eiscafé. OK – wir hätten uns auch täuschen können…Aber den Durchfall-Dress mal als Inspiration genommen, habe ich in der Tat SCHÖNE Radmode entdeckt. Aus die Zeiten, in denen frau schlabbrige, langweilig Männertrikots anziehen musste…


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Hüpfen

leibesertüchtigung

Heute war ich mit meiner Kollegin der extrovertierten- Schokoriegel-Emanzipation hüpfen. So nennt die das, was sich auf FitForFun übersetzt “Step & Style” schimpft. Ich wusste schon vorher – ‘Ich kann das nich’. Sie wusste schon vorher – ‘Heul doch! Dich strengt das womöglich gar nicht an’.
Immerhin habe ich vorher keine drei Griespudding mit Schokosauce und ein Twix gegessen. Aber 20 Pflaumen, einen aufgeblasenen Fühl-dich-fit Quark, der in der Tat zum Kotzen schmeckte, 3 Milchkaffee, Steakhouse-Pommes und Pasta, und liebäugelte in der Tat mit den Balistos in meiner Schreibtischschublade.
Nun ja. Step & Style. Eine halbe Stunde über einen umgedrehten Plastikschlitten hüpfen, im Versuch der Wahnsinnschoreographie der Kursleiterin zu folgen, dabei noch im Takt der langsam ausgedienten Clubmusik bleiben und vor den dämlichen Spiegeln dann noch ne gute Figur machen wollen. So ist das. Frauen sind ja sowas von multitaskingfähig… Aber wir sind das erst, wenn wir im Stepaerobickurs waren. Aber ist ja nicht nur Step. Ist auch Style. Noch mehr denken – Arme mit Hanteln mitbewegen und dabei möglichst keine Rückenschmerzen bekommen. Ganz schlimmes Bauch-und Hals-Nacken-Muskulatur-Trainingsprogramm. Denn wir sind ja nicht zum Spaß hier. Nur zum angefressene Kalorien abzuhüpfen und dabei tolle Muskeln aufzubauen, die ich mir womöglich spaßiger mit Wasserskifahren aneignen könnte…