Bohren

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Soviel zum Thema ‘Wir hängen Deckenstrahler auf’.
Erfahrungen:
1) Frage bei Herrn Kamrads Angestellten – kann man von den fünf Meter langen neun-Euro-Strahlern auch zwei zusammenlöten und hat dann zehn Meter Stahlseil für die Halogenlämpchen – blieb unbeantwortet.
2) Nach längerem Erforschen der Gebrauchsanweisung, wie man denn nun den Trafo am Lampendeckenanschluss befestigt festgestellt, dass der Trafo ein Kabel mit einem Steckdosen-Stecker hat.
ich kann das
3) Versucht, den Trafo an der Wand zu befestigen. Ist letztendlich auch gelungen, nachdem die Wand mit der Bohrmaschine auf die geeignete Bohrlochtiefe für die Dübel getestet wurde.

Synonym für die Abbildung: Schweizer Käse.

Anti-Deutschland-Flaggen-Kampagne – mein Beitrag

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Überall hängen Deutschland-Flaggen aus den Fenster. Sonst macht das ja keiner. Traut sich keiner. Deutschland nutzt die Gelegenheit zum Nationalismus. Hier und jetzt. Weil mir send die wo g’winna wollet. Und außerdem ist heute Svenska Flaggans dag – der Tag der Flagge. Nicht hier, aber in Schweden. Ich besitze keine Deutschlandflagge. Und ich werde auch nie eine kaufen. Aber ich besitze eine Schwedenflagge. Seit bestimmt fünfzehn Jahren. Und die wurde jetzt mal rausgehängt. Die Afros, die mit dem Sixpack unten an der Tanke stehen, kucken schon ganz verdutzt. Idag firar vi Sverige!

Strand Look&Feel

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Nach dem Motto ‘Man gönnt sich ja sonst alles’ habe ich meinem Herz einen Stoß gegeben und gestern im Bauhaus einen kleinen Traum erfüllt: eine neue Klobrille.
Klobrille
Die Klobrille ist auch so genial konzipiert, dass man nach getanem Geschäft nicht aufsteht und Sand am Hintern kleben hat. Das nenne ich mal Innovation!

Die Banker von Heute

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Wollte heute mal die Formel für Zinseszins wissen. Ging davon aus, dass ein selbständiger Bankberater sowas drauf hat. Falsch gedacht.

Guten Morgen Frau xxx,
ich habe auch keine Formel parat.
Weil es sich hier nicht um eine einmal Beitrag handelt sondern monatliche oder jährliche Zahlung.
Ich rechne das auch nur mit dem Griechische Bank* Programm.

Musste ich doch bei wikipedia nachschauen…
* Name von der Redaktion geändert.

sozialistischer Frauentag

company talk

Weltfrauentag. Eine wichtiger Tag in ehemals sozialistisch regierten Ländern.
In Bulgarien bekommen die Frauen Blumen, und in mancher Firma 15 Lever für jede Frau. Das sind etwa acht Euro.
Meiner bulgarischen Kollegin wurde heute gratuliert. Zum Weltfrauentag. Mir nicht. Nach Protest dann aber auch. Ein Kollege hat das dann sehr ernst genommen. Und uns beiden Amicelli und jeweils eine Tasse Tee ins Büro gebracht. So soll es sein 🙂

Dein Freund und Helfer

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Mannem +++ 23:30 Uhr +++ im Nichts zwischen Müllverbrennungsanlage, Rhein und BASF +++ mit Weitwinkelobjektiv und Stativ.
Schnell die Erkenntnis: das bringt aber auch gar nichts. Während ein Auto angefahren kam, wendete, anhielt. Und zwei in grüne Textilien eingewickelte Abführmittel ausstiegen.
– Gut’n Abend, Wasserschutzpolizei, Sie halte’ in dr Kurv’.
Sehr nett, die Herren. Wollten weder Fahrzeugschein noch Führerschein sehen, nicht mal eine Alkoholkontrolle. Ein Glück. Zwei Gläser Rioja und ein Likör zur Verabschiedung beim Spanier. Bei weiblich, verträgt nix.
– Sie wolla hier Panoramaaufnahma macha?
Ja, aber das bringt nix, brauch ‘n Teleobjektiv.
– Wisse Sie was, wenn Sie hier dreihundert Meter weiterfahra, kommt’n Restaurant, und von dort geht’n Weg direkt am Ufer entlang. Ist zwar Anlieger-frei, aber fahra Sie einfach, da komme Sie näher ans Motiv ran.
Anstiftung zur Ordnungswidrigkeit? So sind sie halt. Auch nur Menschen, die einem helfen 🙂

Faszination Radio

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War mal wieder an der Zeit, den Gitarrenverstärker einzuschalten und bisschen wie in alten Zeiten Rambazamba zu machen. Gyllene Tider Hits nachspielen bis die Nachbarn klingeln.
Kein Nachbar klingelte, nur wunderte ich mich, warum der Katze der eingeschaltete Verstärker – zeitweise ohne Signalzuführung – so suspekt vorkam. Mir irgendwann auch, woraufhin ich die Stereoanlage ausschaltete und mich über die verbliebenen osteuropäischen Stimmen in der Wohnung wunderte.
Je nachdem, wie ich die Regler für Gain, Bite und Reverb einstellte, gab’s mehr zu hören, Funk-Wirrwarr. Russisch? Polnisch? Polnisches Englisch? So muss das also auch damals in Mainhausen gewesen sein, als der Kirchensender aus den Heizkörpern kam. Mein guter, alter Hughes&Kettner als Mittelwellenempfänger.

Für Mohrle – im Himmel

Im Himmel

mohrle
1987-2006

wir haben gestern Morhle einschläftern lassen. Sie hatte einen ziemlich starken Nierenschaden, die Filterfunktion hat nicht mehr funktioniert, alle Nierenwerte, ebenso die Leukos waren extrem hoch. Ihr Geruch kam von zu hohen Harnsäurewerten, die vom Körper in Aceton umgewandelt werden (ist auch bei alten Leuten manchmal so). Jetzt ist sie im Katzenhimmel und liegt an einem sonnigen warmen Plätzchen und jagt zwischendurch Mäuse.

Yoga

leibesertüchtigung

Fühle mich inzwischen alt genug, um nicht kichernd auf der Gymnastikmatte zu liegen und letztendlich aus dem Zimmer verwiesen zu werden. Wäre zu Abizeiten, als meine Lehrer oft darüber sinnierten, ob sie mich Lach-Kädder nun vor die Tür setzen zum auslachen oder nicht, bestimmt nicht gegangen. Aber mit so Büroarbeitsplatz und den daraus resultierenden Verspannungen, sowie der Tatsache, dass ich wegen jedem quer liegenden Furz auf 180 bin und mir Ruhe vielleicht doch mal nicht schaden würde, habe ich’s heute doch mal gewagt. Yoga-Kurs. Eine Stunde auf Gymnastikmatten. Mit der Stirn zum Boden das blaue, müffelnde Nichts betrachten, linken Arm und rechtes Bein in die Materie strecken, die wir natürlich spüren, und darüber nachdenken, ob man jetzt gleich einen Asthma-Anfall von der Matte bekommt oder nicht. Manchmal durfte man auch an die Decke kucken, oder zur Übungsleiterin. Oder die Kolleg(inn)en links und rechts. Und wir atmen jetzt alle tiiiief ein. Spüren, wie die Erdenergie durch unsere Knochen und Venen geht. Und drehen uns dabei nach rechts. Mist, der Inder links von mir kuckt mich an. Typisch Fahrschulfehler, ich lerns nie!
Wann dürfen wir eigentlich wieder ausatmen – kann nicht mehr….
Jedenfalls – das war richtig gut. Ich habe nicht gelacht. Ich habe daran geglaubt. An die Energie. Und Einstein und überhaupt. Und fühlte mich besser. Abgesehen von den vielen eingerosteten Gelenken, die plötzlich bei jeder Übung schmerzten. Aber das wird schon. Mit der Übung. Hoffe ich zumindest. Meine Qualitätsmanagerin sagte mir, sie sei dabei eingeschlafen. Muss ich ja nicht.

Savoir conduire – savoir vivre

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Eindrücke eines Skiurlaubs in Val Thorens. Ich wollte ja nach Frankreich. Weil da sind ja nette Franzosen. Dachte ich. Dachten wir. Mit Holländern geliftet. Wieder mit Holländern geliftet. Ach, Engländer! Mal was anderes. Oh là là, am vierten Tag hörte ich auch mal französisch.
Après-Ski-Bar No.1: Marco-van-Basten-Verschnitt gibt uns Bier, Frau-Antje-bringt-Käse-aus-Holland läuft mit Kurzen, nur 1 Euro, durchs vollgestopfte Lokal. 99% Holländer, 1 % wir. Der DJ war das schlechteste, was ich je erlebt habe. Konnte nur Refrains spielen, und die nicht mal ganz. Was sollen wir trinken auf holländisch. Irgendwann bekam ich in dem verrauchten Kabuff keine Luft mehr und bin zur Ferienwohnung gelaufen. Kollege, dem schlecht war, erzählte von anderen Deutschen, die aus der Après-Ski-Bar kamen und van Nistelrooy ist schwul vor sich hin trällerten. Holländer waren ja keine mehr auf der Straße 😉 Und Gay-Club-Amsterdam hätte sich vielleicht auch noch gefreut.
Das betitelnd genannte Motto auf französische Autobahnen ist auch auf die Wintersportgerätsautobahnen in den trois vallées übertragbar. Nie so viele Bahren auf der Piste gesehen. 20% Verletzte bei uns. Skifahren ist gefährlich. Beim nächsten Sonderangebot kauf ich nen Helm. Ist eigentlich auch absurd, beim Radfahren einen aufzuziehen und beim Skifahren nicht.
interdit d'uriner
Ganz schlimm auch, wenn die Leute sich in der Holländerbar vollaufen lassen oder auf der Piste kiffen. Wundern über Unfälle braucht man sich dann auch nicht mehr.

Sternsinger

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Schon peinlich ist das. Da stehen die Sternsinger vor der Tür, singen dir was vor, sagen aufgeregt ihre Verse auf, bitten dann um eine Spende, und ich finde meinen Geldbeutel nicht 😦 Also die Sternsinger vor der Tür stehengelassen, voller Hektik an allen möglichen Orten nach meinem Geldbeutel gesucht, und musste sie schließlich mit der Frage Kann man euch was überweisen? und der Trostspende, einer Tafel Schokolade, dunkle Vollnuß, was kleine Kinder bestimmt nicht mögen, wieder wegschicken. Vielleicht sollte ich darüber nachdenken, meinen Geldbeutel bei der Schokolade zu lagern. Und hoffen, dass in der Süßigkeitenschublade nicht wieder einen Mottenlarven-Epidemie ausbricht und die Viecher schließlich auch noch aus meinem Geldbeutel rauskriechen.
Als die Sternsinger schon über alle Berge waren und nachrennen somit zwecklos, habe ich den Geldbeutel letztendlich gefunden – an einer Stelle, wo ich vorher eigentlich gesucht hatte…
Zufall? Kennt der Papst meine Meinung über ihn und hat mir durch meine Geldbeutelsuche aus höheren Rängen mitteilen lassen, dass er in diesem hoffnungslosen Fall getrost auf die Spende verzichten kann?