Endlich. Mein erstes richtiges Africola getrunken.

Premium Afri Cola | Bastard | Köln | 04-10-2008
Endlich. Mein erstes richtiges Africola getrunken.

Premium Afri Cola | Bastard | Köln | 04-10-2008
Heute waren wir zum Radtourismus in der Pfalz. Habe aber keine Zeit für einen ausführlichen Bloggeintrag, daher nur die Stichwörter des gelungenen Tages:
– Mein Schlafzimmer und die Spiegelkacheln
– Was machen Fleischerhaken in Vegetarierhaushalt
– Wir waren am Kalmit-Stoppomat
– Klosprüche Kalmitgipfel:

– Jugendliche am Wegrand beleidigen die Goldige mit Fettes Ding!. Gemein! Die meinten doch mich!!!
Was ist das ? kündigt mein neuer Lieblingkollege heute per E-Mail seine Überraschung an. Mein neues Grünpflänzchen. Der Kollesche aus Westfalen traute mir korrekt zu, dass es mich vor Lachen fast umhauen würde beim Anblick dessen:

Dies ist – so der edle Spender – halt auch etwas ganz besonderes, zumindest nach deiner Definition meiner heimatlichen Umgebung.
Nämlich: Pampa!. Pampa fürs Büro.
Weil der Gute sich wohl nicht sicher war, ober mir Frau von Welt so ein paar läppische Grashalme genügen (könnt ja sein ich rauch das Zeug), gabs noch eine Herausforderung für mein doch so ungrünes Händchen obendrauf: Sonnenblumensamen für eine 3,82m groß werdende Sonnenblume, edler Samenspender wurde wohl schon in der ARD vorgestellt und ist Badener. Also – wenn das nu mal gut geht:
Schwäbin pflanzt badischen Samen ausgehändigt von Mann aus westfälischer Pampa…
Heute im Hausflur. Zum Thema: wie erziehe ich meine Nachbarn?
<img src="http://blabla.blogg.de/files/2012/07/fensterbedienung.jpg" alt="Zum Bedienen eines Fensters in Mannheimer Mehrfamilienhäusern" /
Darum kann die Goldige gerade nicht mehr so beschwerdefrei joggen gehen. Hat sie uns heute beim Mittagessen erzählt. Sie war beim Orthopäden. Der hat ihr das erklärt – mit dem Fazzi-Fuzzi Muskel. Der Fazzi-Fuzzi ist in der Hüfte, oben, an der Spitze des Darmbeins, am sogenannten Darmbeinstachel. Dieser Muskel führt von dort mit runter zum Knie, ändert dabei wohl auch noch seinen Namen, und die meisten Läufer haben dann wegen dem anderen Fazzi weiter unten am Knie so ihre Problemchen. Also nicht mit dem -Fuzzi, sondern dem Fazzi mit dem anderern Suffix, der mir jetzt gerade nicht mehr einfällt, und ich immer noch auf den Wikipedia-Link warte, den mir die Goldige zur Erklärung schicken wollte.
Wir haben heute beim Mittagessen auch noch ganz andere tollen Themen gehabt, wie die Tatsache, dass ich die Goldige wohl nie kennengelernt hätte, wäre DDR heute noch DDR. Was sehr traurig wäre, denn dann hätte ich ja nie von ihrem Fazzi-Fuzzi zu hören bekommen! Die Wende hatte der Goldigen aber auch eine nette Reise mit der FDJ oder so Gedönz nach -wohin nochmal?- verwehrt. Andererseits kann sie heute überall hinreisen, z.B. nach Schweden, um dort wegen Haferbrei, Lasagne, Blaubeersuppe und trockenen Brötchen um den Vätternsee rumzuradeln und eine quengelnde Schwäbin zur Weiterfahrt zu motivieren.
Heute haben wir auch festgestellt, dass der Dottore seinen Dottore-Titel doch nicht in Physik, sondern in Ukrainischer Geschichte gemacht haben muss. Und wertvolle Tipps zur glücklicheren Lebensgestaltung habe ich bekommen: Niederknutschen, Feierabend!. Aber das lassen wir jetzt lieber mal…
… oder wie atmet man durch Power-Schleim und Müsliriegel?
So Jedermannradrennen sind echt so ne Sache für sich. Nichts für unsere Schätzelchen-Goldige, zumindest nicht, bevor wir nicht ausgiebig im Kreisverkehr mit wild rumeiernden Idioten Pulkfahren geübt haben, nech!?
Beim Nürnberger Altstadtrennen empfand ich es auch als gänzlich ungünstig, im vordersten Startblock A eingeteilt zu sein und dann hinterher C-klassig zu fahren.
Eine gefährliche Sache, sich so einen Arsch voll einzubilden mit dem Startblock A und zu denken, man könnte die 40-50 km/h im Pulk auf 65 Kilometern halten.
War dann irgendwie ziemlich anstrengend. Nach 13 Kilometern ist mir die ganze elitäre Bande mal so lockerflockig davon gefahren, während ich mit mörderischen Kopfschmerzen erst einmal eine Runde allein im Wind halb am verrecken war. Hatte so tolles Power-Gel dabei (diesmal nicht für die Haare) und wollte mir damit selbst helfen. Vom Schleimzeugs kam mir mehr wieder hoch als runterging, was zur Folge hatte, dass ich das Zeugs auch noch am einatmen war, und das mit dem unspektakulärem Ausspucken des atmungsverhinderndem Sabber in einer kompakten Masse auch noch zum Problem wurde.
Während der ganzen Aktion, in der ich mir durchaus auch Gedanken machte, ob ich merke, wann mein Herz und Hirn zuviel mitmachen muss, kam dann lockerflockig der Startblock-B-Pulk an mir vorbeigeheizt. Jene konnten sich aber sehr glücklich schätzen, dass der Wind das Zuviel aus meinem Mund lieber anderweitig verteilte.
In den letzten Runden konnte ich mich an der Gruppe um einen grauen Langhaarigen orientieren, mein Zustand stabilisierte sich, auch wenn ich das Auseinanderziehen meiner vom Gel verklebten Finger zum Zwecke des Schaltens als eine lästige Sache empfand. Da das Gel in&out verwertet war, übte ich mich im Müsliriegel im Mund halten und dabei noch durchzuatmen. An Gewinnen war ja nicht mal im Schlaf zu denken. Denn – wie sagte Gregor Braun schon so schön:
Wenn du unterwegs nicht dreimal stirbst, kannst du kein Radrennen gewinnen.
War ja nur einmal fast am verrecken 😉 Und das reichte.
Triathlon de Gérardmer. Gestern. Wär ja jetzt nicht das erste Mal gewesen, dass wir im Regen wettkampfmäßig Leibesertüchtigung betreiben 😉 So auch da.
Die Wettervorhersage für Gérardmer war wie folgt: Freitag – Regen.
Samstag (Tag des Triathlons) – bewölkt.
Sonntag – Regen.
Das Wetter war: Freitag – Sonne, Wolken, trocken.
Samstag: Regen Regen Regen.
Sonntag: Sonne, Wolken, trocken.
Wir – waren campen. Es war trocken zum Zeltaufbau und trocken zum Zeltabbau.
Ansonsten: Pfütze ums Zelt. Und aggressive Schwäne, die sich nicht schämten, uns Frauen von Welt mal ganz frech vors Zelt zu kacken. Und anzufauchen und schließlich auch anzugreifen.
Und: ich – bin schuld.

Uns fehlten zwei Minuten für Platz drei. Zwei Minuten, die ich, so frisch wie ich mich heute fühle, vielleicht doch hätte rausfahren können.
Aber le Monsieur charmant d’Alsace, Michel, hat mir bei meinen Einbrüchen in der dritten Runde das Bergfahren schon sehr angenehm mit Zuquasseln gemacht. Zuquasseln ist ganz gut, wenn man sich fragt, warum in den Beinen langsam nix mehr geht, trotz Powergels und -bars, Bananen, Cola und nette Franzosen, die einem das Gefühl von Tour-de-France gaben mit ihrem Bravo, Madame! Allez allez! während die einzigen Worte, die mir dazu noch nach fünf jämmerlichen Jahren Schulfranzösisch noch einfielen ‘Merci’ und ‘rien ne vas plus’.
la liste des rapport Triathlon XL relais:
Pos Nom (NOC) – (Natation) Pos Time | (Velo) Pos Temps | (CAP) Pos Temps | Total Rang Nom
19. LES INES (FRA) – 11 1:06:41 | 24 4:35:15 | 19 2:20:34 | 8:03:55 1 FEM
21. CYCLO DES BALLONS (FRA) – 5 1:01:23 | 23 4:34:06 | 37 2:39:04 | 8:16:12 2 FEM
23. COCO TEAM (FRA) – 28 1:15:47 | 30 4:44:10 | 17 2:18:29 | 8:19:44 3 FEM
26. WHY MCA (SWE) – 3 1:01:06 | 36 4:56:52 | 20 2:22:13 | 8:21:39 4 FEM
32. LES TRI WOM SPEED (BEL) – 9 1:03:34 | 19 4:20:35 | 45 3:11:37 | 8:37:11 5 FEM
40. RAZOU TEAM (FRA) – 34 1:20:39 | 45 5:16:52 | 30 2:29:20 | 9:08:19 6 FEM
45. 902 – TRI POWER FRAUEN (GER) – 38 1:28:20 | 41 5:02:52 | 46 3:14:46 9:47:28 7 FEM
Sollt mal wieder Zug fahren. Oder Straba. In Monnem…
@Monnemer Witzlieferantin: Hast ne Streckenempfehlung?
Nun zum Witz..
Zwei Mannheimer sitzen im Zug. Auf einmal springt der Zug aus den Gleisen, fährt eine Böschung runter, um einen Baum herum, an einem Fluß entlang und wieder auf die Gleise zurück.
1.Mannheimer: Hear – sagemool, warum sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?
2.Mannheimer: Kää Ahnung, vielleicht sollt ma mol de Schaffner frooge?
Beide gehen zum Schaffner.
1.Mannheimer: Du sagemool, Kaddeabreisser, warum sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?
Schaffner: Da kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen. Wir sollten uns beim Zugführer erkundigen!
Alle drei gehen zum Zugführer.
1.Mannheimer: Du sagemool, Zuchfierer, warum
sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?
Zugführer: Hear do stand en Pälzer uff de Gleise!
2.Mannemer: Ja unn? Do fahrt ma driwwer!
Zugführer: Wollt isch ja . Awwer do is de bleede Pälzer von de Gleis runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum…

Frühstück vorm Flamme Rouge mit meinen Sportsfreunden.

Mein engagierter Einarbeiterich probiert alles, um meine Kompetenzen in der neuen Abteilung zu evaluieren. Und kündigte schon bei meinem ersten indiskreten Verplappern an, dass es aus dem Wald rausschallt wie’s reinschallt. Ich hätte es wissen müssen. Denn – ich habe durch meine häufig missverstandene Art, auf dummes Geschwätz dummes Geschwätz zurückzuliefern, den Guten aufgrund seines Wohnsitzes diskriminiert. Dabei wohnt er gar nicht in Bielefeld! Schlimmer. Sein Wohnsitz: Paderborn. Gören-Kommentar: totale Pampa! – Pampa!? Der gute Mann unterbittet sich so eine Bezeichnung seiner werten Heimat! Und ich soll mal nicht glauben, dass man mir meine schwäbische Herkunft (gar Schwäbische Alb?) nicht anhöre. Das tut man sehr wohl. Da könne ich mir noch was einbilden auf meine Hamburg- und allgemein Hochdeutschland-Aufenthalte. Wenn etwas Pampa sei, dann das! Meine Heimat. Ländle! (da lacht er).
Schickt mir der Gute heute eine E-Post mit Betreff Denksportaufgabe, stellt einen Begriff in den Raum, den ich nicht kenne, und schreibt dann “die Lösung findest du in den nachfolgenden Sätzen”.
Mein altbekanntes Problem. Der Kollege hat mich nach zwei Tagen durchschaut. Ich bin so primitiv! Nicht lesen – überfliegen. Nicht denken – googlen.
Nix finden und Sache vertagen. Man muss Prioritäten setzten. Zähne ausbeißen später. Kann ich den Schlawiner immer noch nach dem Wochenende fragen, warum sich ein paar Zeilenumbrüche und ein schöner Gruß neuestens als ‘ein paar Sätze’ schimpft.
Der ganzen Blogg findet ihr ein paar Sätze weiter oben. Ich bin so dumm!
Irgendwie ist heute echt mal so ein Blog-Tag. Dauernd passieren Sachen, die man glatt mal so bloggen könnte. Erst die schwedische Exception. Wo mir dann aber hinterher eingefallen ist, dass ich meine IDE auch mit -nl sv Startparametern gestartet habe, und damit wohl das einzige, was internationalisiert ist in diesem Spitzentool die Open-Source-Plug-ins sind, die in dieser tolle Sprache loggen können.
Dann erzählt mein doch bald ehemaliger Liebling-Kollege (alias der wahre Held der Arbeit, nicht nur ein solcher, wie er sonst andere auch sogenannte Freunde der Nacht nennt, wenn in Hinter- wie in Vordergrund die Exceptions nur so runterrattern), dass gestern auf ProSieben in der Boris-Becker-Sendung der Boris mit dem Ulle radgefahren ist. Jetzt hab ich aber ja keinen Fernseher. Und wenn ich einen hätte, würde ich nicht ProSieben kucken. Leider ist mir damit doch glatt etwas entgangen, das prima zu meiner persönlichen Belustigung beigetragen hätte.
Zu meiner Schande wusste ich gar nicht, dass der, der so komisch redet, wie die um Heidelberg zu meiner letztjährigen Verwunderung eigentlich alle reden, auch noch eine Sendung macht. Bin ja sowas von uninformiert! Weiß nur, dass der Boris sich mit einer verlobt hat, die auch schonmal was mit dem Tommi Haas hatte.
Sendung hin oder her. Jedenfalls is der Boris mit dem Ulle radgefahren und ich habs verpasst! Und Liebling-Kollege fragt sich nun, ob Ulle ein Schdeffens-Rad fährt. Er glaubte das gesehen zu haben. Denn Lieblingkollege wollte
sich auch fast ein Stevens-Rad (also [Schdeffens], wie er das schön ausspricht) besorgen, dann hab ich ihm zum dem noch schöner und besser ausgestattetem Centurion Fitnessbike geraten, aber weil weder Schdeffens noch Centurion zeitnah liefern konnten, hat
er schließlich ein [Schdaiger] Rad gekauft. Wofür ich ihn erst ausgelacht habe, (Miss-Wichtig fährt Rotwild und hat Angst vor Wildschweinen), das Rad aber aufm Bild eigentlich sehr dezent schön aussah. (@Merge-Mälscher!* – das gute Stück wurde mir noch nicht in Echt vorgeführt! Nachholen!)
Nun denn, jedenfalls fragen wir uns jetzt beide: Fährt Ulle jetzt [Schdeffens]?.
Teil Zwei. Mir fällt kein passenderer Übergang ein.
Frau Nachbarin (Ü72 mit überstandenen Gallenstein OPs) putzte heute bei offener Wohnungstür. Wohl um mich abzufangen. Und mir mitzuteilen, dass sie mein mehrmaliges Um-den-Block-Kurven im Sinne meiner Parkplatzsuche vom Fenster aus beobachtet habe.
Was sie aber nicht hat sehen können, war folgende hundsgemeine Aktion von einer ollen Tante in einem hässlichen Auto: beim Einfahren in die enge Straße gibt mir eine Parkende ein Zeichen, dass sie jetzt losfahre und der Parkplatz frei wird. Entgegen kommt die Tante und fährt auf den Behindertenparkplatz weiter vorne. Zwischenzeitlich wende ich meinen schwedischen Firmenpanzer, um ordnungsgemäß in Fahrtrichtung zu parken.
Die nette Ausparkende parkt aus, entgegen kommt nun aber ein weiteres Auto, das durch die Straße will.
Währenddessen hat auch die Tante festgestellt, dass sie doch nicht so behindert ist wie sie parkt und hat diesen Parkplatz wieder verlassen. Ich fahre rückwärts, um das entgegenkommende Auto durchzulassen, und stehe schließlich in der Bucht gegenüberliegend zur Tante. Als das entgegenkommende Auto vorbeigekommen war, fährt die Tante vor mir los, hinein in den explizit für mich reservierten Parkplatz! Geht’s noch!?
Zurück zur Frau Nachbarin. “Haben Sie schon unseren schönen renovierten Innenhof gesehen? Frau… oder Fräulein … “ will sie außerdem noch erfahren. “Marion” – entgegne ich. Wollte sie nicht annehmen. Ich soll jetzt sagen Frau oder Fräulein. Da fiel nichts mehr ein. Hätte vielleicht sagen sollen: also wenn schon, dann bitte Frollein!. Bin kein Fräulein. Bin ein Frollein! (andere nennen mich auch Luder, aber das bin ich genausowenig eins, wie ein Fräulein).
Nachbarin W. will außerdem wissen, warum die junge Dame unter uns schon so eine schöne Wäscheleine an der gestern neu montierten Wäscheaufhängevorrichtung an den Balkongeländern habe und wir anderen nicht. Ob ich denn wisse, wann das der Herr Vermieter bei uns machen würde. Ich teile ihr mit, dass das die Frau unter ihr wohl selbst gemacht hat und ich fest davon ausgehe, dass das auch sonst jeder selbst macht. Aber dann sehe das doch nicht einheitlich aus, so Frau W., andere Farben, total chaotisch, ginge doch nicht. Ich finde das schön, entgegne ich. “Sie sind auch
noch jung”, so die Nachbarin. Wenn ich mal so alt bin wie Sie will ich aber immer noch eine bunte Wohnung haben, erwidere ich. “Ja ha… werden Sie erst einmal so alt wie ich,” so Ü72.
Dies galt nun als guter Anlass dafür, mich erneut darauf hinzuweisen, dass sie zwar weiß, dass ich für die Kehrwoche seit ich hier lebe noch keinen Finger krumm gemacht habe, aber ich auch gar nichts
machen brauche, denn das mache sie gerne, sonst sei ihr so langweilig. Und mir mit meiner ganzen Radfahrerei, Wohnungseinrichterei, denn sie beobachtet das auch alles sehr genau vom Fenster, sei ja garantiert nicht langweilig. Sie sei aber auch sehr sportlich für ihr Alter. Sie habe eine Fünf-Kilo-Hantel. Trainiert jeden Tag, weil sie keine Schwabbel-Oberarme haben will wie die anderen Alten. Ich entgege “Was soll denn ich da sagen!?” und zeige ihr mein selbes Problem auf dem Zielfoto meines ersten Triathlons.
Fernseher in den Keller tragen helfe, so sie. Aber wie soll ich einen Fernseher in der Keller tragen, ohne Fernseher. (Übergang zu Boris oben geschafft.. is aber unnötig jetzt) Im übrigen habe ich auch nicht das Bedürfnis, meinen alten 30kg Monitor selbständig in den Keller zu tragen. Mein Kreuz. Vielleicht macht die Ü72 das ja auch? Muss se mal fragen. Wozu hat man Nachbarn!? Die Alten sind einfach noch härter im nehmen. Die machen keine Radrennen und Triathlons und so’n Kram. Die tragen Fernseher in ihre Keller! Oder schnappen meinen Parkplatz. Deutschland – deine Jugend!
* (Name aus Gründen der abs. Anonymität v.d. Red. geändert)
So einen Tag vor meinem Wechsel in die Welt einer 70er-Jahre-Sprache:
Heute beglückte mich eine schwedische Exception 🙂 Schöne neue Welt internationalisierter Entwicklungsumgebungen … hach! 🙂
javax.xml.transform.TransformerException: Okänt fel i XPath.
at com.sun.org.apache.xpath.internal.XPath.execute(XPath.java:296)
at com.sun.org.apache.xpath.internal.jaxp.XPathImpl.eval(XPathImpl.java:213)
at com.sun.org.apache.xpath.internal.jaxp.XPathImpl.evaluate(XPathImpl.java:275)
Fahrradparadies Hornisgrinde. Sogar an Verpflegungseinrichtungen an der Strecke wurde gedacht:

Flaschenhalter am Wegrand 🙂 Dieser Titel bezieht sich selbstverständlich nur auf das Bild “links”. Denn die letzte, und somit auch die Flasche, stand ja hinter der Knipse.

Auch Knackärsche waren auf dem Weg nach oben unterwegs … und Leutz die ihre Frisur mal wieder total blöd finden.
Da haben sich meine lieben Schätzelchens mal wieder eine sehr schöne Tour ausgedacht! 🙂

Gibt es romantischere Stellen als den Parkplatz vor Lidl?
p.s.: @goldige: da sieht man ja gar nix. den balken kann ich wech lassen, oder?
Das war nun heute also mein erster Triathlon. Nette Sache an und für sich. Bisschen 500m plantschen, 21km radeln und dann noch 5km spazieren gehen, danach gediegen Kaffee & Kuchen. Heute mal nicht nur Rentnersuppe in den Bad Emser Thermen, sondern Ganzkörperkondometragende in der Lahn, die hinterher halbnackt im Regen einen Buckel hochfahren (oder auch mal schieben), das ganze wieder runterschlittern, um danach sich laufend mit annahenden Wadenkrämpfen Cola ins Gesicht und übers schnieke Triathlonanzügchen kippen (also ich jedenfalls).
Das hat bei mir auch alles prima geklappt. Brav hinten eingereiht, dann erst mal ans rechte Ufer geschwommen, damit der Rückweg ans linke Ufer nicht zu kurz ist, zuletzt nur noch Brustbeinschlägen ausweichend mit übelstem Kraulstil (komisch, warum die Brustschwimmer schneller sind) an Land geplätschert, überkompliziert aus der Schale geworfen, Laufschuhe nochmal zugedeckt, könnten ja nass werden. Wie im Triathlonwechselzonenkurs gelernt meine schlammigen Füßchen erstmal mit meiner Wasserflasche von möglichen Sandkörnchen befreit. Versucht mit einem nassen zugeschlammten Handtuch meine Füsse abzutrocknen. Ging irgendwie nicht. Also mit nassen Füßen in trockene Socken rein. Ging auch nicht wirklich. Dasselbe Problem mit meinen Radhandschuhen. Warum zieh ich die überhaupt an? Gibts hier irgendwo einen Spiegel? Meine Frisur…
Radelnd am Berg ein Dutzend Wechselzonenprofis überholt, vor der Laufwechselzone nochmal so richtig Gas gegeben, damit das Laufen danach auch eine schöne Qual wird. Auf dem Weg in die Laufwechselzone gedacht, dass in Stöckelschuhen noch einfacher wäre zu laufen, als in meinen Klapper-Radschuhen. Fast übers eigene Rad gestolpert, mich geärgert dass des Nachbarn Rad auf meinen heiligen Wechselzonenplatz gefallen ist und erst mal nächstgelegensten Baum zum Anlehnen meines Heiligtums genommen. Mit nassen, durchgespülten Socken gings dann aber leichter in die Laufschuhe. Die Cola war gut aber kam mir zur Hälfte wieder hoch und landete auf meinem schnieken ich-bin-wichtig-Triathlon-Einteiler. Schnelle Jungs ziehen übereilig an mir vorbei und gehen nach einem Kilometer. Da wurde mein Zustand endlich stabiler. Ein Mann in Marathonläuferstatur zieht an mir vorbei, kurze Zeit später zwei ältere Herren, die mir aber Mut zureden, der sei sowieso viel zu schnell. Nach dem dritten Kilometer halten mir Frauen vom Org-Team Haargummis. Fasse nach meiner zerzausten is-nix-mehr-Frisur, aber bekomme die Dinger aufn Arm. Zwecks der Rundenzählung. Den letzten Kilometer hüpft eine fesche Schwedin hinter und neben mir her, als hätte sie gerade mit einer Leichtigkeit unsere gemeinsame Kaffeefahrt gewonnen. Ruft “nur noch ein Kilometer”, während ich denke, “geht nich schneller, und hoffentlich seh ich auf’m Zielfoto nicht ganz so fett aus”.
Nun hat die Gute ( 01:13:49h ) höflichst eine halbe Ewigkeit auf die dritte von hinten wie von vorne gewartet (oder: 16. von 20. Klingt schlimmer;-) 01:35:31 (00:14:39-00:54:07-00:26:45)), dass wir mit unserer Blitzduscherei doch glatt die Siegerehrung verpasst haben. Als Gewinn gabs ein Handtuch. Und einen Kommentar wegen dem Duschen.
Die trockenen Erdnusskekse und die noch trockeneren Kanelbullar gingen trotzdem runter wie nix. Also mit Kaffee und so.
Der Tag konnte auch nicht besser enden, als mit drei Teenagern, die mich beim Autoausräumen fragen:
Guten Abend, geht’s Ihnen gut? Und fast ohne meine Antwort abzuwarten weiter fragen:
Bin ich süß?
Nach genauerem Betrachten des jungen Schönlings, erwidere ich ein Ja, irgendwie schon, doch. Wills der andere Schönling nun erwartungsgemäß aber auch wissen: Sagen Sie, bin ich auch süß? Darf jetzt wohl nix Falsches sagen, kommts mir. Ja, auch. Vielleicht fast noch süßer. Nun wollts das Moppelchen, Dritter im Bunde, aber auch wissen. Hätte lügen müssen. Süßer Schönling No.1 rettet mich schließlich mit einem Sie sind aber auch süß! aus dem Schlamassel. Rotwerd… mit meinem Rotwild 😉
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