Kista   [schi:s'ta]

plapperlaplapp

Mein Sportsfreund Igor, auch genannt Wladimir, ist gerade öfters mal in Kista. Auf Kundenbesuch in dem gleichnamigen Stockholmer Vorort.

Über Kista habe ich mich am Wochenende zufällig auch auf schwedisch unterhalten. Weil Afri-Cola wohl in Köln erfunden wurde.

Da wollte ich auf schwedisch sagen, dass ich mir immer beim Getränkefuzzi um die Ecke eine Kiste mit den tollen kleinen Africola-Glasfläschchen besorgen lasse, weil ich gerne mit Gefühl trinke und diese wohlgeformte Africolaflasche größere Erregtheitszustände bei mir auslöst als eine Flasche Welde No.1. – Eine Verpackungsfetischistin… die Frau Bloggautorin…

Aber irgendwie hatte ich so im Hinterkopf, dass ich keinen ganzen Stockholmer Vorort voller Africola beim Getränkehändler um die Ecke bekommen kann, und es dazu in meiner fünfzig Quadratmeter Wohnung auch keinen Platz für gäbe.

Desweiteren, wurde ich belehrt, ist eine ‘Kista’ ein Sarg, also schon eine Kiste, aber eben eine andere. In meiner Küche steht nur ‘en back Afri-Cola’.

Nun hatte mich aber so eine Kista Afri-Cola auf komische Gedanken gebracht. Es ist nämlich auch so, dass ich, wenn ich mal tot bin, nicht in einer ‘Kista’ unter die Erde will, sondern meine Asche gefälligst in die Ostsee wehen soll. Das wäre auch eine sauberere Sache nach Entnahme etwaiger noch nützlicher Organe. Dieses Prozedere mit der Asche ins Meer ist aber nach deutscher Gesetzgebung nicht erlaubt (wundert uns das?).

Aus verlässlicher Quelle habe ich nun aber erfahren, gibt es dafür einen Workaround über Holland: Die Kiste mit der Leiche zum Aschemachen muss also erst einmal nach Holland – um das Gesetz zu umgehen. Und wenn noch Platz ist, kann man in der Kista sicher auch noch ein paar Fläschchen Afri-Cola mittransportieren.

Somit hätten wir für diesen Bloggeintrag wieder den Übergang zum Stockholmer Vorort und der Kiste mit Afri-Cola. Soweit ich mich erinnern kann, liegt Kista aber nicht direkt an der Ostsee. Das ist aber egal. Irgendwo um Schweden rum gibt es Meer. Und da weht meine Asche rein. Und für die Fische, damit das alles nicht so staubig ist, gibts noch ne Runde Africola auf Ex!

1.+2.November 2008 | Mannheim: Iron Cross Days

leibesertüchtigung

So, liebe seelenstrip Leser und Leserinnen! Ihr habt am 1./2.November was vor!

Kein Frühstückstreff im Flamme Rouge, sondern ein paar hundert Meter in und um Radrennbahn und Herzogenriedpark Flamme Rouge Frühstück, Flamme Rouge Crosslauf, Flamme Rouge Rad-Cross-Rennen. Zwei Tage lang Spiel, Spaß, Spannung und Schokolade! Alles klar? Wir starten bei den Iron Cross Days, und wenn ihr wollt machen wir ein lustiges Team zusammen! Also anmelden und kommen! Bisschen in der Pampa rumlaufen und rumradeln, was ist da schon dabei?

Hier noch die offiziellere Ankündigung, für alle, die gerade etwas erschrocken sind:

Cross, Crosser, Iron Cross
Das Mannheimer Lauf- und Radcross-Ereignis im Herbst.

Plakat Iron-Cross-Days 2008
Jahreszeit der Crosswettbewerbe. Und potentielles Mistwetter ist kein Grund sich nicht zu bewegen!
Nun gibt es hierfür das passende Sportereignis: die Iron Cross Days, am Wochenende des 1. und 2. November 2008, auf dem Gelände der Mannheimer Radrennbahn und dem angrenzenden Herzogenriedpark.

Angesprochen sind alle Ausdauersportler, ob jung oder alt, Frau oder Mann, Lizenzinhaber oder Hobbysportler, an verschiedenen Wettkämpfen, ob 10km Lauf-Cross, Rad-Cross oder kombiniert als Duathlon, teilzunehmen.

Auf einer Streckenlänge von 1500 Metern mit Schotterpisten, Hindernissen, Treppen werden Runden absolviert. Und zwar genau so viele, wie der Sportler während der Dauer das Rennens – je nach Leistungskategorie zwischen zehn und sechzig Minuten und einer Runde – bewältigen kann. Gewertet werden alle Einzelwettbewerbe, die Teilnahme an allen Wettbewerben fliest in die Gesamtwertung des ‘Iron Cross’ ein.

Auch Zuschauer sollen nicht zu kurz kommen. Ein umfangsreiches Rahmenprogramm mit Lagerfeuerromantik und Nachtwanderung für die Kinder, sowie die Präsenz mehrerer Radsportlegenden und aktiver Profis aus der Region machen die Iron Cross Days zur Attraktion.

Veranstaltet werden die Iron Cross Days vom Unternehmen City Biker und dem Radsportverein, RRC Endspurt Mannheim.
Anmeldung und Informationen auf der Webseite www.iron-cross-days.com.

Kalmit

Velo

Heute waren wir zum Radtourismus in der Pfalz. Habe aber keine Zeit für einen ausführlichen Bloggeintrag, daher nur die Stichwörter des gelungenen Tages:

– Mein Schlafzimmer und die Spiegelkacheln
– Was machen Fleischerhaken in Vegetarierhaushalt
– Wir waren am Kalmit-Stoppomat
– Klosprüche Kalmitgipfel:

– Jugendliche am Wegrand beleidigen die Goldige mit Fettes Ding!. Gemein! Die meinten doch mich!!!

Westfälische Pampa für den Schreibtisch

company talk, TEXT

Was ist das ? kündigt mein neuer Lieblingkollege heute per E-Mail seine Überraschung an. Mein neues Grünpflänzchen. Der Kollesche aus Westfalen traute mir korrekt zu, dass es mich vor Lachen fast umhauen würde beim Anblick dessen:

Gras

Dies ist – so der edle Spender – halt auch etwas ganz besonderes, zumindest nach deiner Definition meiner heimatlichen Umgebung.

Nämlich: Pampa!. Pampa fürs Büro.

Weil der Gute sich wohl nicht sicher war, ober mir Frau von Welt so ein paar läppische Grashalme genügen (könnt ja sein ich rauch das Zeug), gabs noch eine Herausforderung für mein doch so ungrünes Händchen obendrauf: Sonnenblumensamen für eine 3,82m groß werdende Sonnenblume, edler Samenspender wurde wohl schon in der ARD vorgestellt und ist Badener. Also – wenn das nu mal gut geht:

Schwäbin pflanzt badischen Samen ausgehändigt von Mann aus westfälischer Pampa…

Fazzi-Fuzzi ist kaputt – bei der Goldigen

leibesertüchtigung

Darum kann die Goldige gerade nicht mehr so beschwerdefrei joggen gehen. Hat sie uns heute beim Mittagessen erzählt. Sie war beim Orthopäden. Der hat ihr das erklärt – mit dem Fazzi-Fuzzi Muskel. Der Fazzi-Fuzzi ist in der Hüfte, oben, an der Spitze des Darmbeins, am sogenannten Darmbeinstachel. Dieser Muskel führt von dort mit runter zum Knie, ändert dabei wohl auch noch seinen Namen, und die meisten Läufer haben dann wegen dem anderen Fazzi weiter unten am Knie so ihre Problemchen. Also nicht mit dem -Fuzzi, sondern dem Fazzi mit dem anderern Suffix, der mir jetzt gerade nicht mehr einfällt, und ich immer noch auf den Wikipedia-Link warte, den mir die Goldige zur Erklärung schicken wollte.

Wir haben heute beim Mittagessen auch noch ganz andere tollen Themen gehabt, wie die Tatsache, dass ich die Goldige wohl nie kennengelernt hätte, wäre DDR heute noch DDR. Was sehr traurig wäre, denn dann hätte ich ja nie von ihrem Fazzi-Fuzzi zu hören bekommen! Die Wende hatte der Goldigen aber auch eine nette Reise mit der FDJ oder so Gedönz nach -wohin nochmal?- verwehrt. Andererseits kann sie heute überall hinreisen, z.B. nach Schweden, um dort wegen Haferbrei, Lasagne, Blaubeersuppe und trockenen Brötchen um den Vätternsee rumzuradeln und eine quengelnde Schwäbin zur Weiterfahrt zu motivieren.

Heute haben wir auch festgestellt, dass der Dottore seinen Dottore-Titel doch nicht in Physik, sondern in Ukrainischer Geschichte gemacht haben muss. Und wertvolle Tipps zur glücklicheren Lebensgestaltung habe ich bekommen: Niederknutschen, Feierabend!. Aber das lassen wir jetzt lieber mal…

Gesabber rund um die Nürnberger Altstadt

Velo

… oder wie atmet man durch Power-Schleim und Müsliriegel?

So Jedermannradrennen sind echt so ne Sache für sich. Nichts für unsere Schätzelchen-Goldige, zumindest nicht, bevor wir nicht ausgiebig im Kreisverkehr mit wild rumeiernden Idioten Pulkfahren geübt haben, nech!?

Beim Nürnberger Altstadtrennen empfand ich es auch als gänzlich ungünstig, im vordersten Startblock A eingeteilt zu sein und dann hinterher C-klassig zu fahren.
Eine gefährliche Sache, sich so einen Arsch voll einzubilden mit dem Startblock A und zu denken, man könnte die 40-50 km/h im Pulk auf 65 Kilometern halten.

War dann irgendwie ziemlich anstrengend. Nach 13 Kilometern ist mir die ganze elitäre Bande mal so lockerflockig davon gefahren, während ich mit mörderischen Kopfschmerzen erst einmal eine Runde allein im Wind halb am verrecken war. Hatte so tolles Power-Gel dabei (diesmal nicht für die Haare) und wollte mir damit selbst helfen. Vom Schleimzeugs kam mir mehr wieder hoch als runterging, was zur Folge hatte, dass ich das Zeugs auch noch am einatmen war, und das mit dem unspektakulärem Ausspucken des atmungsverhinderndem Sabber in einer kompakten Masse auch noch zum Problem wurde.

Während der ganzen Aktion, in der ich mir durchaus auch Gedanken machte, ob ich merke, wann mein Herz und Hirn zuviel mitmachen muss, kam dann lockerflockig der Startblock-B-Pulk an mir vorbeigeheizt. Jene konnten sich aber sehr glücklich schätzen, dass der Wind das Zuviel aus meinem Mund lieber anderweitig verteilte.

In den letzten Runden konnte ich mich an der Gruppe um einen grauen Langhaarigen orientieren, mein Zustand stabilisierte sich, auch wenn ich das Auseinanderziehen meiner vom Gel verklebten Finger zum Zwecke des Schaltens als eine lästige Sache empfand. Da das Gel in&out verwertet war, übte ich mich im Müsliriegel im Mund halten und dabei noch durchzuatmen. An Gewinnen war ja nicht mal im Schlaf zu denken. Denn – wie sagte Gregor Braun schon so schön:

Wenn du unterwegs nicht dreimal stirbst, kannst du kein Radrennen gewinnen.

War ja nur einmal fast am verrecken 😉 Und das reichte.

Le feeling du Tour de France

leibesertüchtigung

Triathlon de Gérardmer. Gestern. Wär ja jetzt nicht das erste Mal gewesen, dass wir im Regen wettkampfmäßig Leibesertüchtigung betreiben 😉 So auch da.

Die Wettervorhersage für Gérardmer war wie folgt: Freitag – Regen.
Samstag (Tag des Triathlons) – bewölkt.
Sonntag – Regen.

Das Wetter war: Freitag – Sonne, Wolken, trocken.
Samstag: Regen Regen Regen.
Sonntag: Sonne, Wolken, trocken.

Wir – waren campen. Es war trocken zum Zeltaufbau und trocken zum Zeltabbau.
Ansonsten: Pfütze ums Zelt. Und aggressive Schwäne, die sich nicht schämten, uns Frauen von Welt mal ganz frech vors Zelt zu kacken. Und anzufauchen und schließlich auch anzugreifen.

Und: ich – bin schuld.

Uns fehlten zwei Minuten für Platz drei. Zwei Minuten, die ich, so frisch wie ich mich heute fühle, vielleicht doch hätte rausfahren können.
Aber le Monsieur charmant d’Alsace, Michel, hat mir bei meinen Einbrüchen in der dritten Runde das Bergfahren schon sehr angenehm mit Zuquasseln gemacht. Zuquasseln ist ganz gut, wenn man sich fragt, warum in den Beinen langsam nix mehr geht, trotz Powergels und -bars, Bananen, Cola und nette Franzosen, die einem das Gefühl von Tour-de-France gaben mit ihrem Bravo, Madame! Allez allez! während die einzigen Worte, die mir dazu noch nach fünf jämmerlichen Jahren Schulfranzösisch noch einfielen ‘Merci’ und ‘rien ne vas plus’.

la liste des rapport Triathlon XL relais:

Pos Nom (NOC) – (Natation) Pos Time | (Velo) Pos Temps | (CAP) Pos Temps | Total Rang Nom

19. LES INES (FRA) – 11 1:06:41 | 24 4:35:15 | 19 2:20:34 | 8:03:55 1 FEM

21. CYCLO DES BALLONS (FRA) – 5 1:01:23 | 23 4:34:06 | 37 2:39:04 | 8:16:12 2 FEM

23. COCO TEAM (FRA) – 28 1:15:47 | 30 4:44:10 | 17 2:18:29 | 8:19:44 3 FEM

26. WHY MCA (SWE) – 3 1:01:06 | 36 4:56:52 | 20 2:22:13 | 8:21:39 4 FEM

32. LES TRI WOM SPEED (BEL) – 9 1:03:34 | 19 4:20:35 | 45 3:11:37 | 8:37:11 5 FEM

40. RAZOU TEAM (FRA) – 34 1:20:39 | 45 5:16:52 | 30 2:29:20 | 9:08:19 6 FEM

45. 902 – TRI POWER FRAUEN (GER) – 38 1:28:20 | 41 5:02:52 | 46 3:14:46 9:47:28 7 FEM

Do fahrt ma driwwer!

die lieben nachbarn, TEXT

Sollt mal wieder Zug fahren. Oder Straba. In Monnem…
@Monnemer Witzlieferantin: Hast ne Streckenempfehlung?
Nun zum Witz..

Zwei Mannheimer sitzen im Zug. Auf einmal springt der Zug aus den Gleisen, fährt eine Böschung runter, um einen Baum herum, an einem Fluß entlang und wieder auf die Gleise zurück.

1.Mannheimer: Hear – sagemool, warum sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?

2.Mannheimer: Kää Ahnung, vielleicht sollt ma mol de Schaffner frooge?

Beide gehen zum Schaffner.

1.Mannheimer: Du sagemool, Kaddeabreisser, warum sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?

Schaffner: Da kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen. Wir sollten uns beim Zugführer erkundigen!

Alle drei gehen zum Zugführer.

1.Mannheimer: Du sagemool, Zuchfierer, warum
sinn mir dann vun de Gleise runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum am Roi entlang un widder uff die Gleise druff?

Zugführer: Hear do stand en Pälzer uff de Gleise!

2.Mannemer: Ja unn? Do fahrt ma driwwer!

Zugführer: Wollt isch ja . Awwer do is de bleede Pälzer von de Gleis runner die Böschung nab, um de Bänneboom rum…

IQ Test

company talk

Mein engagierter Einarbeiterich probiert alles, um meine Kompetenzen in der neuen Abteilung zu evaluieren. Und kündigte schon bei meinem ersten indiskreten Verplappern an, dass es aus dem Wald rausschallt wie’s reinschallt. Ich hätte es wissen müssen. Denn – ich habe durch meine häufig missverstandene Art, auf dummes Geschwätz dummes Geschwätz zurückzuliefern, den Guten aufgrund seines Wohnsitzes diskriminiert. Dabei wohnt er gar nicht in Bielefeld! Schlimmer. Sein Wohnsitz: Paderborn. Gören-Kommentar: totale Pampa! – Pampa!? Der gute Mann unterbittet sich so eine Bezeichnung seiner werten Heimat! Und ich soll mal nicht glauben, dass man mir meine schwäbische Herkunft (gar Schwäbische Alb?) nicht anhöre. Das tut man sehr wohl. Da könne ich mir noch was einbilden auf meine Hamburg- und allgemein Hochdeutschland-Aufenthalte. Wenn etwas Pampa sei, dann das! Meine Heimat. Ländle! (da lacht er).

Schickt mir der Gute heute eine E-Post mit Betreff Denksportaufgabe, stellt einen Begriff in den Raum, den ich nicht kenne, und schreibt dann “die Lösung findest du in den nachfolgenden Sätzen”.
Mein altbekanntes Problem. Der Kollege hat mich nach zwei Tagen durchschaut. Ich bin so primitiv! Nicht lesen – überfliegen. Nicht denken – googlen.
Nix finden und Sache vertagen. Man muss Prioritäten setzten. Zähne ausbeißen später. Kann ich den Schlawiner immer noch nach dem Wochenende fragen, warum sich ein paar Zeilenumbrüche und ein schöner Gruß neuestens als ‘ein paar Sätze’ schimpft.
Der ganzen Blogg findet ihr ein paar Sätze weiter oben. Ich bin so dumm!

Fährt Ulle [Schdeffens] ?

die lieben nachbarn

Irgendwie ist heute echt mal so ein Blog-Tag. Dauernd passieren Sachen, die man glatt mal so bloggen könnte. Erst die schwedische Exception. Wo mir dann aber hinterher eingefallen ist, dass ich meine IDE auch mit -nl sv Startparametern gestartet habe, und damit wohl das einzige, was internationalisiert ist in diesem Spitzentool die Open-Source-Plug-ins sind, die in dieser tolle Sprache loggen können.

Dann erzählt mein doch bald ehemaliger Liebling-Kollege (alias der wahre Held der Arbeit, nicht nur ein solcher, wie er sonst andere auch sogenannte Freunde der Nacht nennt, wenn in Hinter- wie in Vordergrund die Exceptions nur so runterrattern), dass gestern auf ProSieben in der Boris-Becker-Sendung der Boris mit dem Ulle radgefahren ist. Jetzt hab ich aber ja keinen Fernseher. Und wenn ich einen hätte, würde ich nicht ProSieben kucken. Leider ist mir damit doch glatt etwas entgangen, das prima zu meiner persönlichen Belustigung beigetragen hätte.

Zu meiner Schande wusste ich gar nicht, dass der, der so komisch redet, wie die um Heidelberg zu meiner letztjährigen Verwunderung eigentlich alle reden, auch noch eine Sendung macht. Bin ja sowas von uninformiert! Weiß nur, dass der Boris sich mit einer verlobt hat, die auch schonmal was mit dem Tommi Haas hatte.

Sendung hin oder her. Jedenfalls is der Boris mit dem Ulle radgefahren und ich habs verpasst! Und Liebling-Kollege fragt sich nun, ob Ulle ein Schdeffens-Rad fährt. Er glaubte das gesehen zu haben. Denn Lieblingkollege wollte
sich auch fast ein Stevens-Rad (also [Schdeffens], wie er das schön ausspricht) besorgen, dann hab ich ihm zum dem noch schöner und besser ausgestattetem Centurion Fitnessbike geraten, aber weil weder Schdeffens noch Centurion zeitnah liefern konnten, hat
er schließlich ein [Schdaiger] Rad gekauft. Wofür ich ihn erst ausgelacht habe, (Miss-Wichtig fährt Rotwild und hat Angst vor Wildschweinen), das Rad aber aufm Bild eigentlich sehr dezent schön aussah. (@Merge-Mälscher!* – das gute Stück wurde mir noch nicht in Echt vorgeführt! Nachholen!)

Nun denn, jedenfalls fragen wir uns jetzt beide: Fährt Ulle jetzt [Schdeffens]?.

Teil Zwei. Mir fällt kein passenderer Übergang ein.
Frau Nachbarin (Ü72 mit überstandenen Gallenstein OPs) putzte heute bei offener Wohnungstür. Wohl um mich abzufangen. Und mir mitzuteilen, dass sie mein mehrmaliges Um-den-Block-Kurven im Sinne meiner Parkplatzsuche vom Fenster aus beobachtet habe.

Was sie aber nicht hat sehen können, war folgende hundsgemeine Aktion von einer ollen Tante in einem hässlichen Auto: beim Einfahren in die enge Straße gibt mir eine Parkende ein Zeichen, dass sie jetzt losfahre und der Parkplatz frei wird. Entgegen kommt die Tante und fährt auf den Behindertenparkplatz weiter vorne. Zwischenzeitlich wende ich meinen schwedischen Firmenpanzer, um ordnungsgemäß in Fahrtrichtung zu parken.
Die nette Ausparkende parkt aus, entgegen kommt nun aber ein weiteres Auto, das durch die Straße will.
Währenddessen hat auch die Tante festgestellt, dass sie doch nicht so behindert ist wie sie parkt und hat diesen Parkplatz wieder verlassen. Ich fahre rückwärts, um das entgegenkommende Auto durchzulassen, und stehe schließlich in der Bucht gegenüberliegend zur Tante. Als das entgegenkommende Auto vorbeigekommen war, fährt die Tante vor mir los, hinein in den explizit für mich reservierten Parkplatz! Geht’s noch!?

Zurück zur Frau Nachbarin. “Haben Sie schon unseren schönen renovierten Innenhof gesehen? Frau… oder Fräulein … “ will sie außerdem noch erfahren. “Marion” – entgegne ich. Wollte sie nicht annehmen. Ich soll jetzt sagen Frau oder Fräulein. Da fiel nichts mehr ein. Hätte vielleicht sagen sollen: also wenn schon, dann bitte Frollein!. Bin kein Fräulein. Bin ein Frollein! (andere nennen mich auch Luder, aber das bin ich genausowenig eins, wie ein Fräulein).

Nachbarin W. will außerdem wissen, warum die junge Dame unter uns schon so eine schöne Wäscheleine an der gestern neu montierten Wäscheaufhängevorrichtung an den Balkongeländern habe und wir anderen nicht. Ob ich denn wisse, wann das der Herr Vermieter bei uns machen würde. Ich teile ihr mit, dass das die Frau unter ihr wohl selbst gemacht hat und ich fest davon ausgehe, dass das auch sonst jeder selbst macht. Aber dann sehe das doch nicht einheitlich aus, so Frau W., andere Farben, total chaotisch, ginge doch nicht. Ich finde das schön, entgegne ich. “Sie sind auch
noch jung”
, so die Nachbarin. Wenn ich mal so alt bin wie Sie will ich aber immer noch eine bunte Wohnung haben, erwidere ich. “Ja ha… werden Sie erst einmal so alt wie ich,” so Ü72.
Dies galt nun als guter Anlass dafür, mich erneut darauf hinzuweisen, dass sie zwar weiß, dass ich für die Kehrwoche seit ich hier lebe noch keinen Finger krumm gemacht habe, aber ich auch gar nichts
machen brauche, denn das mache sie gerne, sonst sei ihr so langweilig. Und mir mit meiner ganzen Radfahrerei, Wohnungseinrichterei, denn sie beobachtet das auch alles sehr genau vom Fenster, sei ja garantiert nicht langweilig. Sie sei aber auch sehr sportlich für ihr Alter. Sie habe eine Fünf-Kilo-Hantel. Trainiert jeden Tag, weil sie keine Schwabbel-Oberarme haben will wie die anderen Alten. Ich entgege “Was soll denn ich da sagen!?” und zeige ihr mein selbes Problem auf dem Zielfoto meines ersten Triathlons.
Fernseher in den Keller tragen helfe, so sie. Aber wie soll ich einen Fernseher in der Keller tragen, ohne Fernseher. (Übergang zu Boris oben geschafft.. is aber unnötig jetzt) Im übrigen habe ich auch nicht das Bedürfnis, meinen alten 30kg Monitor selbständig in den Keller zu tragen. Mein Kreuz. Vielleicht macht die Ü72 das ja auch? Muss se mal fragen. Wozu hat man Nachbarn!? Die Alten sind einfach noch härter im nehmen. Die machen keine Radrennen und Triathlons und so’n Kram. Die tragen Fernseher in ihre Keller! Oder schnappen meinen Parkplatz. Deutschland – deine Jugend!

* (Name aus Gründen der abs. Anonymität v.d. Red. geändert)

muss doch javaentwicklerin bleiben…

company talk

So einen Tag vor meinem Wechsel in die Welt einer 70er-Jahre-Sprache:
Heute beglückte mich eine schwedische Exception 🙂 Schöne neue Welt internationalisierter Entwicklungsumgebungen … hach! 🙂

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