wehwehchen Tag

plapperlaplapp

War jetzt dann lange genug Dreißig.
Meine Beißerchen bekamen heute Füllung Nummer Elf. Die Hepatitis-Impfung nach der Zahnfleischbetäubung scheine ich alles andere als gut zu vertragen. Und beim dritten Arztbesuch heute wird mir Naftidrofuryloxalat verschrieben.

Zur Behandlung der Symptome einer Hirnleistungsstörung im Alter bei moderater seniler Demenz.

Danke! Das war eigentlich gegen den Hörsturz. (Sagt man dann).

Schneeflocksche, Weißrocksche, du bist so konkret

company talk

Die Zeit ist wieder gekommen, für O Tannebaum, unser Lieblingbaum (wie grun sind dein Blädder).
Jedes Projektteam hat Lieblingbaum. Lieblingtool, Lieblingkollesche, Lieblingbaum. Unser Team hat sogar einen Lieblingkranz. Adventskranz. Und Liebling-Feuerschutzbeauftragten. Der nach dem ersten vergessenen Ausblasen der Kerzen vorsorglich die Hinweisschilder angebracht hat:

Speziell für mich, die immer lieber für romantische Stimmung als fürs Fixen der fehlgeschlagenen JUnit-Testcases sorgt.

Nun sind Lieblingkollege und Lieblingprojektleiter leider schon im wohlverdienten Weihnachtsurlaub. Sonst hätten wir uns nochmal um unseren Lieblingkranz aus Liebling-Grun-Blädder von Lieblingbaum stellen können, um konkret zum Weihnachtsliedersingen
anzustimmen…

Ni Hao!

Velo

Reisevorbereitungen… SWR2 Chinesisch Podcast hören und die ersten Zeichen pauken…
Chinesisch Teil 1
<!–Passenden Tee trinken, Reiseführer besorgen, im Netz nach Erfahrungsberichten anderer Verrückter recherchieren (chinabikers.de,)
Yunnan Tea
Zum Abschluss haben wir uns dann nochmal in der fuer ihre Vielseitigkeit bekannten Yunnaner Kueche versucht: neben dem ueblichen Reis, heute mal in gebratener Form gab es geroestete Mehlwuermer, was hier eine Spezialitaet zu sein scheint.
–>

Gebt mir die Kugel

company talk

Wir haben gewichtelt. Horrorgewichtelt. Statt Sperrmüll. Von mir gabs eine kleine silberne Glaskugel mit Katzengesicht. Ich bekam dafür eine große, silberne Glaskugel. Mit kleinen Spiegelplättchen bestückt. Zum Aufstellen – und Strom-Anschließen. Dreht sich dann. Eigentlich ein Utensil fürs Büro. Da ich ja schon immer was an der Klatsche hatte, würde das mit der Discokugel so direkt neben dem schönen Adventskranz überhaupt nicht auffallen. Ich wollte ja schon immer DJane sein. Aber dass das so schnell geht…

Kraftkugeln

fressen - einfach nur fressen

OK. Ihr träumt jetzt von türkisfarbenem Meer, leichter Brise, unberührten weißen Stränden, dunkelhäutigen Menschen in weißen, flatternden Klamotten, die pure Entspannung in warmen Gefilden – und diesen gewissen Pralinen.

Kraftkugeln

Falsch gedacht. Das sind KRAFTKUGELN. Kraftkugeln für kräftezehrende, total hirnrissige Aktionen wie die meine gestern, bei 6°C, starkem Wind, Nieselregen mit einem weißen schönen Rennrad für einen Kanister Odenwaldquelle. 50km irgendwie doch zum Spaß, für ein Gigathlon-Scheißwetter-Feeling und die Vorfreude auf die heiße Dusche danach in der Gegend rumradeln, in der Tat genauso Verrückten zu begegnen, und mit dreckverschmierter Hose an der Straße nach Ziegelhausen runter fast noch anstehen, bei drei vorgefahrenen Autos voller leerer Wasserbehälter – Einwanderer-Großfamilie beim Wasserzapfen – die mich nassen Dreckspatz freundlicherweise vorlassen und sich vermutlich denken, wie man bei dem Wetter mit dem Fahrrad einen Berg hochfahren kann, nur um bei der Abfahrt drei Liter Wasser aufzufüllen, welches im Endeffekt gar nicht viel anders schmeckt als das aus dem Wasserhahn.

[Das Rezept, wie die Müsliriegel aus dem tour magazin juni 2007]

Zutaten
250g Trockenfrüchte(z.B.Aprikosen,Pflaumen,Rosinen,Kirschen)
1/16l Apfelsaft
1/16l Wasser
1 TL Honig
50g Traubenzucker
100g hochwertige Edelbitterschokolade
50g Haferflocken
100g gemahlene Nüsse
Kokosflocken zum Bestreuen

Trockenfrüchte mit Apfelsaft, Wasser und Traubenzucker vermischen und über Nacht einweichen. Alles in der Küchenmaschine zerkleinern, bis eine breiige Masse entsteht.
Diese Masse mit Nüssen, Haferflocken, der im Wasserbad geschmolzenen Schokolade und dem Honig gut vermischen. Das Ganze im Kühlschrank drei bis vier Stunden durchziehen lassen. Aus der nun festeren Masse kleine Kugeln formen und diese in Kokosflocken wälzen.

Energiebomben. Schlechthin.

Glühwein

plapperlaplapp

Es hat wieder begonnen, das Oh du Fröhliche…, die ersten knallbunten Lichterketten in den Fenstern, die an Häusern herabhängenden Plastikweihnachtsmänner, die gestresste Menschenmasse in den Fußgängerzonen, die nur deswegen so fröhlich erklingen, weil sie ein paar Tassen Glühwein intus haben.
Es ist nicht so, dass ich keinen Glühwein mag. Im Gegenteil. Und wenn ich an die Feuerzangenbowle letztes Jahr denke, wird mir ganz warm ums Herz.
Aber Glühwein-Fertiggesöff für achtzig Cent kann ja keinen guten Rotwein enthalten. greenyoghurt gourmet macht sowas selbst. Ist ja prinzipiell nicht so, dass der Aldi-Dornfelder-Rotwein schlecht ist. Es ist allerdings auch nicht so, dass mir Fertigglühwein jemals nicht bekam.
Jedenfalls aber habe ich neben meiner letztjährigen Glögg-Gewürz-Selbstgemacht Aktion noch den Ursprung dieser Idee, eine Tüte Glögggewürz aus Schweden (muss wohl von 2005 gewesen sein) in meiner Gewürzkiste entdeckt, Und das sollte aufgebraucht werden. OK, da war vielleicht ein Grünschimmer an der Pomeranzschale. Aber – Alkohol tötet – Pomeranz-Ignoranz. So! Runter damit. Wärmt. Machte nach einer halben Tasse schon richtig gesprächig. Nach der ganzen wusste ich, es reicht. Eine Stunde später verließ mich irgendwie so langsam mein Gleichgewichtssinn, und die Erlösung nahte… das tolle Essen kanns doch nicht gewesen sein… das sich nun doch flugs seinen Weg der Verdauung in die gekommene Richtung bahnte.

Je voudrais

francais, plapperlaplapp, TEXT

Französischkurs … wer macht schon einen Französischkurs. Außer meiner Schwester 😉
Ich will mehr Spass haben, um aus meinem fünfjährigen und seit dreizehn Jahren kontinuierlich degradierten Schulkenntnissen mehr herauszuholen als in Paris mit perfekt aus dem Hals gerolltem “R” ein Bonjour, huit Croissants, s’il vous plait, Merci, Au Revoir zur Sprache bringen zu können.
Und nicht mit anderen, Savoir-Vivres und ‘wir lieben Bordeaux-Wein, nouvelle cuisine ete-pe-te-te Volkshochschülern abends in einem Klassenzimmer eines linguistisch orientierten Gymnasiums gähnend unprickelnde Konversation über die Dauerausstellung im Louvre unter Berücksichtigung grammatikalischer Tücken zu betreiben und eigentlich nur dort zu sein, um mal wieder eine Schule betreten zu dürfen ohne an einem Elternabend teilzuhaben.

Ich will Spass haben. Und bestelle also ein Buch, das die Amazon-User mit fünf Sternen gewertet haben und den interessant klingenden Titel ‘Je voudrais que quelqun m’attend quelque part’ trägt. Erkenne beim Überfliegen des Klappentextes ein Dutzend bekannter Vokabeln und gelange beim Nachschlagen des Titels des ersten Kapitels bereits an die Grenzen meines wichtigtuerisch im Elsaß gekauften ‘Pratique allemand’ – Dictionaire
francais-allemand, allemand-francais. (Pons ist langweilig). Aber was um alles in der Welt sind auch Petites Pratiques Germanopratines? Deutsche Pralinen… vielleicht? Immerhin weiß ich jetzt, dass eine Kornblume eine bluette ist, kann also beruhigt auf Seite 2 mit einem Halbverständnis umblättern, finde aber momentan hebräisch lernen mit israelischen Kollegen viel spannender (Boker Tov), und sollte mir eher langsam Gedanken darüber machen, wie das Zeichen für vegetarisches Essen, Damenklo und Hotel auf chinesisch aussieht…

Cranberries mit Haaren

plapperlaplapp

Eigentlich wollte ich hier und jetzt folgendes bloggen:

I was at Dolores O’Riordans concert. And all I got is this lousy pick.

Aber nicht einmal das habe ich bekommen! Keines, der vielen mit dem Namen der Cranberries-Sängerin – die doch mit mittellangen Haaren, also direkt einer Frisur, viel besser aussieht als zu Zombie-Zeiten – beschrifteten Plektrons, die in die Menge geworfen wurden.

Spitzenidee dann von mir, nach dem Konzert gegen den Strom nach vorne zu laufen, auf andere drauf, weil die genau die gleiche dämliche Aktion unternahmen wie ich: den Fußboden nach kleinen Plastikplättchen abzusuchen.
Das erinnerte mich irgendwie an unseren London-Urlaub, in jenem Sommer 1997, als ganz England weinte und ich nichts besseres zu tun hatte, als mich mit Haasi zu verkrachen: wegen meines Drangs, ein Musikgeschäft zum Erwerb eines Plektrums mit einer den Aufenthalt in dieser Stadt erkennbaren Aufschrift zu finden. Sie weigerte sich mitzukommen, wo ich doch den halben Tag schon geduldig die Besichtigung und Anprobe adliger englischer Jagdmode ertragen hatte. Ich habe kein Londoner Plektrum erworben. Und Londoner Musikgeschäfte sind seither tabu.

Im übrigen war das Konzert irgendwie gar nicht rührend. Die Cranberries-Jungs mit ihren Pilzfrisuren hätte ich aber bei weitem cooler gefunden, als diese ungepflegten Hardrocker im Achtziger-Langhaar-Look.

Ja, herrliche Krawallmucke, klare Stimme, schönes Kleid, italienische Fans. Die Gitarren ein wenig übersteuert (werd wohl langsam alt), auch mal falsch gespielt, die Pause vor der Zugabe eher als notwendigen Gitarrenstimmservice wahrgenommen, und das letzte angekündigte Lied war auch unverhofft das letzte Lied. Seltsam, irgendwie.
Viel sympathischer war da doch die Frau Rainbirds, die spielte, was wir wollten, solange wir wollten. Und sich zweimal vorm Publikum verbeugt, sich bedankt, und lacht, und lustig ist.

entfesselter phosphor des abends

plapperlaplapp

noch immer sage ich die gleichen worte
noch immer fasse ich nichts kann ich nicht halten
was so unsäglich vorüberzieht

Kulturbanausin war zum dritten Mal innerhalb vier Tagen auf einem Konzert. Beim Konzert meines lieben Compañero de Trabajo. Ich geh gern dahin. Weil, so die Aussage meines Begleiters, man sich danach selbst auf die Schultern klopfen kann, dass man bei so einem Konzert war. Neue Musik. Nicht so Mozart-Beethoven-Trallala, sondern richtige neue krasse E-Musik. Gespielt von richtig netten jungen Talenten, die man wegen ihrer Professionalität bewundert, und deshalb klatscht. Und nicht, weil man sich gerade so richtig hat entspannen können… bei DEN Klängen, Geräuschen, und der immer wieder aufkommenden Freude, wenn man gerade für drei, vier Töne eine Melodie hat erkennen können.

ich senke ich hebe
die stimme winke mit beiden händen wie wild
während rings in dünsten von flammen geht aller
entfesselter phosphor des abends und manchmal
lautlose grelle ungeheuer stehn in mir auf

in meinem tiefsten ICH … die Ungeheuer erweckt … bei dem Stück Schwarze Stille. Es war alles andere als Stille. Und Meditationsmusik ist nicht zu verwechseln mit musikalischer Meditation, die dieses Stück angeblich war…“musikalische Meditation über die Frage nach dem Verhältnis von innen und außen, der Frage des philosophischen Verhältnisses zwischen der Gehör- und Sprachlosigkeit eines Partiturbildes und seiner klanglichen Realisierung.
Der Komponist von heute ist ständig auf der Suche, Partiturbilder für emotionale, geistige und soziale Vorgäng zu entwerfen.
Diese Arbeitsweise im Sinne einer permanenten Grenzausdehnung macht ihn deshalb zum potenziellen Aggressor gegen all diejenigen, die genau dieses
Durchbrechen aus gesellschaftlichen Opportunitätserwägungen um jeden Preis verhindern wollen.

ich suche den sommer in der dunklen diktion
meiner worte und heiß fällt der abend
herab
von blutigen horizonten
fällt abend und läuft mir davon

[ aus einem Gedicht von Wolfgang Hilbig ]

Auf dem Heimweg gönnte ich mir dann doch wieder was leichtes. Gesprochene Popmusik. Mit lustigen, romantischen Texten. Ja!

Diese Stücke sind ganz sicher künstlerische Hochleistungen. Analogien zu Hurz rein zufällig…

Wunschkonzert

plapperlaplapp

katharina franck live in Heidelberg

Endlich! Mein langersehnter erster Besuch eines Rainbirds Konzerts.
Katharina Franck solo und live im Heidelberger Kulturfenster, dieser kuschelig kleinen Lokation.
Gesungene und gesprochene Popsongs, über geliebtes Holz… so eindringlich und authentisch aufgeführt… begleitet von einem den Rainbirds-3000-live Sound perfektionierenden Gitarristen, der selbst bei dem spontanen Sea-of-Time Publikumswunsch (…ja, auch in allen 24 Teilstücken…) keine Zweifel an seiner Kompetenz ließ. Schmacht!

Diwali und der thematisierte Projektleiter

company talk

Mein lieber Herr Projektleiter wurde heute thematisiert. Von unserem Chef. In einer Email mit der Anrede ‘Hi Thema’.
Tolle Sache, sowas. Man ist im nu geschlechtsneutral, kann mit ‘Das’ angeredet werden, und hat prompt einen superwichtig klingenden Spitznamen.
Neben Thema, der früher Benjamin Blümchen genannt wurde, habe ich auch Toblerone mit im Büro sitzen. Mir ist das jetzt schon fast unangenehm, dass ich weder früher noch heute einen Spitznamen vorzuweisen habe, bei dem die Kollegen brüllen vor Lachen. Ich bin so L A N G W E I L I G ! Vielleicht wäre ja Louise was. Thema & Louise.

Im übrigen war heute Diwali. Diwali ist das Santa-Lucia von Indien. Obwohl Diwali eigentlich erst morgen ist, hat mein Tischkickerturnier Team-Hot-Chai-Partner behauptet, das sei heute. Und zum Zwecke des Tischkicker-Dopings leckere Diwali Sweets mitgebracht. Da soll mir doch seine Wife mal ein Rezept zukommen lassen. Dann fang ich auch wieder mit backen an, wenn ichs auch nicht kann. Das Zeug war richtig lecker! Wo wir dann auch wieder bei dem Thema wären –> KEKSE!

Glückskekse

fressen - einfach nur fressen

Nein, ich bin kein Glückskeks. Ess nur welche. Manchmal. In meiner Verzweiflung. Und wer auch immer sich die Sprüche dafür ausdenkt … dieser Mistdinger machen fett und treffen irgendwie zu…

+++ Die Zeit heilt alle Wunden
+++ Es wird Dir Vorteile einbringen, wenn Du Dein soziales Umfeld erweiterst
+++ Eine Begegnung lässt Ihr Herz höher schlagen

Ja… in der Tat… Kekse! Ich will Kekse!

Svensson, Andersson oder Hansson?

Velo

Das ist die Kategorisierung der Teilnehmer der Vätternrunde 2008.

[ ] Svensson . der nette gesellige Typ, der gerne Leute trifft und feiert. Unterhält sich lieber einmal mit anderen Radfahrern als ihnen bei der ersten besten Steigung davonzufahren. Dafür muss Svensson ca. 1000km trainiert haben.

[ ] Andersson . schätzt die Kontrolle; berechnet genau die benötigte Gesamtzeit, den erforderlichen Schnitt sowie die Länge der Stopps an den Depots, um seine berechnete Zeit zu halten. 2000km Training.

[ ] Hansson . liebt die rasante Fahrt, den Tacho und sein italienisches Rad. 3000 km Training.

Nach meinem diesjährigen Trainingsumfang bis Mitte Juni wäre ich wohl ein Svensson gewesen mit den Ambitionen eines Hansson. Einer Frau Hansson. Frau Hansson will nur Männer am Berg abhängen.