Die erste sprachlich unvorbereitete Reise meines Lebens. Nach Budapest, Ungarn. Für eine Kundenschulung mit englischem Unterrichtsmaterial, die ich auf deutsch zu halten beauftragt wurde. Für Ungarn, die meine Muttersprache besser beherrschen als ich meine erstgelernte Fremdsprache englisch. Ich schäme mich in Grund und Boden dafür, dass ich weder ein “Guten Tag” noch “Danke” oder – wie ich das mal für Tschechien mittels kostenloser Hörbeispiele von Pimsleur gelernt habe – “prominte- nä rosumin česky, rosumite anglitzky” hervorbringe. Respektlos – soviel Zeit hätte sein sollen. Nachdem die Dame an der Supermarktkasse erst freundlich mein Lächeln erwidert, dann die Sicherheitsschranke bei meinem Trolley ein Piepen auslöst und mich schließlich eine englischsprechende Kundin hinter mir aus dem Schlamassel rettet, winkt mich die Busfahrerin zum kostenlosen Mitfahren durch, bevor ich eine Fahrt die vielleicht 300 Forint kostet mit einem 10000 Ft Schein bezahle. Davon abgesehen wusste ich bis heute morgen nicht, dass in Ungarn der Euro noch nicht eingeführt wurde (Umrechnungskurs um die 300). In der internationalen Hotelbar erwarte ich aus dem spanischen abgeleitet etwas mit Rindfleisch unter einem “Burrito Carnitas” und erhalte wider der Erwartung einen ‘veganischen’ (wie meine argentinische Freundin immer belächelt) Burrito. In Carnitas steckt doch Fleisch drin! Ich verstehe die Sprachenlogik nicht mehr. Z’ai jian! 再见

Sprachlich hilflos

company talk, reisen, TEXT

Hummus-Yali

english, plapperlaplapp, reisen, TEXT

Yali hat gemailt! Yali ist auch so ein Grünstrickmützencobain, nur mit Arbeit. In einem kleinen schnuckeligen Falafelladen (Hummus Place, 99 MacDougal, Greenwhich Village), den ich mir letztens als Location fürs Abendessen ausgesucht hatte.
Israeli-Grünstrickmütze ohne Mütze, Frisur ‘Cobain’, gutaussehend. Yali arbeitet ein halbes Jahr, reist ein halbes Jahr. Hielt mich für ne Französin (so toll ist mein Englisch) und war noch nie in Deutschland (you know, the history…). Da hab ich ihn doch gleich mal nach Mannheim eingeladen, der könnt da so’n Hummus-Platz aufmachen, zuviel Döner hier.

Ich habe Hummus und Homemade Lemonade bestellt und bekam ständig neue kleine Töpfchen mit Dips und Salätchen samt Nachtisch von Yali aufgetischt. Das ganze für nicht mal zehn Dollar. Köstliches Essen!
Yali hat im Allgemeinen alle Leute so toll bedient, den ganzen Laden unterhalten, und noch am Nachbartisch zum hebräischen Happy-Birthday angestimmt.

Aber ich glaube, mit seiner E-Mail hat er ne andere Schnecke gemeint, die ihm ihre Adresse aufn Kassenbon gekritzelt hat…

to drunk to function
hello ms marion this is yali , we met at bua,i wanted to appoligize for my behavior at the bar and to tell you that if you are still in n.y i would gladly make it up to you (if given a chance)
and if not you told me you are going to israel for a couple of weeks during the summer so my offer to show you around stands if we will be in the hollyland in the same dates. goodbye.

Was ist bua, warum apologized er sein behavior, was will er up-to-me machen? Aber das ‘holly land’ tät mich auch mal interessieren. Da kann man sicherlich auch fahrradfahren…