How to open a jar in Brazil

english, fressen - einfach nur fressen, postkartenmotive, reisen, TEXT, travel

The intentions were good of my brother-in-law’s wife to collect the emptied jars from the bar and use them to preserve herbs and other dry food that is normally sold here in small plastic bags and once opened immediately gets humid in this tropical sea climate. So the point of re-using the jars is to be able to close the lid properly, so no humid air comes in.

Those vacuum-closed jars are often hard to open, at home I am using a Swedish tool that looks like a bottle-opener of hard plastic, or simply a spoon to get little air under the lid to then be able to turn the lid easily and open the jar.

Cooks and barmen here however tend to get the work done quickly without changing the tool in their hand to open the jar in a sustainable way. Take a knife and smash some holes into the lid!

Wenn man Postkarten schreiben will und es keine gibt

plapperlaplapp, postkartenmotive, reisen, TEXT

Die beiden mit italienischen Briefmarken frankierten Postkarten mit dem Katzenmotiv im Vatikan hängen wartend an unserem Kühlschrank. Das verlängerte Wochenende letzten Sommer war zu schnell vorbei um die Postkarten mit Geschichten über den Scarface Kellner, il caffè vero im Sciascia, das Theater mit der Apartmentvermietung und den nicht erhaltenen Nachrichten über booking.com zu beschreiben und an meine Freunde zu senden. Statt Witzfilmchen über Whatsapp zu versenden, die vermutlich genauso viel Strom auf den Servern dieser Welt verbrauchen, wie die E61 Brühgruppe meiner Kaffeemaschine*, mal ein Stück Karton mit Fotodruck und einem abgeleckten Papierabriss versenden. Hätte ich so eine Postkarte vor 35 Jahren erhalten, würden die DDR Briefmarken in meinem Album erblassen. Eine brasilianische Briefmarke würde die erste Seite meines Albums zieren. Neben den Briefmarken mit dem Roxette Motiv!

Nun liegen wir hier aber in einer Hängematte in Ubatuba, mit Blick auf die Morros, die Hügel, die das Städtchen im Bundesstaat Sao Paulo umgeben. Ein “hier sieht’s aus wie im Schwarzwald” liegt mir auf der Zunge, damit habe ich in Chiang Mai mal meine Freundin empört. Landschaft ist auch da, aber es sieht hier nicht aus wie im Schwarzwald, selbst wenn Baden-Baden nicht weit ist: es steht in 3/4l Flaschen im Kühlschrank des Kiosks Cacha Prego, den mein Schwager kürzlich gepachtet hat. Die Brauerei – Cervejeria – ist zweieinhalb Stunden von hier entfernt in Campos do Jordao.

Es gibt kein Bier auf Hawaii und keine Postkarten in Ubatuba. Umgekehrt funktioniert dieser Satz vermutlich. Statt Postkarten belebe ich hiermit meinen Blog.

*unser Stromverbrauch pro Tag stieg von 5 kwH auf 9 kwH pro Tag durch die über Nacht nicht ausgeschaltete Siebträger Kaffeemaschine. Es ist also nicht der Computer und der Internet Router, der das Working-from-Home teurer macht…

Die erste sprachlich unvorbereitete Reise meines Lebens. Nach Budapest, Ungarn. Für eine Kundenschulung mit englischem Unterrichtsmaterial, die ich auf deutsch zu halten beauftragt wurde. Für Ungarn, die meine Muttersprache besser beherrschen als ich meine erstgelernte Fremdsprache englisch. Ich schäme mich in Grund und Boden dafür, dass ich weder ein “Guten Tag” noch “Danke” oder – wie ich das mal für Tschechien mittels kostenloser Hörbeispiele von Pimsleur gelernt habe – “prominte- nä rosumin česky, rosumite anglitzky” hervorbringe. Respektlos – soviel Zeit hätte sein sollen. Nachdem die Dame an der Supermarktkasse erst freundlich mein Lächeln erwidert, dann die Sicherheitsschranke bei meinem Trolley ein Piepen auslöst und mich schließlich eine englischsprechende Kundin hinter mir aus dem Schlamassel rettet, winkt mich die Busfahrerin zum kostenlosen Mitfahren durch, bevor ich eine Fahrt die vielleicht 300 Forint kostet mit einem 10000 Ft Schein bezahle. Davon abgesehen wusste ich bis heute morgen nicht, dass in Ungarn der Euro noch nicht eingeführt wurde (Umrechnungskurs um die 300). In der internationalen Hotelbar erwarte ich aus dem spanischen abgeleitet etwas mit Rindfleisch unter einem “Burrito Carnitas” und erhalte wider der Erwartung einen ‘veganischen’ (wie meine argentinische Freundin immer belächelt) Burrito. In Carnitas steckt doch Fleisch drin! Ich verstehe die Sprachenlogik nicht mehr. Z’ai jian! 再见

Sprachlich hilflos

company talk, reisen, TEXT

Hummus-Yali

english, plapperlaplapp, reisen, TEXT

Yali hat gemailt! Yali ist auch so ein Grünstrickmützencobain, nur mit Arbeit. In einem kleinen schnuckeligen Falafelladen (Hummus Place, 99 MacDougal, Greenwhich Village), den ich mir letztens als Location fürs Abendessen ausgesucht hatte.
Israeli-Grünstrickmütze ohne Mütze, Frisur ‘Cobain’, gutaussehend. Yali arbeitet ein halbes Jahr, reist ein halbes Jahr. Hielt mich für ne Französin (so toll ist mein Englisch) und war noch nie in Deutschland (you know, the history…). Da hab ich ihn doch gleich mal nach Mannheim eingeladen, der könnt da so’n Hummus-Platz aufmachen, zuviel Döner hier.

Ich habe Hummus und Homemade Lemonade bestellt und bekam ständig neue kleine Töpfchen mit Dips und Salätchen samt Nachtisch von Yali aufgetischt. Das ganze für nicht mal zehn Dollar. Köstliches Essen!
Yali hat im Allgemeinen alle Leute so toll bedient, den ganzen Laden unterhalten, und noch am Nachbartisch zum hebräischen Happy-Birthday angestimmt.

Aber ich glaube, mit seiner E-Mail hat er ne andere Schnecke gemeint, die ihm ihre Adresse aufn Kassenbon gekritzelt hat…

to drunk to function
hello ms marion this is yali , we met at bua,i wanted to appoligize for my behavior at the bar and to tell you that if you are still in n.y i would gladly make it up to you (if given a chance)
and if not you told me you are going to israel for a couple of weeks during the summer so my offer to show you around stands if we will be in the hollyland in the same dates. goodbye.

Was ist bua, warum apologized er sein behavior, was will er up-to-me machen? Aber das ‘holly land’ tät mich auch mal interessieren. Da kann man sicherlich auch fahrradfahren…