sechs jahre blabla

iBlogg

der seelenstrip hört jetzt auf. und macht woanders weiter.
Sechs Jahre ver-werbebanner-tes Bloggen reichen. Dankeschön an okej.de-Steffen für die Inspiration, dass man auch werbefrei kostenlos bloggen kann 🙂

Dankeschön meine liebe Leserschaft, und vielleicht bis bald bei
greenyoghurt.wordpress.com sowie greenyophoto.wordpress.com

Det finns alltid ett före och ett efter.
Först händer en sak och sedan händer nästa.
Om allting hände på en gång skulle det inte fungera.
Utan före och efter skulle allting hända på en gång och människan är inte gjort för den sortens kaos och anarki.
Det förflutna flyttar sig inte, skriver Marcel Proust.
Det flyttar sig inte men det rör sig.
Det förflutna roterar i hjärnan, i medvetandet, i själen på den som har varit med om det.
Det förflutna är fast och bestående, oflyttbar, men den vars förflutna det är, den som härbärgerar ett visst förflutet, den som upplåter utrymme inom sig åt ett specifikt förflutet, ett personligt då, den är i rörelse, den flyttar sig.
Den som lever är i ständig förändring, vare sig den vill det eller inte vill.
*
Es gibt immer ein Davor und ein Danach.
Erst passiert eine Sache und dann passiert die nächste.
Ohne davor und danach würde alles auf einmal geschehen und der Mensch ist nicht geschaffen für diese Art Chaos und Anarchie.
Das Vergangene bewegt sich nicht, schreibt Marcel Proust.
Es bewegt sich nicht aber ist nicht unverrückbar.
Das Vergangene dreht sich im Gehirn, im Bewusstsein, in der Seele dessen, der es erlebt hat.
Das Vergangene ist fest und beständig, unvergänglich, aber der, um dessen Vergange es geht, der ein gewisses Vergangenes beherbergt, der den Raum in sich zur Verfügung stellt für ein gewisses Vergangenes, ein persönliches, der ist in Bewegung, der bewegt sich.
Wer lebt ist in ständiger Bewegung, ob er will oder nicht.
Bodil Malmsten, Sista boken från Finistère.

adım adım

leibesertüchtigung

Istanbul Eurasia Marathon. Auch Schnecksche wollte dabei sein. Der Asien-Europa-Brückenüberquerung wegen. Der Weg das Ziel, nicht das Finishen. Den Ohrenarzt vorher damit beruhigt, dass Schnecken wie ich garantiert nicht zur Dopingkontrolle müssen, auch wenn die bei meinem Kortisonkonsum der vorletzten Woche garantiert angeschlagen hätte. Und dass ich mir eine Labertante suchen werde, zum Zwecke des Streckenentertainments und damit Ausbremsens jeglicher hyperandrogyner ‘mir sin die wo gwinne wollet’-Ambitionen.

Ich traf einen Laberonkel: Ismail aus Adana. Ismail war Teil einer sich um einen mit einer Plastiktüte kopfbedeckten, selbsternannten Übungsleiter scharenden Gruppe aufwärmwilliger Sportsfreunde. Nachdem ich die Schlange vor dem Damenklocontainer fotografiert hatte, war ich auf der Suche nach neuen lustigen Fotomotiven. Das kam mir da gerade entgegen.

Ismail konnte kaum englisch, ich kein türkisch. Wir machten einen Deal: ‘You learn me Inklish, I learn you Turkish’, Hier ein kleiner Auszug davon:

adım adım – step step
şen ve ben – you and I
ben koş – I run
hoş mavi göz – nice blue eyes

Von meinen schönen gelben Haaren redete Ismail dann auch noch.
Auf der Reise trafen wir auch eine Finnlandschwedin, die ein Auslandssemester in Istanbul machte. Sie erzählte von Landsfrauen, die sich schließlich die Haare schwarz färben lassen, um in Ruhe gelassen zu werden.
So schlimm empfand ich die Sache mit meinem südtürkischen Laufgenossen noch nicht, obwohl ich in diesem das Beschützersyndrom erweckt haben muss,  denn bei der Massage im Ziel wurden mir plötzlich meine verschwitzten Haare hinters Ohr gestreichelt und ich musste mir prompt Gedanken darüber machen, wie ich aus dem Schlamassel wieder rauskomme, um den Weg zum Hotel ohne Begleitung antreten zu können. My friend, who is waiting for me in the hotel wurde dann doch noch zum boyfriend, woraufhin die logische Frage kam, warum dieser mich denn nicht im Ziel empfinge und ‘when will you marry?’

Es ist nicht so, dass ich den Heiratsantrag an meinen schwulen Freund nicht bereits im Sommer gestellt hätte, was meine Stockholmer Freundin letztens auch sehr befürwortete, denn ‘es gibt auch Ehen ohne Sex … meine zum Beispiel 😉 ‘.
Wie Ismail aus Adana bereits im Rausch des 15km-Laufes von sich gab, konterte ich mit seinen Worten – ‘as you said – if you marry you’ll only have problems’ und erklärte ihm entschlossen meine Absicht, den Rückweg zum Hotel alleine zu finden, womit die Sache geklärt war.

Heute bekomme ich nette Mitteilungen meines großen Charmeurs auf Distanz, mit dessen Wunsch, ich solle doch beim Antalya Halbmarathon starten und
‘I am fine too.I sad that you are ill. I miss you.Blue eyes (mavi göz) turkish.You are nice a girl.İt is werry nice day.Werry funny day.Your well come. I am a little use computer.sorry werry nice photos,’, die mir zeigen, dass meine eigennützige Laufstunde ein kleiner Schritt zur interkulturellen Verständigung waren. Mit den wenigen Worten türkisch, die mir Ismail beigebracht hatte, beeindruckte ich auf dem Rückflug die zwei neben mir sitzenden, in Deutschland lebenden Türkinnen ungemein. Auch unser Shuttle-Fahrer am Frankfurter Flughafen fuhr noch zackiger, vor Freude über den Ort unserer Reise, die Tatsache, dass wir mit Turkish Airlines geflogen sind (das Essen ist besser als bei LH), und unser perfektioniertes teşekkür ederim. Dankeschön.

kaffeeanalys

fressen - einfach nur fressen

Sag mir welchen Kaffee du trinkst und ich (die Postkarte) sag dir, wer du bist…

kaffeeanalys
Okej – och nu har jag börjat med att dricka turkiskt kaffe… krigsreporter..författare…wannabee… typ.. jaha, nu vet jag 😉

Kaffeeanalyse
Schwarzer schwedischer Kaffee
Bodenständig und konservativ. Oberflächlich kommuniziert er/sie “ich weiß was ich will”, aber innerlich brodelt eine Angst vor dem Unbekannten.

Doppelter Espresso
Dominant, ausdrucksvoll, abenteuerlustig mit einer starken, rastlosen Veranlagung. Achtung: kann gefährlich sein!

Café au Lait
Guter Zuhörer, mag gemütliche Abende zuhause aber auch Reisen in Metropolen und Sehenswürdigkeiten rund um die Welt. Bist du oberflächlich, musst du aufpassen, das kann ein Philosoph sein.

Türkischer Kaffee
Ist oder will bereist und interessant sein. Kriegsreporter, Verfasser oder Wannabee. Spannend… aber hier stehst du nicht im Mittelpunkt.

Kaffee mit Sahne
Allsång på Skansen mit Sahne, Enkelkinder mit Sahne, Bingolotto-Lose mit Sahne. Ja, was sagt man dazu. Entweder hat er/sie ein gewisses Alter überschritten oder es macht sich da gerade jemand über dich lustig?

Einfacher Espresso
Ein großer Denker mit hohen Ansprüchen an seine Umgebung. Extrem fokussiert und gegenwärtig bei dem, was gerade ansteht. Dein Glück, wenn du das bist.

Cappucino
Coole Katze. Verbringt nicht den ganzen Vormittag um Kaffee zu trinken, aber genießt den Augenblick, um dann das Leben mit dem weitergehen zu lassen, was ansteht. Go with the flow.

aus der Reihe: alte Werbepostkarte ausgraben

Eins – Zwei – Polizei (bir – iki – polis) Istanbul Marathon 2009

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eins – zwei – polizei (bir – iki – polis)

crossing the bridge – istanbul avrasia maratonu
muslim women waiting in front of a mosque in Eyüp
Café Pierre Loti, Eyüp
savoir vivre – café pictures & stories
Basarviertel, Sultanahmet
Food place, Beyoglu
Türk Kavehsi – Kaffeesatz
Fotocollage an der Galatasarai Üniversitesi,Beşiktaş

Fügung

leibesertüchtigung

Ist es nicht schön, wenn etwas passiert, von dem man erst wollte, dass es passiert, sich dann aber dazu besinnt, dass es doch nicht passieren sollte, und man verhindert dass es passiert, aber es letztenendes doch passiert und man ist nun froh darüber, dass das, was hätte oder nicht hätte passieren sollen, passiert ist?

So geschehen heute. Ich hatte mich für den Kraichgau Triathlon 2010 angemeldet. Dann hat mir mein Freund der Eisenmann vom zeitgleich stattfindenden TriStar 111 Germany erzählt, was eigentlich eher mein Ding wäre, weil man da wenig schwimmen und wenig laufen muss, und dafür umso mehr radfahren darf 🙂 Nun waren aber die Rücktrittsbedingungen für den Kraichgau Triathlon nicht die optimalsten und ich teilte den Kraichgaus vor einigen Wochen mit, dass ich angemeldet bleiben möchte. Heute stelle ich fest, dass ich abmeldet wurde. Herrlich!

Plöt

Velo

Das muss mal wieder gesagt werden. Gerne von Henrike Heino, der ich diese Rechtschreibung zu verdanken habe: Ich bin plöt.
Mein Onkel Ohrendoktor meinte zu meiner letzten “Entspannungsfahrt” am Samstag beim Münsterlandgiro nur: Es gibt auch Leute, die fliegen zum Christmas-Shopping nach New York und wundern sich hinterher über ihren Tinnitus.
Mein Kortison-Doping erfolgt nun nach dem Wettkampf. Yes! Ich wollte es scheinbar nicht anders. Göre Keeps Smiling! Da sieht man mit ggf. aufgeblähtem Gesicht sicherlich besser aus 😉