Man(n)schettenknopf

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Mein Blick zog sich heute auf die Hemdsärmel meines Schulungsreferenten. Er setzte sich beim Mittagessen zu uns und erzählte etwas von dem Erfolg unseres Produkts beim Kunden. Das interessierte mich leider nicht. ich war abgelenkt und dachte nur an das eine. Bis ich mir durch meine Frage Gewissheit verschaffte. Es war tatsächlich so. Der Mann trägt IPods. Die classic Version. Als Manschettenknöpfe. Ich will das auch! Aber ich bin eine Frau. Frauen tragen keine Manschettenknöpfe sondern Handtaschen. Mein Kollege beruhigt mich, die sich schon diskriminiert fühlt, damit, dass wir Frauen sonst in der BusinessBekleidung viel mehr Freiheiten haben als Männer. Ich schaue an mir herunter, hohe Stiefel, türkisblaue Strumpfhose, Stulpen, kurze Hose und will mir meinen Kollegen darin gar nicht vorstellen. Und überhaupt, die Ohrstecker, die ich trage. Wenn sich ein Mann diese Farbenfrohheit erlaube denkt sich die Gesellschaft den Rest. Meine Ohrstecker sind Marke Eigenbau. Ich glaube, es sind zweckentfremdete … Manschettenknöpfe.

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Jetzt Karriere machen: als Referent/in zum Pilzesuchen

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Heute morgen in meiner Inbox: Ein namhaftes – sagen wir mal Logistik – Unternehmen sucht eine/n sogenannte/n “Referent/in zum Kistenpacken“. Ein durchaus ernstzunehmendes Stellenangebot, das zumindest dazu verlockt, die Ausschreibung mal durchzulesen, was so ein Referent zum Kistenpacken (vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit) so macht. Google zeigt die Stellenausschreibungen an. Der Link führt jedoch auf die gewöhnliche Jobportalseite – ohne die Kistenpackreferentenstellenanzeige. Für den Referenten zum Pilzesuchen hat die IT-Abteilung die Stellenbeschreibung noch nicht aus dem Internet eliminieren können. Leider nichts für mich, ich bekomme Würgereiz beim anstandsmäßigem Verzehr von Pilzen und auch keine fließenden Pilzkenntnisse. Falls eine Referentin für schwedischen Joghurtimport gesucht wird, hätte ich Interesse. War ANONYMOUS aktiv? Ich finde das jedenfalls ziemlich lustig.

Straf-ZL

die lieben nachbarn

Die Parksituation In der Neckarstadt scheint angespannter. Die Schnauze meines Autos schaute offensichtlich aus der Perspektive des Benutzers der Garage, an deren EinfahrtsKANTE ich am Freitag abend hin- und am Sonntag morgen wegparkte (‘seit Stunden’) wohl etwas zu weit in die Verbotszone. Ich bin so schrecklich rücksichtslos und sollte mich unheimlich schämen! Aber irgendwie stellt sich bei mir nur ein freches Grinsen ins Gesicht, weil Sich jemand wirklich die Mühe gemacht hat, mir kleine Briefchen zu schreiben – statt Gebrauchtwagenhändlerglanzvisitenkärtchen im Fensterheberschlitz kleine handbeschriebene StrafZL
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leberwurst usability

techie

Ich mag keine Leber, egal ob pur oder verknödelt. Erzählte ich heute.
Es wird Zeit für Handschuhe, bemerkte ich heute Morgen beim ersten Scheibenkratzen der Saison und Reibeisen ähnelnden Handrücken.
Die Kalbsleberwurst von DuDarfst schmeckt mir hingegen. Enthält vielleicht nur Im Promillebereich Leberbestandteile.
Nein, ein iPhone besitze ich keines. Was hat das jetzt mit der Leberwurst zu tun?
Auf YouTube gibt es einen Clip, der sich dem Problem des Bedienens von Smartphones mit Handschuhen annimmt. Man stelle sich jetzt mal vor es ist kalt, man trägt Wollhandsschuhe und muss seine Supermarkteinkäufe twittern. Oder gar jemanden anrufen, mit dem Touchpad-Fummel-Phone. Und es geht nicht! Es gibt nun zwei Behelfsmöglichkeiten:
1) Handschuhe ausziehen, Smartphone bedienen und kalte Reibeisenhände.
2) Handschuhe anbehalten, ein Würstchen besorgen und damit die Smartphone-Apps bedienen.

Und der Clou: Es geht auch mit einer abgepackten DuDarfst Kalbsleberwurst.

küçük kestane

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Güzel! Schön! İch verlasse İstanbul bei sonnigen 16 Grad,neuem Hüftgold, türkischem Vokabular und einer Hochzeitseinladung. Nicht der zu meiner eigenen, um das klarzustellen (mein Blog ließe auch anderes vermuten). Vor ein paar Tagen war ich, frierend, kurz davor, bei 10 Grad und Regen in Üsküdar einen Wintermantel zu kaufen. Der Hinderungsgrund: das nicht wasserabweisende Material, der Preis (>=deutsche Verhältnisse) und die Zuversicht auf einen milden Winter in Deutschland bei wetterberichteten 17 Grad in Mannheim. Das mit dem Shoppen – alişverise gitmek – wollte ich ohnehin nur auf Mokkatassen und İki 2 BJÖRN BORG – der alte Türke 😉  – Pants vom Bazar in Sultanahmet – [Sultan’Achmet] der Stadtteil für Touristen treffen Touristen – beschränken, und dabei besser als letztes Mal verhandeln. On 10 TL dafür war ein Erfolg, Es ist interessant, welchen Unterschied es machte, ob man zu zweit, will heißen ein zweites Blauauge – hoş mavi göz, oder alleine über den Bazar schlendert. Alleine musste ich fast darum bitten, etwas verkauft zu bekommen. 500 beş yüz Gramm Turkish Delight für den Preis eines Hemds (mais c’est pour homme! – mir doch egal), gehandelt von 30 otuz auf 25 yirmi beş Lira. Und dann die Feststellung, dass man an anderen Marktständen ein Kilo dafür bekommen hätte. Das ärgert die Schwäbin kurz und erweckt das Gourmetdenken – bestimmt wie bei Wein, länger gelagert, bessere Qualität.

Kevinismus

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Als Kevinismus
bezeichnet man die krankhafte Unfähigkeit, menschlichem Nachwuchs menschliche Namen zu geben. Kevinismus führt bei den Erkrankten und vorallem bei deren Nachwuchs zur sozialen Isolation. Die Betroffenen entwickeln  eine Psychose gegen gesunde Menschen und verkehren nur mit Personen, die ebenfalls an Kevinismus leiden.
Symptome
Es gibt verschiedene Symptome, die auf eine Erkrankung an Kevinismus hindeuten:
·         die favorisierten Namen sind ausnahmslos Doppel- oder Dreifachnamen, die sie selbst zwar schreiben, aber nicht aussprechen können
·         Einzelnamen und gesellschaftlich bereits etablierte Namen werden verächtlich kommentiert
·         mindestens einer der Namen endet auf -ia, beinhaltet ein y oder beginnt mit Ch oder J
·         ungewöhnliche Verwendung diakritischer Zeichen wie í, ë oder y
·         werden die Namen niedergeschrieben, so werden sie stets mit Herzchen oder blinkenden Smilies verziert
·         der Wohlklang der erwählten Namen wird der Umwelt durch Autoaufkleber auf der Heckscheibe kundgetan
·         manisches Verlangen, die Namen französisch oder englisch angehaucht aussprechen zu wollen (es bleibt beim Versuch)
·         die Konversation mit anderen Erkrankten führt in der Regel innerhalb weniger Minuten zur Hyperventilation
Die Erkrankten reagieren auf Kritik verbal äußerst aggressiv. Sie sind zu weiteren Diskussionen nicht in der Lage und flüchten sich in Beschimpfungen und Ignoranz

Folgende Namen lassen auf Kevinismus schließen:

Schäröam              (Jerome)                              Schanell                (Chanel)
Tschonäsän           (Jonathan)                            Schakke-Line        (Jacqueline)
Schayenne             (Cheyenne)                          Schanina               (Janina)
Pritani                    (Brittany)                             Käf´n                    (Kevin)
Üffes                     (Yves)                                  Fiffiän                    (Vivian)
Dschärämie           (Jeremy)                               Zindy                     (Cindy)
Scheisen               (Jason)                                 Zändy                    (Sandy)
Zelline                   (Celine)                                Scheyden               (Jayden)
Zven                     (Sven)                                  Kümbäli                 (Kimberly)
Zemäntha              (Samantha)                           Nänzy                    (Nancy)
Däffne                   (Daphne)                             Tschüstin                (Justin)
Tschiara                 (Chiara)
Pazkall                  (Pascall)                               Mazell                   (Marcell)
Dajana                  (Diana)                                Ssetrick                  (Cedric)
Rottscha                 (Roger)

Wahre Begebenheiten aus dem Leben Kevinismus-Geschädigter:

“Schakke-line, komm wech von die Regale, du Arsch!” sprach eine Mutter zu ihrer ca. 4-jährigen Tochter im Supermarkt in Mönchengladbach.

Eine Mutter ruft ihrer ca. 8-jährigen Tochter vom Balkon zu: “Schan-talle, geh nischt bei die Asis!”

Mutter und drei- bis vierjähriges Mädchen. Mutter ist schon an den Kühlregalen, die Kleine macht sich am Obst zu schaffen. Mutter ruft durch den halben Laden: “Schakke-line (ja, wirklich!), komma bei Mama jetz! Nein, kein Apfel, wir hatten Kaugummi ausgemacht!”

Dialog zwischen zwei Kindern im Warner Brothers Movie World:
1.: “Wo is Mischelle hin?”
2.: “Mischelle is, wo der Bahn am gehen tut!”

Mutter: “Ey Zelliine hör auf mit die Scheiße sonst tritt isch disch!”

Schanaia, tu das Maul weg von dem Papa sein Korn!

Schakkeline, Schastin, Schantall, Käwinn – tu die Omma ma winken!

Bejonnze, komm ma bei die Tante, die geht mit dir bei Allkauf unt tut dich da ein Eis!

Änriko, du solls nisch imma Schlampe bei die Omma rufen.

Käwinn, mach dat Mäh mal ei (Deutsch: Kevin, streichel mal das Schaf)

Dastin, nimm die Kopf aus die Juniortüte von der Marzel!

Zementha, tu dir mal dat Schlawannzuch anziehen!

Dschärimie, komm wech da bei die Assis!

Dat Daffne is schwanga und der wo die dat gemacht hat is wech!

Schanina hol mal dat Mandy aus de Sonne, dat verreckt!

Zändhi, wenne jetz nich hörs und bei die Mama komms hat dein Föttchen Kirmes!

Üffes, komm rinne, dat Mittach is feddich (das Kind heißt Yves).

Begrüßung der Erstklässler in einer Grundschule im Ruhrpott. Lehrer ruft die Kiner auf: ” Francoise…”
Kind: “Dat is falsch.Ich heiß Frankoise”

Rohdriges, kommste jezz bei mich oder haste Kaka an die Ohren?

Patzkal komm beim Haus, et fängt am Reschnen an!

Schäraah Döppscheröö (Gerard Depardieu)

Leandro, tu dat AaAa liegen lassen, davon kriegst du eehs.

Schakkeline, hau nisch mit der Schüppe aufn Keffn, dör is do kein Ausländer.

“Hohräschö, mache ma hinne, sonscht haste de Dür vorde Kopp!” (Eine Mutter in Halle-Neustadt, welche den kleinen Horacio dazu animiert doch bitte etwas schneller aus der Straßenbahn auszusteigen.)

Rottscha, komm raus aus die Ecke! (aufgeschnappt auf einem Berliner Amt)

Affro dite, geh sofort aus dat Pfütze du Sau!—Mama, Mama, ich will Pommes!—Du krichst gleich Pommes in dat Aaaasch! (Mutter zu ihrem 4jährigen Kind, welches am Spielplatz in einer Pfütze spielt)

Seimon, geh´ nach Papa, der haut dich eine!” (Befehl einer Mutter an ihren ungefähr dreijährigen Sohn Simon, der gerade schmerzhaft die Schranke eines Supermarkteingangs an die Stirn bekommen hatte…)

Projekt TORPEDO 21

leibesertüchtigung

Der Sommer ist vorbei und bald Herbst und Zeit, sich um das Inventar im Fahrradkeller zu kümmern. Nach dem Projekt 1-Gang Renner mit Luxusbeleuchtung verkünde ich hiermit den Projektstart der lang angedachten Idee der Fahrradrestaurierung von Mamas erstem Fahrrad: dem Rad des Weltmeisters 1952 -BAUER Sport – mit einer der ersten Torpedo 3-Gang Schaltungen auf dem Markt.
Der Plan:
1. Entfernung der Schutzbleche, Licht, Sattel, Gepäckträger, Bereifung, Kette.
2. Reinigung und Wachsen von Rahmen und Felgen. Auftragen von Rostschutz.
3. Wartung der 3-Gang-Nabe, Austausch der Schalt- und Bremszüge, neue Bereifung.

Von Fahrradfahrer beschimpft

die lieben nachbarn, TEXT

” BOAH SCHEISSGROSSES AUTO! ” – so ein falschrum in die “Radfahrer frei” Einbahnstraße fahrender Radfahrer mir in mein offenes Autofenster reinbrüllend, während ich versuche in eine Parklücke zu fahren, die nur deshalb so klein war, weil ein SCHEISSKLEINES AUTO ziemlch dämlich geparkt hat. Zuvor habe ich mein SCHEISSGROSSES (Fahrradtransporter) AUTO neben das SCHEISSKLEINE zu 90% auf dem Gehweg geparkte Auto warnblinkend gestellt, um meinen begehbaren Kleider- und Sportequipmentschrank mit Waren meines selten eintretenden heutigen Kaufrausches auszuladen. Es war leider kein Fahrrad dabei für den Nachbarn mit dem SCHEISSHÄSSLICHEN FAHRRAD. Ich gebe zu, das Fahrrad nicht wahrgenommen zu haben, weil ich mit dem Parkmanöver beschäftigt war, aber wäre es ein schönes Fahrrad gewesen, wäre mir das garantiert aufgefallen. Meine Schlagfertigkeit läßt zu wünschen übrig, sonst hätte ich dem Neidhammel gerne eine Runde Einparken angeboten. Ich kann das. Inzwischen. Vornehmlich mit SCHEISSGROSSEN AUTOs. Im besten Einparkübungsparcours Mannheims, der Neckarstadt: dem Stadtteil wo so mancher sich nicht mal mit Parkhilfe traut hinzuziehen. Und wenn ich nicht schon den SMEDSTA Sessel (der SCHMID-Sessel), der mehr als ein Drittel meines Eigengewichts ausmacht, den nostalgischen Wasserkocher, die lila Schuhe und das verliehene Bettzeug (dankeschön @patricius – ich habe die BIBBISURR Bettwäsche seit Anschaffung nie wieder so korrekt gebügelt gesehen) ausgeladen hätte, hätte ich als Belohnung fürs ‘Einparken dürfen’ noch eine Runde Entladen und in meiner Wohnung einlagern gestiftet.