ziert ein gelbes Post-it Zettelchen den Kühlschrank der Güterhallengenossenschaft voller Bier, anderen alkoholhaltiger Getränke und vermutlich angebrochener Flaschen Ketchup, Barbecuesoße und Mayonnaise. Paris in Frankreich. So so.
Nicht Paris in Texas, den Film den ich mir anschauen solle, so die Genossen. Es gibt auch ein Marion in Kansas, schlaumeiere ich. Und Petra in Jordanien, schlaumeiert der Kfz-Sachverstände des DEKRA (Genetiv, maskulin bitteschön, weil es ist nicht die DEKRA sondern der Verein ist zur Begutachtung deutscher Kraftfahrzeuge) zurück. Der gestandene Mann mit seinem Osama-bin-Laden Bart ist da sogar mal mit der gleichnamigen Gemahlin hingefahren. Über Israel. Also nach Petra. Da kann man ja heutzutage auch nicht mehr hin. Es ist traurig. Sehr sogar, finde ich. Entweder kann man nicht mehr an Orte, weil dort Krieg ist, oder der Präsident das Landes, in dem sich die Orte befinden, ist von allen guten Geistern verlassen.
Oder die Orte existieren so gar nicht mehr, beispielsweise Geldautomaten in Mannheim im März 2025 genau dann wenn man in die seltene Verlegenheit einer Bargeldabhebung kommt, für die einen jede KI pauschal der Geldwäsche bezichtigen würde.
Welches Glück wurde mir doch zuteil an jenem letzten Tag der Existenz des Geldautomaten meiner Cashgroup in Mannheim Bargeld abheben zu können, nachdem mich ein Busfahrer am Karlsruhe-Baden Airport mangels ebensolchem – und defekter EC-Karten Bezahlfunktion des Fahrscheinautomaten – zum Schwarzfahren einladen musste.
Nun, knapp zwei Monate später gibt es keine Postfiliale mehr in der Neckarstädter Langen Rötterstraße. Die Geldautomaten der Commerzbank an der Ecke Schimperstraße wurden bereits im vorigen Jahr abgebaut, die Sparkasse verlangt 30 Euro Bargeldabhebegebühren. Die einzigen Geldautomaten meiner Hausbank in der Innenstadt sind offenbar angesichts der seltsamen Gestalten am Eingang zum Self-Service-Bereich, die man beim Geldabheben spät am Abend lieber nicht um sich herumstehen haben möchte, nach 21 Uhr nicht zugänglich.
Nächster Versuch am Samstagmorgen am Speckrand in Mannheim-Waldhof. Google Maps und ein Schild an der Fassade versprechen einen EC-Geldautomaten im Innern der Filiale. Fünf Minuten vor 9 Uhr bildet sich dort schon eine kleine Warteschlange der Menschen aus dem trostlos wirkenden Viertel am Speckweg, was mich stets an die Kassiererin Frau Fettich bei Penny in der Langen Rötterstraße erinnert. Gähnende Leere wo im Vorraum der Bank offenbar einmal ein Geldautomat gestanden haben muss. Ich frage die Wartenden und erhalte als Antwort ich könne ja am Schalter Geld abheben. Nicht ich, falsche Bank, wenn auch mittlerweile gleicher Verein.
Ohne bargeld, mit der Handgreifkraft einer 75-jährigen, einigen Langzeit-EKG Ausschlägen von meiner letzten Teilnahme an der NAKO Gesundheitsstudie in einer nervaufreibenden Woche verlasse ich in Kalenderwoche 11 2025 mein Geburtsland für Stockholm in Schweden, dem Land der gläsernen Bürger, Barbezahlverboten und Banken mit strikten Prüfvorgaben zur Eliminierung von Geldwäsche und Steuerhinterziehung.
Statt Paris in Frankreich oder Texas zu besuchen lohnt sich vielleicht noch Beten in Schweden, Linsengericht essen in Hessen und Fucking in Österreich.































































Fäkalienpumpe. Ein Wunder der Technik, wenn man die bisherige Lösung für die Entsorgungen der Vereinsmitglieder kennen und riechen gelernt hat. Die nichtsegelnden Neuinstallation der SVM wurde somit getauft auf den Namen ‘Kleines Arschloch’.





You must be logged in to post a comment.