Interkulturelles Coaching au bateau

francais, logbook

N 49° 22′ 41″    E 008° 28′ 06″   |  Otterstädter Altrhein

Smoothie-vertUn demi cours francais au bateau. Die eigentliche Idee war, wer deutsch spricht geht über Bord. Das haben wir  dann aber doch nicht so durchgeführt. Erstens war das zulässige Gesamtgewicht von 450 kg vermutlich bereits mit 5 Personen und drei gefüllten Kühlboxen überschritten, dass sich das Überbordgehen erübrigen würde und wir selbst französischsprechend  sinken, zweitens hatte La Navigatrice das französische Segelvokabular nicht gelernt und keine langage de commande,  stattdessen eine angeblich verführerische englische Voicemailansage auf dem Diensthändi, was unserer Sizilianisch-Wallonischen Professeur auf der Suche nach dem Otterstädter Stützpunkt der Seglervereinigung Mannheim aber auch nicht weiterhalf und sie nach 45 minütigem Kreisen durch die Straßen von Otterstadt auf dem Netto Parkplatz verzweifeln ließ. Irgendwann haben wir uns dann aber doch alle auf der MILVA eingefunden, mit grünen Smoothies, Vin Rouge, Saucissons, Baguette, Jeanette Claudette und wie sie alle heißen und segelten unter Genuasegel bei kleiner Windstärke in der Abendsonne im Otterstädter Altrhein.

Coulours Of Culture

(B)Logbuch MILVA Mannheim  

logbook

N 49° 22′ 23″    E 008° 27′ 49″  | Segelclub Otterstadt

Nach langer Planung und großer Erwartung erblickt “La Rossa” MILVA am 16.Mai 2015 um 12:05 mitteleuropäischer Sommerzeit die Nässe des Wassers beim Segelclub Otterstadt und erreicht nach dreistündiger Rheinabwärtsfahrt sicher ihren Heimathafen bei der Seglervereinigung Mannheim.

Mit diesem Eintrag beginnt das digitale Logbuch der MILVA Mannheim, eine Varianta 18 Segelyacht der Baunummer 131.

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Gewicht: 750kg
Höhe über Wasserlinie:  9,15m
Länge über Alles:  5,75m
Breite: 2,40m
Tiefgang: 1,15m
Segelfläche: ca.25 qm

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Herr Olof, Flippi, Jeanette-Claudette und Rudi Carell

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Was diese vier benamten gemeinsam und Grund haben, in meinem Blog erwähnt zu werden? Das sind meine “Anteile”. Anteile meiner Persönlichkeit. Hat mein Coach heute aus mir herausgekitzelt in einer Art Rollenspiel, um mir mein Verhalten bei der Priorisierung meiner Aufgaben zu verdeutlichen. Oder so. Ich mach nämlich manche Sachen lieber als andere. Und vergesse dabei auch mal was und werde wieder daran erinnert. Dann eskaliert alles und ich hab Stress.

Seit heute kann ich den ganzen Ablenkern, Ermahnern, Freigeistern und Moderatoren in meinem berufsalltäglichen Schlamassel Namen und Eigenschaften geben. Irgendwie kam mir die Rudi Carell Show dabei in den Sinn.

Rudi ist der Mediator zwischen all jenen Anteilen und bittet sie entsprechend auf seine Showbühne. Herr Olof heißt eigentlich mein Plüschelch im Auto aber ist jetzt der Anteil meiner Persönlichkeit, die mich bei einer Aufgabe total in den Flow versetzt und mir dabei den Spaß an der Arbeit macht. Er steht in der Sonne, macht eine Armbewegung wie ein Torero mit dem roten Tuch und sagt Olé! Dann gibt es da etwas Strenges, Nerviges mit einer bestimmten Frauenstimme, in etwa der Stimme, die ich in meinem Navigationssystem kürzloch abgeschaltet habe – Jeanette-Claudette. J-C ist die Darstellerin der Mathematiklehrerin in der Mannheimer Choreographie des “Kleinen Prinzenund erinnert mich mit einem “das ging früher doch auch” und “jetzt konzentier dich, dann schaffst du das” daran, das Zielvereinbarungsformular auszufüllen oder mich an Aufgaben zu wagen, bei denen ich noch kein wirkliches Ende oder eine Strategie vor Augen habe. Flippi spielt Ukulele oder Gitarrlele und ist der sozialkompetente Anteil in mir. Kaum begegnet mir Serkan, der Putzmann oder wünscht ein Kollege eine Longboardkaufempfehlung steigt Flippi mit einem Flamenco Riff ein und lässt alles andere links liegen. Flippi sieht aus wie die grüne Kugel in o.g. Balletaufführung und erinnert auch an das Männchen aus der Werbung für schwedische Kopfschmerztabletten.

Und da muß jetzt Rudi Carell ran. Und verhindern, dass die Jungs und Mädels meiner Persönlichkeitsanteile nicht wie sie grad lustig sind auf die Showbühne stürzen. Sondern alles geregelt seinen Lauf nimmt. Und dann könnte ich vielleicht meine Aufgabenpriorisierung besser in den Griff bekommen.

Longboardende Unschuld

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Jetzt ist es raus! Ich wurde bei meinen täglichen Vergehen erwischt! Longboardfahren auf dem Firmenparkhausdach ist offiziell verboten. Steht in der Hausordnung. Erzählte er mir. Der mickrige Mann von der Sicherheitsfirma, der jenseits üblicher Feierabendzeiten um 19:30 im marineblauen Sicherheitsaufsichtsbehördenkleinwagen auf das oberste Deck des Parkhauses angefahren kam, gerade in dem Moment, als ich ein weiteres Video im Sonnenuntergang aufnehmen wollte. Als Mitarbeiterin des Unternehmens sollte ich das wissen, wies er mich auf meine Ordnungswidrigkeit hin. Als ich in der Firma zu arbeiten begann, gab es noch keine Longboards, also konnte ich mich diesbezüglich auch nicht mit der Hausordnung auseinandersetzen, beteuerte ich meine Unschuld.  longboarding13Und überhaupt wirbt mein Arbeitgeber sogar mit einem smarten jungen Herrn in Anzug und Longboard unterm Arm auf überall in den Gebäuden verteilten Hochglanzplakaten um Softwareberater. Der Herr sei aber bestimmt nicht in einem Parkhaus abgebildet, so der Sicherheitsfuzzi. Als Nicht-Mitarbeiterin müsste er mir für dieses Vergehen auf dem fast leeren Parkhausdeck ein Hausverbot erteilen. Ich packe mein Longboard ein und warte auf den Eintrag in meiner Personalakte. Immerhin sind seit einer Woche meine Punkte in Flensburg verfallen. Dafür gabs bestimmt drei neue in Walldorf 😉

Söderhamn. Unfreiwilliger Exhibitionismus.

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SÖDERHAMN steht nackt in meinem Wohnzimmer. Zwei Wochen schon! Und es wird noch mindestens  drei weitere Wochen dauern, bis dieser Exhibitionismus, den ich verzweifelt mit Decken und Kissen zu kaschieren versuche, mal ein Ende nehmen wird 😦  Wissen hätte ich es müssen! Aus meiner Erfahrung mit SÖRBO. Dass beim Möbel-Aldi immer mal ein Mißverständnis mit einhergehender Verzögerung aufkommen kann.

Das war nämlich so: Söderhamn gab es angezogen nur in Langweilerklamotten!  Also nahm ich ihn und sein minimalistisches Gestell eben mal unbekleidet mit und beauftragte eine sogenannte In-Store Bestellung für die Designer-Burka. Man kauft die Katze ja auch nicht im Sack und kann so schon mal probeliegen, dachte ich. Aber mit Fell, kam es mir zwei Wochen später, als ich angeödet von Söderhamns improvisiertem Look meinem schlechten Bauchgefühl folgte und nochmal im In-Store den Lieferstatus der mir damals an der Kasse verweigerten Bezahlung der isundagrauen Verkleidung erfragte. Es lag gar keine Bestellung vor. Wohnst du noch oder lebst du schon? In diesem Sinne …

Söderhamn. Eine Verliebtheit.

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Verliebt habe ich mich! In SÖDERHAMN. Vergangenen Freitag Abend. Es geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Er passt so wunderbar in mein Leben! Der Gedanke endlich mal wieder etwas Stabiles zu führen. Die Sache mit FATBOY war einfach eine zu lockere Angelegenheit, kaum setzt man auf ihn, lässt er einen gleich tief einsinken und zuletzt kommt man aus dem Schlamassel kaum mehr ohne Aufstehhilfe raus. Mir schmerzen die Gelenke, ich bin einfach schon zu alt für so moderne Sitzkissen. Doch SÖDERHAMN – auf ersten Blick entzückte er mich , der alte Südhafen, mit seinen Isundagrauen Augen.
Pünktlich zum Valentinstag soll er bei mir einziehen. Damit das mal ein Ende hat mit den heimlichen Dates bei Ikea, wo auch noch andere Kunden zuschauen wie wir uns berühren! Ich weiß, das geht jetzt alles ein bisschen schnell, aber einziehen heißt ja nicht gleich heiraten!
SÖDERHAMN ist ein Sofa. Da es sich um Neuware handelt, gibt es auch keine Komplikationen mit irgendeiner Ex oder gar einer noch bestehenden festen Beziehung.
Das mit dem gleich einziehen hat im Übrigen den Vorteil, dass ich zukünftig meine Gäste nicht wie bisher gleich ins Schlafzimmer auf mein Bett zerren muss für eine entspannende Nebeneinandersitzgelegenheit. Außerdem kann ein Sofa nicht so ohne weiteres wieder davonlaufen, sollte ich mal aus einer melancholischen Laune heraus das Klammern anfangen. Obwohl SÖDERHAMN ja Beine hat. Aber leider zu kurze;-)

Im Retreat

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Was ich hier an heiligen Familienfesttagen alleine auf Lanzarote mache? ‘Ein Retreat, ohne genau zu wissen was ein Retreat ist’, beurteilt meine feurige Achtsamkeitsmitbewohnerin mit ihrem zwanzig Jahre jüngeren Tantrafreund in Casa Shakti bei een beetje koffie mein Dasein auf dieser magischen Überwinterungsinsel. In modernem Yoga wird der Begriff als Erholungsurlaub [de.wikipedia] verstanden bzw. Timeout vorm Stress und alltför hetsigt leverne – allzu hetzigem Dahinleben – in einer hälsoanläggning –  Gesundheitsanlage 😉 übersetze ich schwedisches Wikipedia mal direkt, weils so nett klingt.

to relieve stress i do yoga ... JUST KIDDING! I DRINK WHISKEY IN MY YOGA PANTSBei einem Retreat steht man um 5 Uhr auf und meditiert, wie das bei den Surfmönchen in Indien tatsächlich der Fall war. In der kanarischen Gesundheitsanlage stehen meine Mitbewohnerin us dr Schwyz, die Iiiwonn, und ich auf, weil um 8 Yoga auf dem Programm steht. Leider wurde daraus wegen kranker Yogalehrerin nichts, so kamen wir jedoch in Yogaklamotten in den Genuß eines wunderschönen Sonnenaufgangs nebst Verbesserung meines Schwyzerdütsch: Neben Chhhhuchhhhichhhhaschdli kann ich jetzt auch das Hüttengericht Hörn(d)li, G’hachhhets ond Öpfelmuas aussprechen und habe die Wette gewonnen, dass man Restaurant nur in dr Schwyz mit Rrräääsch’dorant, nicht aber in Fraankreiisch auf der ersten Silbe betont.

die wahrnehmung des widerwärtigen

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Es gibt schönere Menschen zu betrachten als jene, die ihre sonnenverbrannten Bäuche, altgewordenen Tätowierungen und speckigen Oberarme auf Plastikstühlen vor den Kneipen, die mit Full English Breakfast, Kopparbergs Cider und der Übertragung des nächsten Chelsea Spiels werben, exponieren. Doch die sind glücklich, ich kann’s in ihren Augen seh’n, fällt mir Prinz Pi’s Deutsch-Rap-Poesie ‘Dumm ein und finde es irgendwie schicksalhaft ungerecht, sehnsüchtig auf Café con lecce und die süßen, glutenhaltigen Leckereien schauend strikt meine Diät einzuhalten und prompt am nächsten Tag mit noch stärkeren Schmerzen konfrontiert zu werden.

Widerwärtig. Das ist das Wort in Thomas Bernhard’s Skandalroman Holzfällen. eine Erregung und kommt mir dazu irgendwie in den Sinn, doch fehlt mir der Zusammenhang zwischen dem Künstlerehepaar Auersberger, das der ich-erzählende Autor von seinem Ohrensessel aus voller Abneigung betrachtet, und den Touristen, die sich in Costa Teguise die Bäuche vollschlagen, während ich zielstrebig zur Pasteleria marschiere, um mir wenigstens einen Cortado sin leccezu gönnen. Weder das Ehepaar Auersberger hat dem Schriftsteller etwas angetan, noch sollten mich Touristen stören, wo ich doch selbst einer bin. Aber ich empfinde es als widerwärtig. Und füge mir damit selbst Schaden zu.

Ankommen in der Unvollkommenheit

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Ryanair Flug FR5502. Das Sanfte-Landungs-Täterätä erschallt aus den knackenden Lautsprechern, die Anspannung der Passagiere bei der Landung löst sich auf in unruhiges Taschenkramen. Mein Ausblick fällt auf einen von Telegrafenmasten gesähten Berg, worauf der Kommentar einer Passagierin – ‘isch hoff dass isch hab Netz’ – doch etwas befremdlich daherkommt. Es ist offenbar die ständige Erreichbarkeit, die uns als allererstes bei Ankunft am Urlaubsort beschäftigt.
Es macht auch vor mir nicht halt, ich krame meinen Knochen von mobilem Telefon hervor und schalte ein, obwohl ich eigentlich weiß, dass ich mich darauf verlassen kann, dass mich die Autovermieterin am Flughafen erwartet, und dass ich sie auch erkennen werde. Auch dass der Schlüssel für die Ferienwohnung schon am altbekannten Platz hinterlegt sein wird, hätte ich ohne SMS meiner Gastgeberin wissen können. Ich hätte das Telefon zuhause lassen können, und alles würde trotzdem irgendwie klappen. Ich bin bewusst hier um abzuschalten, mich und das Smartphone. Nicht erreichbar zu sein, höchstens für Terminänderungen der Massagen. Dinge nicht so genau nehmen zu müssen wie sonst im Berufsalltag, über Unzulänglichkeiten der Mitmenschen mal hinwegzusehen statt mich selbst damit zu belasten indem ich mich darüber beschwere.

my boat – a sensitive creature

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People who do not know that a sailboat is a living creature will never understand anything about boats and the sea.

states one of the greatest ocean voyagers Bernard Moitessier in ‘The long way’.
With the coincidence of my dinghy’s centerboard getting stuck the other day without any indication I get the sense of his statement. The boat feels my sadness and reacts. While starting a therapy sail to get my emotional landscape out of its disorder, my boat refused the centerboard to fall downwards. Now for the second time since I’m sailing this boat and being in some shitty mental state, the boat drifted away into the wrong direction, and so did I. On the river and in my mind.
Once the waves of my emotions get back into some normal state, the self-healing mechanism of my boat turn into action. The next day, sitting on the boats outer edge with my goggles on willing to dive beneath the hull, the centerboard issue solved itself 🙂

Startnummernoberarm

leibesertüchtigung, TEXT

Irgendwie ist das ein tolles Gefühl, mal wieder eine mit Edding aufgemalte Startnummer auf dem Oberarm zu tragen. Und morgen damit hoch erhobenen Hauptes in muskelbetontem T-Shirt durchs Büro zu stolzieren. Macht auch viel mehr Eindruck als von Segelregatten-Schotenziehen aufgerissene Finger und tut nicht so weh. Ein Gefühl von Ironman Hawaii. FINISHER! Und gar nix für trainiert – sieht man von den ganzjährigen Schwimmversuchen im Kolibakteriensee (aka Rheinauer See) mit meiner nackt am Entenscheissestrand yoga-sonnengrüßenden Badefreundin mal ab.
Niemandem braucht man zu erzählen, dass die Nummer beim Mannheimer Swim&Run im Stollenwörthweiher abgezogen wurde. Und dass mich (wie ein Walross schnaufend, denn so schnell schwimme ich für gewöhnlich nicht) ein Moppelchen im fetzigen Triathlonvereinseinteiler auf der fünf Kilometer langen Laufstrecke überholt hat. Und noch eine. Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt, fällt mir ein in der Hitze der Mittagssonne. Die Wade will krampfen, die Hüfte meldet sich als wolle sie gleich auskugeln, ach wo! Und die Läuferknie-Sehne links außen gabs ja auch noch! Ausgejammert – Bauch anspannen, in die Baumwipfel statt auf den Weg und die Moppelchen schauen. Daran denken, dass man nach Triathlonverbandsregel oben ohne laufend disqualifiziert wird, und sich das Geschwabbel vorstellen, wenn ein Frauenteam es darauf anlegte. TOWANDA! Dem anstehenden körperlichen Zerfall haben wir heute mal kräftig kontra gegeben, im Ziel klappe ich voller Glückshormone zufrieden zusammen…

Multi-Kulti iTunes Store – eine Fehlanzeige…

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Gerade habe ich mich im Luxemburger Geschäftsviertel Kirchberg virtuell eingemietet. Ich mag diese mehrsprachigen Länder, dieses internationale Flair! Und vor allem wollte ich endlich den Film “Bienvenue chez les Ch’tis” auf Französisch haben. dierenEssen-1000812Sowas geht online im iTunes Store nicht, wenn man nur eine in Deutschland registrierte Kreditkarte besitzt. Aber man kann ins französischsprachige Luxembourg fahren, sich eine iTunes Gift Card kaufen und einen neuen Account mit Wohnsitz Luxembourg anlegen. Ignoriert man Fehlermeldungen, denkt sich eine Adresse aus und klickt die Kreditkartendatenfelder weg, wird der Gutschein-Code schließlich akzeptiert und der Download kann beginnen! Warum nur ist das so umständlich im angeblich vereinten Europa?

Invektiven der Raumzeit

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Eine Bekannte hat mir einmal erzählt von der Hochachtung der Dame am Empfang ihrer Arbeitsstelle an ihr und ihrer Pausenlektüre ‘DIE ZEIT’. Da stünden doch so viele Fremdwörter drin, das wäre nichts für sie (also die Empfangsdame). Ich bekenne mich als gelegentliche ZEIT Leserin zur intellektuelleren Schicht, lasse mir Bildungslücken nicht anmerken und befrage das Internet. So kam es, dass ich bei Google Schweden landete, weil ich die Martenstein-Kolumne mit dem Fremdwort ‘Invektiv von Catull’ verstehen wollte. Intellektuellenblatt hin oder her, der Artikel in der Süddeutschen Zeitung über Stephen Hawkings aktuelle Behauptung, es gäbe jetzt doch keine schwarzen Löcher, sprengt meine rationalen Fähigkeiten und Motivation, ein Physikgrundstudium nachzuholen. ich zitiere Autor Christopher Schrader

…man müsse doch nur die euklidische S-Matrix berechnen und das Ergebnis Wick-rotieren, um die Amplituden der Minowski-Signatur zu erhalten.

in ‘Die Grautöne der Raumzeit’ – ein gelungenes Stück Fachliteratur! Das klingt wie der Titel meines Fernsehtechnik-Skripts ‘Illegale Farben’, mit dem ich mich vor 14 Jahren beim Zoll am Flughafen Norrköping erklären musste: ‘nein, ich bin kein Künstler, und der Alkohol, ja das ist ein Geschenk für meinen Chef’.